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Eishockey: U20-WM wegen Coronafällen vorzeitig abgebrochen

30. Dez.

Foto: GEPA pictures/ Bildbyran/ Joel Marklund

Der IIHF musste die U20-Eishockey-WM vorzeitig abbrechen. Das Coronavirus machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung.

Für Österreichs U20-Eishockey-Nationalteam war bei der WM in Edmonton der zweite Auftritt zugleich der letzte. Am Tag nach der 2:11-Niederlage gegen Mitfavorit Kanada entschied sich der internationale Verband (IIHF) dazu, das Turnier vorzeitig abzubrechen. Das Coronavirus machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Nach Titelverteidiger USA hatten sich am Mittwoch auch die Teams von Tschechien und Russland in Quarantäne begeben müssen, ehe der Abbruch erfolgte.

"Der WM-Abbruch ist natürlich sehr schade", sagte ÖEHV-Männer-Sportdirektor Roger Bader. "Vor allem für die Spieler, die sich nicht nur auf das Turnier gefreut haben, sondern alles dafür gegeben haben, um hier dabei zu sein. Der Abbruch ist jedoch die richtige Entscheidung. Wir wissen nicht, wie sich das Virus eventuell weiterverbreitet hätte. Die Gesundheit aller Beteiligten geht zu jedem Zeitpunkt vor."

Der IIHF begründete seine Entscheidung nach einem Notfall-Direktorats-Meeting mit "der anhaltenden Verbreitung von Covid-19 und der Omikron-Variante". Zuvor waren noch jene Partien der nicht angetretenen Teams mit 1:0 für die Gegner gewertet worden. Das hat jetzt keine Bedeutung mehr.

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Eishockey-WM: Zwei Niederlagen für ÖEHV

Für die von Marco Pewal gecoachten Österreicher bleiben zwei Niederlagen stehen, da es zum Auftakt ein 1:7 gegen Finnland gegeben hatte. "Die Leistungen in den drei Spielen, inklusive dem Testspiel gegen Schweden, waren absolut zufriedenstellend. Die Jungs haben alles gegeben", resümierte Bader.

Gegen Kanada trafen vor rund 4.000 Besuchern Lukas Necesany (40.) und Mathias Böhm (53./PP). Mit drei Treffern verbuchte die ÖEHV-Auswahl mehr Tore als im gesamten Turnier des vergangenen Jahres, als in vier Spielen nur ein Tor gelungen war. Für die vom ehemaligen Vienna-Capitals-Coach Dave Cameron betreuten Kanadier schoss der 16-jährige Connor Bedard vier Treffer. Dies war in diesem Alter im Rahmen einer Junioren-WM nur NHL-Legende Wayne Gretzky gelungen.

Pewal sah trotz der sich abzeichnenden hohen Niederlage auch Positives. "Es war das schwierige Spiel, das wir uns erwartet haben. Aber ich glaube, wir können teilweise auf dieser Leistung aufbauen. Wir haben das zweite Drittel 1:1 gespielt. Wir haben erstmals eine zweistellige Zahl an Torschüssen geschafft, haben über 20 Schüsse gehabt", merkte der Head Coach an.

Österreichs "Spieler des Abends" Vinzenz Rohrer sagte: "Wir können sicher das zweite Drittel mitnehmen. Wir haben 1:1 gegen Kanada gespielt, was eigentlich wirklich unglaublich ist." Erstmals gibt es nun heuer keinen Weltmeister. Dass es keinen Absteiger, wie auch schon bei der letzten Auflage, geben wird, stand bereits zuvor fest. (APA/red.)

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