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MotoGP World Championship

Dovizioso und Lorenzo: So hat die MotoGP sich verändert

14. Okt.

Foto: Yamaha

Andrea Dovizioso findet, dass Aero und Elektronik in der modernen MotoGP-Ära eine zu große Rolle spielen - Jorge Lorenzo beeindruckt die große Leistungsdichte im Feld.

Die Königsklasse der Motorrad-WM durchlebte in den letzten Jahren einen Wandel. Durch gezielte Eingriffe wie etwa die Einführung einer Einheits-Elektronik für alle Hersteller gelang es MotoGP-Promoter Dorna, das Feld eng zusammenzuführen.

Doch dieser Effekt droht inzwischen zu verpuffen. Zwar spielt der fahrerische Aspekt noch immer eine große Rolle, ist im Laufe der Jahre aber kleiner geworden. So findet etwa der kürzlich aus dem Ruhestand zurückgekehrte Andrea Dovizioso: "Meiner Meinung nach gibt es in der MotoGP heutzutage zu viel Aerodynamik und zu viel Elektronik."

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Aero erschwert Duelle auf der Strecke

Das wirkt sich auf die Zweikämpfe auf der Strecke aus. "Es fällt schwerer, jemandem zu folgen. Durch die Aerodynamik ist es unmöglich, dicht dran zu bleiben und zu überholen", sagt "Dovi". Und beschreibt damit gegenüber 'MotoGP.com' ein Problem, das man in erster Linie aus dem Automobil-Rennsport kennt. Inzwischen ist es aber in gewissem Maße auch in der Motorrad-WM anzutreffen.

"Das Wichtigste ist heutzutage eigentlich, wie hoch Dein reines Tempo ist. Das ist inzwischen wichtiger als der Plan, wie Du Dir Dein Rennen einteilst", bemerkt Dovizioso. Mit dieser Ansicht steht der dreimalige Vize-Weltmeister nicht alleine da. "Verglichen mit der Zeit vor zehn Jahren hat sich die MotoGP-Welt komplett verändert", pflichtet Jorge Lorenzo seinem Ex-Kollegen im Gespräch mit 'MotoGP.com' bei.

Lorenzo erinnert sich an die Zeit, als es in der Königsklasse neben den Werks- und Satellitenteams noch die sogenannten Claiming-Rule-Teams (CRT) gab, um das Starterfeld aufzufüllen. "Der Unterschied zwischen dem schnellsten Fahrer und Bike einerseits und dem langsamsten Fahrer und Bike andererseits lag damals im Bereich von vier bis viereinhalb Sekunden."

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"MotoGP-Feld innerhalb von sieben Zehnteln"

"Heutzutage liegt das komplette Feld innerhalb von sieben Zehntelsekunden. Das ist unglaublich", konstatiert Lorenzo. Der dreimalige Weltmeister stellt die Leistungsdichte der Bikes von Aprilia, Ducati, Honda, KTM, Suzuki und Yamaha an heraus. "Von der Performance her sind aktuell alle Bikes in der Lage, aufs Podium zu fahren oder gar zu gewinnen."

"Das hat es in der Vergangenheit nicht gegeben. Aber es zeigt die großartige Arbeit der Dorna, die es Schritt für Schritt geschafft hat, diese Ausgeglichenheit im Feld herzustellen", lobt Lorenzo. Er hat seine aktive Karriere zum Ende der Saison 2019 beendet und genießt das Leben heute in vollen Zügen.

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