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Ducati gegen alle: Preis-Obergrenze in der WSBK sorgt für Diskussionen

12. Dez.
Motorcycle, Vehicle, Transportation
Die Ducati Panigale V4R polarisiert mit ihrem horrenden Preis, der das WSBK-Reglement ausreizt - Konkurrent Yamaha plädiert dafür, die Preis-Obergrenze herabzusetzen.

Mit 39.900 Euro Listenpreis reizt Ducatis V4-Superbike in der R-Version die Preis-Obergrenze in der Superbike-WM nahezu komplett aus. Maximal 40.000 Euro darf ein Homologations-Modell kosten. Die Superbikes der Konkurrenz liegen teilweise deutlich unter diesem Limit. Entsprechend weniger teure Technologien können dann in diese Modelle einfließen.

Besonders Yamaha setzt sich dafür ein, das Limit herabzusetzen. Die R1M kostet in Deutschland etwa 26.000 Euro. Die Basis-R1 kommt auf unter 20.000 Euro. "Yamaha hat sich dafür eingesetzt, die Preis-Obergrenze herabzusetzen. Aber Ducati hat das abgelehnt", erklärt Yamaha-Teammanager Paul Denning im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

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"Es ist offensichtlich, welche Gründe Ducati hat"

Da Ducati nicht zustimmt, bleibt die Preis-Obergrenze unverändert. "Für eine Entscheidung müssen alle Hersteller zustimmen. Es ist offensichtlich, welche Gründe Ducati hat", spielt Denning den hohen Verkaufspreis der V4R an. "Yamaha wollte die Obergrenze senken. Und ich denke, dass die anderen japanischen Hersteller zugestimmt hätten. Doch es ist, wie es ist."

Ducati hat keinerlei Probleme, die extrem teure R-Version zu verkaufen. Die hohe Nachfrage nach der V4R überraschte aber selbst die Italiener. Nun könnten die japanischen Hersteller den gleichen Weg einschlagen und ebenfalls 40.000 Euro teure Homologations-Modelle anbieten, die extreme Leistungen erreichen und aufwendigere Technologien beinhalten.

Spezielles Yamaha-Bike war schon ähnlich teuer

Einige Experten bezweifeln allerdings, dass Yamaha, Kawasaki und Honda für diese Maschinen ausreichend Abnehmer finden können. Dem widerspricht Denning: "Ich glaube nicht, dass es so schwierig ist für die Japaner, ein teures Motorrad zu verkaufen." Und der Yamaha-Teamchef hat ein konkretes Beispiel parat: Eine eine ganz besondere Version der R1.

"Im letzten Jahr präsentierte Yamaha die Replika der Suzuka-Maschine mit vielen Zubehör-Teilen. Der Preis lag bei 35.000 oder 40.000 Euro. Binnen fünf Minuten war alles ausverkauft. Die Nachfrage wäre schon vorhanden", bemerkt Denning. "Wir werden in Zukunft mehr Druck auf Yamaha ausüben, solche Motorräder zu bauen. Weil die Nachfrage für spezielle Maschinen vorhanden ist."

Übersicht: Listenpreise der 2020er-Serien-Bikes

Ducati Panigale V4R: 39.900 Euro
Yamaha R1M: 25.999 Euro
Kawasaki ZX-10RR: 25.995 Euro
BMW S1000RR: 18.900 Euro
Honda CBR1000RR-R Fireblade SP: (Preis noch unbekannt)

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