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MotoGP World Championship

Espargaro: „Man sollte Bikes schwieriger fahrbar machen”

4. Nov.
Motorsport Images

Foto: (C) Motorsport Images

Die Diskussion um die Verbesserung der Sicherheit in den Nachwuchsklassen geht weiter. Einige MotoGP-Piloten haben dahingehend Verbesserungsvorschläge.

Motorrad-Weltverband FIM und MotoGP-Promoter Dorna wollen in Zukunft die Sicherheit in den Nachwuchsrennserien unterhalb der WM, aber auch in der Moto3 verbessern. Als unmittelbare Maßnahme wird das Mindestalter angehoben. Ab 2023 darf man erst mit 18 in die Moto3-WM einsteigen.

Einige MotoGP-Fahrer halten das für den richtigen Schritt, andere reagierten gespalten. Aber einige Fahrer stoßen auch weitere, grundlegendere Maßnahmen in den Nachwuchsklassen an. Das betrifft auch technische Änderungen.

„Als ich in der spanischen Meisterschaft gefahren bin", sagt Alex Marquez, spanischer Moto3-Meister 2012, „gab es viel weniger Klassen und weniger Starter. Oder zum Beispiel gibt es jetzt zehn Rennen, früher waren es sieben. Mit mehr Startern und mehr Rennen steigt das Risiko."

„Ich denke, es wäre gut, wenn man die Nachwuchsklassen etwas reduziert und klarer wird, in welcher Serie man von 12 bis 14 und von 14 bis 16 fährt. Vielleicht sollte es auch eine Regel geben, dass man zwei Jahre in der Moto3 sein muss, bevor man in die Moto2 aufsteigt."

Pol Espargaro: Bei den 125ern nicht so große Gruppen

Pol Espargaro war im Jahr 2006 spanischer 125er-Meister. Im gleichen Jahr debütierte er in der 125er-WM. In seinem ersten Rennen wurde der Spanier 13. Damals war Espargaro 15 Jahre und acht Tage alt. Er ist der jüngste Fahrer, der jemals WM-Punkte gesammelt hat.

„Diese Motorräder sind so langsam", sagt Espargaro über die aktuelle Moto3. „Sie sind nicht einfach, aber sie sehen einfach aus. Jeder kann mehr oder weniger die gleiche Pace fahren. Um etwas zu machen, müssen sie knapp am Vordermann dranbleiben, was auch problematisch ist."

„Vielleicht sollte man darüber nachdenken, die Motorräder schwieriger fahrbar zu machen. Nicht wie die 125er, denn sie waren am Gas sehr aggressiv. Aber bei den 125ern hat man am Rennende nicht so große Gruppen gesehen. Da haben nicht 15 Fahrer um den Sieg gekämpft."

Jack Miller: Schlechtere Reifen wären eine Lösung

In die gleiche Kerbe schlägt Jack Miller, der im Jahr 2011 im Alter von 16 Jahren IDM-Meister in der 125er-Klasse wurde. Auch er kritisiert die aktuellen Moto3-Bikes von KTM und Honda: „Man braucht nicht das Gefühl, diese technische Finesse, um dabei zu sein."

„Meiner Meinung nach müsste etwas bei den Motorrädern und Reifen getan werden. Man sollte entweder die Motorleistung erhöhen, oder den Grip der Reifen reduzieren. Für die aktuellen PS sind die Reifen zu gut. Die Motorräder sind zu einfach zu fahren."

„Highsider sieht man tendenziell erst gegen Rennende, wenn der Reifen nachlässt und die Jungs keine Ahnung haben was passiert. Im Qualifying sieht man kaum Highsider, weil die Reifen zu gut sind und die Motorräder zu wenig Leistung haben, um den Hinterreifen durchdrehen zu lassen."

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Mindestalter: Sinnvoll?

Windschatteneffekt zu hoch

Alle Motorräder im Feld sind praktisch auf dem gleichen Niveau. Die Motoren werden den Teams zugelost, um für Chancengleichheit zu sorgen. Der Windschatteneffekt spielt bei den 60 PS starken Motorrädern auf den großen Grand-Prix-Strecken eine wesentliche Rolle.

„Wenn sich zum Beispiel in Mugello ein großer Zug bildet und man im kurvigen Teil eine Zehntelsekunde verliert, bleibt man mit dem Windschatten trotzdem in der Gruppe und sorgt für Chaos." Früher hätte sich laut Miller eher die Spreu vom Weizen getrennt.

Denn jetzt fällt man nicht auf natürliche Weise zurück, wenn man im technisch anspruchsvollen Abschnitt schlicht nicht gut genug ist. Denn der Windschatten kompensiert alles. Lücken können problemlos wieder zugefahren werden.

Außerdem sollten seiner Meinung nach Rookies nicht ab dem ersten Rennen Topmaterial zur Verfügung haben: „In der 125er-Klasse und zu Beginn der Moto3 musste man sich Schritt für Schritt verbessern. Man hat nicht sofort eine Werksmaschine im ersten Jahr bekommen, sondern man musste sich das verdienen. Dadurch wird man natürlich auch älter und reifer", glaubt Miller.

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