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MotoGP World Championship

Trotz Bestzeit zwei Schrecksekunden für Miller

3. Apr.
Motorsport Images

Foto: (C) Motorsport Images

Ducati macht am zweiten Katar-Wochenende der MotoGP-Saison 2021 - bezogen auf den Trainingsfreitag - da weiter, wo man am ersten aufgehört hatte.

Denn nachdem die beiden Ducati-Werkspiloten Jack Miller und Francesco "Pecco" Bagnaia vor einer Woche die Zeitenliste am Freitag zum Grand Prix von Katar auf den ersten beiden Plätzen abgeschlossen hatten, haben sie genau das Gleiche auch sieben Tage später in Vorbereitung auf den Grand Prix von Doha erreicht.

Miller-Schreck 1: Beinahe-Highsider in Kurve 14

Miller fuhr mit 1:53.145 Minuten Tagesbestzeit und war damit gut 0,2 Sekunden schneller als bei seiner eigenen Freitagsbestzeit vor einer Woche. Diesmal aber war die Bestzeit für "Jackass" mit zwei Schrecksekunden verbunden. Kurz vor Ende von FT2 wäre der Australier in Kurve 14 um ein Haar per Highsider von seiner GP21 abgestiegen.

"Ich habe da einfach zu stark gepusht. Aber es ist besser, eine Schrecksekunde zu erleben als einen Sturz", so Miller, der mit einem Grinsen anfügt: "Ich habe mir nicht wehgetan dabei. Die Juwelen für die Familienplanung sind sicher und gesund."

Miller-Schreck 2: Zittern um Bestzeit nach Nakagamis Sturz

Millers zweite Schrecksekunde: Während er gerade auf seiner schnellsten Runde unterwegs war, stürzte LCR-Honda-Pilot Takaaki Nakagami direkt vor ihm in Kurve 7. Der Japaner ist unverletzt geblieben, aber Miller musste zittern: "Ich kam gerade aus Kurve 6 heraus und schaute auf mein Display, um die Zwischenzeit zu checken. Als ich wieder aufschaute, sah ich plötzlich Staub. Zu diesem Zeitpunkt purzelte er noch durch das Kiesbett und ich dachte schon, dass man mir die Rundenzeit streichen wird." Dies ist nicht passiert.

"Ich fuhr direkt hinter ihm und hatte keine Chance, zu verlangsamen", spricht Miller auf die gelben Flaggen an, die aber nicht von der ersten Sekunde des Nakagami-Sturzes an gezeigt wurden. "Ich habe dann aber sowieso noch eine zweite schnelle Runde hingelegt, um zumindest sicher im Q2 zu stehen", so der Ducati-Werkspilot, um zu begründen: "Ich war mir einfach nicht sicher. Schließlich wurde ich auf genau diese Art und Weise schon mal [aus einem Q2] ausgeschlossen. Das wollte ich nicht noch einmal haben."

Bagnaia hofft, Reifenproblem gelöst zu haben

Millers Teamkollege Francesco Bagnaia schloss mit 0,313 Sekunden Rückstand als Zweiter ab. "Ich bin zufrieden mit der Arbeit, die wir heute geleistet haben", sagt der Italiener, der am vergangenen Sonntag im Rennen beim Katar-Grand-Prix mit einem abbauenden Hinterreifen zu kämpfen hatte und damit nach anfangs 14 Führungsrunden gerade so noch Dritter wurde.

Am Trainingstag zum Doha-Grand-Prix nun hat es Bagnaia "mit einer etwas anderen Abstimmung" probiert und hofft, das Problem damit gelöst zu haben: "Obwohl die Bedingungen etwas schwieriger waren als vorige Woche, hatte ich mit dem weichen Hinterreifen ein besseres Gefühl. Ich denke, ich kann mir den jetzt über die Distanz besser einteilen." Im Rennen am vergangenen Sonntag hatten alle 22 Piloten sowohl am Vorder- als auch am Hinterrad die Soft-Mischung aufgezogen.

Zarco nach Sturz nervös - Martin überrascht mit P5

Pramac-Pilot Johann Zarco sorgte als Dritter für drei Ducati GP21 auf den ersten drei Plätzen des FT2-Ergebnisses, das aufgrund der besseren Bedingungen am Abend auch das Tagesergebnis ist. Und auch Zarcos Teamkollege Jorge Martin setzte sich mit P5 stark in Szene.

Zarco aber beginnt sich langsam Sorgen zu machen. Denn im FT1 am Nachmittag legte er in Kurve 15 einen Sturz hin. Im FT2 am Abend blieb der Franzose zwar im Sattel, gibt aber zu: "Am Nachmittag war es wärmer als erwartet. Das hat mich überrascht und ich bin gestürzt. Jedes Mal, wenn ich stürze, verliere ich Zeit [für die Abstimmung des Motorrads]. Ich bin schon ein wenig nervös. Lustig ist das jedenfalls nicht. Denn natürlich wäre es besser, Stürze zu vermeiden, vor allem mit meiner Erfahrung."

Und was sagt Martin, der als Rookie direkt an seinem zweiten MotoGP-Wochenende in die Top 5 der Zeitenliste gefahren ist? "Ich habe die freien Tage genutzt, um mir das Rennen vom vorigen Wochenende anzuschauen und zu analysieren. Als ich heute auf die Strecke ging, war sich sofort viel schneller als vorige Woche, vor allem was meine Pace angeht. Mit einem frischen Reifen ist mir dann in Alleinfahrt sofort eine 1:54.0 gelungen. Da wusste ich, dass ich eine 1:53er-Zeit fahren kann, wenn ich mich an jemanden dranhänge."

"Sehr gute" Zusammenarbeit im Ducati-Lager

Vier Ducati-Piloten in den Top 5 am Freitag - einzig Yamaha-Werkspilot Fabio Quartararo konnte da als Vierter einigermaßen mithalten. Wird es im Ducati-Lager mit Blick auf das Rennen am Sonntag Absprachen geben? Zumindest Miller und Bagnaia werden an ihrer bisherigen Taktik wohl nichts ändern.

"Natürlich sprechen 'Pecco' und ich miteinander", so Miller über Bagnaia, der schon in den Jahren 2018 und 2019 damals bei Pramac-Ducati sein Teamkollege war. "Wir sprechen aber nicht zwingend darüber, was wir im Rennen machen werden. Es ist ja gerade mal das zweite Rennen der Saison. Da ergibt so etwas keinen Sinn."

"Wir versuchen einfach das Bestmögliche herauszuholen. Unsere Zusammenarbeit ist in unserem dritten gemeinsamen Jahr sehr gut. Wir haben einen tollen Weg gefunden, dem anderen bestimmte Dinge der Strecke oder des Bikes mitzuteilen. Wir arbeiten gut zusammen", unterstreicht Miller.

Und auch Zarco - in diesem Jahr die Speerspitze im Pramac-Team, das Miller und Bagnaia verlassen haben - lässt wissen: "Wir sind [bei Ducati] alle sehr gut vernetzt. Das war auch schon so als ich noch für Avintia fuhr. Alles ist sehr klar und das Potenzial der Ducati ist offensichtlich."

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