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MotoGP World Championship

Ducati: Zwei Piloten in erster Reihe, zwei andere tun sich schwerer

8. Aug.
Motorsport Images

Foto: (c) Motorsport Images

Eigentlich hatte MotoGP-Tabellenführer Fabio Quartararo (Yamaha) im Qualifying zum Grand Prix der Steiermark in Spielberg die schnellste Runde gedreht.

Weil ihm aber die Zeit aufgrund von Überschreitung der Tracklimits in Kurve 9 des Red-Bull-Rings aberkannt wurde, ist es MotoGP-Rookie Jorge Martin, der am Sonntag mit seiner Pramac-Ducati von der Pole ins Rennen gehen wird.

Für Martin ist es die zweite Pole seiner noch jungen Laufbahn in der Königsklasse. Die erste hatte er Anfang April beim Grand Prix von Doha in Losail eingefahren. Direkt am darauffolgenden Rennwochenende in Portimao stürzte der Spanier schwer und musste anschließend vier Rennen pausieren.

Jetzt, nach der Sommerpause, ist Martin wieder fit und ist direkt auf die Pole gefahren. "Ich war auf dieser Strecke schon in der Vergangenheit immer recht konkurrenzfähig", denkt der Spanier an seine Zeit in den Klassen Moto3 und Moto2 zurück, merkt aber an: "Mit einem MotoGP-Bike ist es halt doch noch etwas anderes. Ehrlich gesagt hätte nicht gedacht, hier so schnell zu sein. Heute Morgen hatte ich aber direkt ein gutes Gefühl. Zwar wäre ich auf meiner schnellsten Runde [in Q2] beinahe gestürzt, aber das Gefühl, es geschafft zu haben, ist natürlich unglaublich."

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Und wie Martin verrät, ist er nun auch fitter als noch beim letzten Rennen vor der Sommerpause, dem Grand Prix der Niederlande, den er Ende Juni mit Schmerzen hatte aufgeben müssen. "Nach dem Rennen in Assen hatte ich eine Muskelverletzung in meinem Bizeps. Die Ärzte rieten mir, mein Training für eineinhalb Wochen auszusetzen." Das hat er getan und "jetzt ist alles gut", sagt der Youngster im Pramac-Team.

Beim Start am Sonntag hat Martin einen seiner Ducati-Kollegen direkt neben sich. Francesco Bagnaia startet mit seiner Werks-Ducati von der zweiten Position. Für viele Beobachter ist "Pecco" der Favorit auf den Sieg. In der ersten Saisonhälfte fuhr er überzeugend, wenn auch noch nicht zum Sieg. Und in Spielberg gab es seit dem Comeback im MotoGP-Kalender (2016) immer einen Ducati-Sieg. Gerissen ist die Serie im vergangenen Jahr trotzdem, als Miguel Oliveira auf der Tech-3-KTM das zweite Rennen des Double-Headers für sich entschied.

Während Bagnaia für viele als Favorit gilt, versucht er selbst den Ball flach zu halten: "Ich glaube, der Unterschied zwischen den Herstellern ist in diesem Jahr geringer. In den vergangenen Jahren waren Ducati und Honda hier so viel schneller als die anderen. Das ist jetzt aber nicht mehr so. Im FP4 war ich der einzige Ducati-Pilot in den Top 6."

"Ich glaube einfach, dass sich die Dinge ein bisschen verändert haben", sagt Bagnaia und führt als Beleg dafür das Gegenbeispiel an: "In Jerez, wo Ducati normalerweise zu kämpfen hatte, haben wir in diesem Jahr den ersten und zweiten Platz belegt. Ich glaube einfach, dass die Hersteller enger zusammengerückt sind. Wir haben auf den Geraden sicherlich noch einen Vorteil. Die anderen aber haben Vorteile in den Kurven, wie es sie hier im dritten Sektor gibt. Ich glaube, ich habe eine große Chance, meinen ersten Sieg einzufahren. Ich glaube aber auch, dass es nicht so einfach wird wie viele Leute erwarten."

Bagnaias Ducati-Teamkollege Jack Miller startet als Vierter aus der zweiten Reihe. In dieser findet sich als Sechster auch Johann Zarco, der Pramac-Ducati-Teamkollege von Polesetter Jorge Martin. Miller, dem der Sprung in die Top 5 erst im Qualifying gelungen ist, erklärt: "Wir hatten bisher alle Hände voll zu tun an diesem Wochenende. Wir haben viele Dinge ausprobiert und es überhaupt nicht auf eine schnelle Runde abgesehen. Im Qualifying habe ich dann doch irgendwie eine Runde zusammengebracht, auch wenn sie nicht perfekt war."

Und Zarco, der es gerade so in die zweite Startreihe geschafft hat, gibt zu: "Ich bin nicht ganz zufrieden, vor allem was meine Fortschritte an diesem Wochenende angeht." Auf Nachfrage, was das Problem ist, antwortet der Tabellenzweite: "Beim Beschleunigen aus langsamen Kurven heraus bewegt sich das Motorrad ein bisschen zu stark. Und diese Bewegung hilft mir nicht gerade, die Stärken in den ersten drei Gängen auszuspielen. Mein Teamkollege hat aber gezeigt, wie hoch das Potenzial der Ducati hier ist."

Für das Rennen am Sonntag (Start um 14:00 Uhr) ist laut aktueller Vorhersage weiterhin Regen angesagt.

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