Djokovic vor Davis Cup Finals: “Wir wollen nach Madrid”

25. Nov.

Foto: GEPA Pictures / ZUMA Press / LaPresse / Marco Alpozzi

Serbiens Top-Star Novak Djokovic hat sich für den Davis Cup in Innsbruck einiges vorgenommen - seinen Auftakt-Gegner Dennis Novak will der Weltranglisten-Erste nicht unterschätzen.

Der Top-Star der Davis Cup Finals nicht nur in Innsbruck, sondern auch im Vergleich mit den anderen Gruppen-Schauplätzen Madrid und Turin, ist Novak Djokovic. Der 34-Jährige hat seine ersten Trainings-Einheiten hinter sich und freut sich, nach zwei Jahren wieder im serbischen Davis-Cup-Team zu sein. Djokovic, der u.a. 20 Majors gewonnen hat und das Jahr als Nummer eins beenden wird, bestreitet sein erstes Match am Freitag gegen Österreichs Dennis Novak (LIVE bei ServusTV, im Stream & in allen Apps).

Seine bis dato letzten Davis-Cup-Einsätze für Serbien hatte der "Djoker" noch gemeinsam mit seinem damaligen Teamkollegen Viktor Troicki im November 2019 bestritten. Troicki, inzwischen "Non Playing Captain" des Teams, und Djokovic hatten im Viertelfinale beim Stand von 1:1 nach den Einzeln gegen Russland hauchdünn im Doppel im 6:7 im dritten Satz verloren - und anschließend sogar Tränen vergossen.

Serben mit schmerzhafter Niederlage im Gepäck

"Wir alle waren sehr emotional wegen dieses Endes. Aber trotzdem wollten wir wieder zusammenkommen. Wir sind sehr gute Freunde auch abseits des Platzes, die Chemie im Team ist fantastisch. Und das ist eine der notwendigen Zutaten für den Erfolg", erinnerte sich Djokovic bei einer digitalen Pressekonferenz in Innsbruck. Der am Dienstag zum Team gestoßene Weltranglisten-Erste ist happy, wieder beim Davis Cup zu sein. "Denn letztes Jahr gab es ja keinen."

Dass es nun wegen der Corona-Maßnahmen in Österreich wieder "Geisterspiele" geben wird, misfällt Djokovic, der den Teambewerb gerade wegen seiner besonderen Atmosphäre mag. "Natürlich sind wir traurig, dass wir keine Fans haben werden. Auch, wenn wir nicht zu Hause spielen - Fans sind ein wichtiger Bestandteil des Profi-Tennis und unserer Karrieren. Von der Energie, die wir bekommen, ernähren wir uns. Und das ist auch ein Drive, den wir brauchen. Besonders im Davis Cup, wo mehr Anfeuerung von der Rängen erlaubt ist und man eine lautere, lebhaftere Atmosphäre erwartet", erklärte er.

Djokovic & Co. in Innsbruck Top-Favorit

Zudem hatten die Serben auch in Innsbruck auf viele frenetische Fans gehofft. "Unglücklicherweise wurden die strikten Bestimmungen erst vor wenigen Tagen beschlossen. Jetzt werden wir leider keine Fans haben hier in Österreich. Dabei haben wir uns auf viel Unterstützung gefreut, weil ja viele Serben hier leben", bedauerte Neo-Kapitän Troicki.

Die ohnehin schon große Favoritenrolle in Gruppe F wurde freilich noch klarer, weil Österreich auf Dominic Thiem und Deutschland auf Alexander Zverev verzichten muss. "Ich bin sicher, beide Teams hätten gerne ihre besten Spieler dabei. Natürlich ist die Situation ohne Zverev und Thiem für sie ganz anders. Aber auch ohne sie haben beide immer noch starke Teams, besonders Deutschland", kommentierte Djokovic diesen Fakt.

Bei den Deutschen hätten Spieler wie Jan-Lennard Struff und Dominik Koepfer schon einige große Siege vorzuweisen. "Das sind sehr gefährliche Spieler. Wir unterschätzen niemanden, nur weil ihre vermeintlich Stärksten hier nicht dabei sind. Wir freuen uns und schauen nicht so sehr darauf, was in den anderen Teams passiert", so Djokovic. Das Ziel ist dennoch klar: "Wir wollen nach Madrid kommen, aber es ist ein langer Weg. Es gibt nicht viel Platz für Fehler. Unser Ziel ist es, die Gruppe zu gewinnen."

"Habe noch nie gegen Dennis gespielt"

Auch das erste Duell mit Dennis Novak, aktuell die Nummer 118 der Tennis-Welt, will Djokovic sehr ernst nehmen. "Unabhängig vom Ranking des Gegners bereite ich mich auf das Match vor wie auf jedes andere. Ich versuche, meine Hausaufgaben zu machen", stellte Djokovic klar. "Ich habe noch nie gegen Dennis gespielt, aber ich werde meine Arbeit im Hintergrund machen. Und ich werde versuchen, von Beginn an mit guter Intensität da raus zu gehen."

Das Format mit nur zwei Einzeln und einem Doppel könnte es für Überraschungen etwas leichter machen. Das bestätigt auch der Weltranglisten-Erste. "Auch Spieler, die zwischen 100 und 200 stehen, können großartiges Tennis spielen. Und an einem speziellen Tag können sie extrem gefährlich sein. Ich unterschätze niemanden." Zudem habe Österreich über die Jahre einige gute Doppel-Spezialisten gehabt. "Alles ist möglich - aber auch für uns", erklärte Djokovic mit einem Augenzwinkern. (APA/red.)

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