Erste Bank Open: Zverev feiert ersten Wien-Triumph

31. Okt.

Foto: GEPA Pictures / Walter Luger

Es war eine großartige Tennis-Show: Alexander Zverev setzt sich im Wien-Finale gegen Frances Tiafoe durch - der deutsche Olympiasieger fixiert seinen fünften Saison-Titel.

Einen würdigen Schlusspunkt hinter eine außergewöhnliche Turnier-Woche haben am Sonntag Alexander Zverev und Frances Tiafoe im Finale des Erste Bank Open in Wien gesetzt. Der 24-jährige Olympiasieger aus Deutschland kürte sich vor 7.600 Fans gegen den Überraschungs-Mann aus den USA nach 1:35 Stunden mit 7:5 und 6:4 zum neuen Champion. Zverev ist damit der erste deutsche Wien-Sieger seit Tommy Haas 2013 und holte schon den insgesamt 18. Titel seiner Karriere, den fünften in der laufenden Tennis-Saison.

Nachdem schon Turnierchef Herwig Straka von einer großartigen Woche geschwärmt hatte, standen auch Zverev und Tiafoe dem nicht nach. "Das war eine der schönsten Wochen des Jahres für mich. Ich hoffe, es wird nicht das letzte Mal sein, und komme nächstes Jahr wieder", sagte Zverev bei der Siegerehrung auch in Richtung Straka.

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Erster deutscher Wien-Sieger seit 2013

Sehr emotional und sympathisch waren auch seine Worte in Richtung Publikum, das in Zeiten der Corona-Pandemie dank 2G-Konzept für tolle Stimmung sorgte. "Ich habe es oft gesagt, der Sport hat Zuschauer vermisst. Es war unglaublich besonders, Tausende Menschen wieder zu sehen. Ihr habt uns gezeigt, wie schön es sein kann vor vollen Stadien zu spielen. Ich bin überglücklich, dass ich gleich diese Trophäe hochheben kann, bis nächstes Jahr!"

Zverev, der schon länger für die ATP Finals qualifiziert ist, darf sich über 500 Zähler für das ATP-Ranking und einen Sieger-Scheck in Höhe von 275.074 Euro freuen. Für Tiafoe blieben 300 Punkte sowie 162.000 Euro als Gage. Der 23-jährige US-Amerikaner wird sich im Ranking von Platz 49 auf 41 verbessern, Zverev bleibt weiterhin Vierter. Im Head-to-Head mit Tiafoe stellte Zverev mit seinem Wiener Finalsieg auf 6:1.

Für Tiafoe war es gar "die beste Woche meines Lebens". "Mann, bin ich müde. Danke an euch Fans, ihr seid wie verrückt hinter mir gestanden. Das ist sehr emotional für mich." Tiafoe, der auch viel Zuspruch von Zverev erhielt, den er laut eigener Aussage schon seit über einem Jahrzehnt kennt, holte sich in Wien viel Selbstvertrauen. "Ich kann es nicht erwarten, was 2022 auf mich wartet."

Zverev mit viel Lob für Tiafoe

Zuvor hatte Tiafoe, der nach seinem Lauf von der Qualifikation, in der er u.a. Lucas Miedler knapp mit 6:7(5), 6:4 und 6:3 ausgeschaltet hatte, bis ins Endspiel seine letzten Kräfte aufgebracht. Wieder versuchte er, durch das Spiel mit dem Publikum das Momentum energetisch an sich zu reißen. Doch der erfahrene Zverev war damit letztlich kaum zu beeindrucken.

Ein Break zum 7:5 im ersten Satz und eines zum 6:4 im zweiten bedeuteten den Sieg für den Hamburger. Zverev meinte danach in Richtung seines Gegners, dass er diesen bald in den Top 10 erwartet. "Wenn Du Deinen Scheiß zusammenhältst", mahnte der Deutsche scherzhaft. Und fügte an: "Das Tennis braucht Dich!"

Auch bei seiner neuen Freundin, der Schauspielerin Sophia Thomalla, bedankte sich Zverev. "Danke, dass Du an meiner Seite bist seit neuerdings. Ich hoffe, das wird nicht das letzte Mal sein, dass wir zusammen eine Trophäe anfassen. Noch mindestens zehn Jahre musst Du es mit mir aushalten auf der Tour." (APA/red.)

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