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FIM Superbike World Championship

Endstation Portimao: Was macht Folger 2022?

1. Okt.
Motorcycle, Transportation, Vehicle

Foto: (C) Twitter/Jonas Folger

Jonas Folger bestreitet an der Algarve seine letzten Rennen mit BMW. Was er 2022 machen wird, steht noch in den Sternen. Er selbst grübelt noch.

Das WSBK-Wochenende in Portimao ist die Abschiedsvorstellung für Jonas Folger. Das Bonovo-BMW-Team verzichtet auf die Reisen zu den Überseerennen in Argentinien und Indonesien und beendet nach dem finalen Europa-Event die Saison vorzeitig. Offen ist, wie es 2022 bei Folger weitergeht.

Bereits beim vergangenen Wochenende sickerte durch, dass sein Bonovo-Team nicht nach San Juan und Lombok fliegen wird. „Vor dem Hintergrund der Corona-Situation verzichtet der deutsche Rennstall aus Sicherheitsgründen auf die Rennen in Übersee in Argentinien und Indonesien", heißt es in einer Mitteilung des Teams.

Folger kennt Portimao nur von der Konsole

Somit hat Folger in Portimao zum vorerst letzten Mal die Chance, Werbung in eigener Sache zu machen. Die Voraussetzungen sind nicht ideal, denn der Kurs ist für den Deutschen Neuland. „Portimao kenne ich bislang nur von Rennaufzeichnungen und Videospielen. Diese Strecke ist super anspruchsvoll", kommentiert der BMW-Pilot.

„Es wird also eine spannende Sache. Ich freue mich aber auf diese Herausforderung und hoffe auch, dass wir etwas von dem Schwung, den wir in den Jerez-Rennen geholt haben, mitnehmen können. Am vergangenen Sonntag lief es vor allem gegen Rennende sehr ansprechend, da allmählich das Gefühl für das Motorrad zurückkommt", erklärt Folger.

„Leider endet unsere Saison an diesem Wochenende, weil wir nicht nach Übersee gehen. Ich hoffe daher, und ich werde von meiner Seite alles geben, dass es ein versöhnlicher Abschluss wird", so der ehemalige MotoGP-Pilot.

Wohin steuert die Karriere von Jonas Folger?

Die deutschen Fans fragen sich, wie es 2022 bei Folger weitergeht. Nach den bisherigen Wochenenden belegt der Deutsche nur die 20. Position der Fahrerwertung. Damit kann sich Folger nur bedingt für einen Platz in der Superbike-WM empfehlen. Das Abenteuer mit BMW geht einvernehmlich zu Ende, denn mit der M1000RR bildete Folger keine gute Verbindung.

„Ich kann noch nicht viel dazu sagen", grübelt Folger mit Blick auf 2022. „Ich habe keine konkreten Pläne und habe auch nicht viel Auswahl. Ich werde nicht in einem Team fahren, in dem ich kein Geld verdiene. Das mache ich einfach nicht. Die Situation ist ähnlich wie beim Sandro Cortese."

„Ich könnte natürlich weiter für Michael Galinski und mit meinem Team fahren. Ich bin super glücklich darüber. Wir sind eng befreundet. Wir haben auch sehr viel Spaß. Doch es ist einfach schwierig. Noch so ein Jahr verkraftet keiner von uns. Deshalb haben wir uns entschieden, dass ich nicht mit BMW weitermache, auch wenn ich mir natürlich gewünscht hätte, dass es besser harmoniert", bedauert Folger im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Kein Happy-End bei der „Traumehe" mit BMW

"Ich finde es extrem schade, weil es eine coole Sache war zu Beginn. Es hat einfach gepasst - deutscher Hersteller, deutsches Team und ich als deutscher Fahrer. Ich habe mich richtig gefreut auf das Projekt", erklärt Folger. „Aber nach dieser schwierigen Saison ist es für beide Seiten das Beste, einen Wechsel zu vollziehen."

Eine Möglichkeit könnte der Wechsel in die Supersport-WM sein, die 2022 komplett überarbeitet wird. „Das Thema wurde angesprochen und ist noch nicht vom Tisch. Aber ich kann es mir nicht richtig vorstellen, meinen Fahrstil noch einmal umzustellen", gesteht der langjährige Grand-Prix-Pilot.

„Ich müsste intensiv testen und mich umstellen. Ich will so fahren, wie ich es natürlich mache und das ist auf einem anderen Motorrad möglich", bemerkt Folger und deutet damit auf die Erfolge mit der Yamaha R1 hin. Im vergangenen Jahr dominierte der Deutsche die IDM und holte souverän den Titel.

Das ist aber keine Hilfe für 2022. „Ich weiß noch nicht, was sich final ergibt, ob Langstrecke oder ob sich in diesem Fahrerlager etwas ergibt mit einem anderen Fabrikat", grübelt Folger. „Ich kann noch nicht viel dazu sagen."

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