MotoGP World Championship

Digitale Flaggensignale: Großer Fortschritt für Fahrer und Sicherheit

29. Apr. 2021

Foto: MotoGP.com

In Portimao waren erstmals 22 Lichtpanele für digitale Flaggensignale im Einsatz. Für Rennleiter Mike Webb eine der wichtigsten Fortschritte der vergangenen Jahre.

Beim Grand Prix von Portugal waren zum ersten Mal die digitalen Flaggensignale im Einsatz. 22 Lichtpanele waren rund um die Strecke aufgebaut. In diesem Jahr wird das System bei einigen Rennen verwendet, ab 2022 ist es für alle Strecken vorgeschrieben.

Allerdings baut nicht jede Rennstrecke ein eigenes System auf, sondern der MotoGP-Tross nimmt die Panele und die dazugehörige Verkabelung und Infrastruktur von Rennen zu Rennen mit. Es ist eine Kostenfrage, denn dieses System wird nur von den großen WM-Serien MotoGP und Formel 1 verwendet.

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Die Motorrad-WM bezieht diese Technik von der Firma EM Motorsport. Es kommen Panele der Kategorien T1 und T2 zum Einsatz. Sie unterscheiden sich in der Größe und der Lichtperformance. Primär wird das System von der Rennleitung gesteuert, um den Status der gesamten Strecke zu ändern.

Jedes einzelne Panel hat vor Ort auch eine Kontrolleinheit, mit der ein Sportwart analog zum Flaggensignal das digitale Licht steuern kann. Die Positionen der Panele rund um die Strecke werden von Sicherheitsdirektor Franco Uncini festgelegt.

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Lichtpanele als Ergänzung zu klassischen Flaggensignalen

Man will versuchen die Panele so anzubringen, dass sie während der Fahrt im Sichtfeld der Fahrer sind. "Das haben die Fahrer immer verlangt", sagt Rennleiter Mike Webb bei 'MotoGP.com'. "Das Signal wird weiterhin per Flagge gezeigt, aber durch die Lichtpanele verstärkt."

"Das ist ein großer Fortschritt", lobt Routinier Valentino Rossi die neue Technik. "Die Flaggensignale sind für die MotoGP mittlerweile überholt. Wir sind zu schnell und man sieht die Flaggen nie." Diskussionen, dass man eine Flagge nicht gesehen hat, sollen der Vergangenheit angehören.

Für Rennleiter Webb sind die Panele eine "der größten Regeländerungen" seit vielen Jahren. "Das hilft einerseits bei der Sicherheit, weil die Fahrer das Signal besser erkennen. Und in der Rennleitung wissen wir jetzt auch ganz genau, wann eine gelbe Flagge gezeigt wird."

"Das System ist viel akkurater, wodurch wir die Regeln besser durchsetzen können. Mit den traditionellen Flaggen hatten wir schon ein System, um den Fahrern in jedem Streckenabschnitt Signale zu geben."

Digitale Flaggensignale: "Unmöglich zu übersehen"

"Das große Problem ist, dass die Fahrer die Flaggen bei 300 km/h oft nicht gesehen haben", stimmt Webb der Einschätzung von Rossi zu. "Deshalb haben wir jetzt ein Signal, das unmöglich übersehen werden kann."

"Es gibt weniger Lichtpanele als Flaggen, weil man die Panele besser sieht. Außerdem können wir die Panele an Stellen aufstellen, wo man keinen Sportwart hinstellen kann, weil es zu gefährlich wäre. Es gibt also weniger Panele, aber wir können die gesamte Strecke abdecken."

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