F1-Experte Philipp Eng: “Am Kräfteverhältnis wird sich nicht viel ändern”

8. Feb.

Foto: ServusTV / Leo Neumayr

Neue Autos, neue Reifen, neue Regeln: Die Spannung vor der Formel-1-Saison 2022 steigt. Im Sport-Talk blickte eine hochkarätige Runde auf die Königsklasse voraus.

ServusTV-Experte Philipp Eng vermutet, dass die Formel 1 auch heuer wieder ein Titel-Duell zwischen Red Bull Racing und Mercedes erleben wird. Rallye-Idol Sebastien Loeb will nicht bei allen WRC-Stopps starten. Und Motorrad-Insider Heinz Kinigadner verrät, was KTM vor der neuen MotoGP-Saison noch fehlt. Das waren die Highlights im aktuellen Sport und Talk aus dem Hangar-7 - hier noch einmal die besten Aussagen aus der Sendung:

Formel 1: Das Fieber steigt - Vorschau auf die neue Saison

„Er ist ein absoluter Racer und Vollblut-Sportler und kann mit dem achten Weltmeister-Titel Geschichte schreiben. Und den will er sich sicher nicht nehmen lassen. Ich bin mir sehr sicher, dass er am Start stehen wird.“
(Philipp Eng geht davon aus, dass Lewis Hamilton tatsächlich zurückkehrt)

„Du hast als Top-Team noch immer diesen Technologie- und Wissensvorsprung. Ich glaube nicht, dass sich am Kräfteverhältnis viel ändern wird. Es würde mich wundern.“
(Philipp Eng erwartet wieder ein Duell zwischen Red Bull Racing und Mercedes)

„Es wäre eine super Geschichte. Und meiner Ansicht nach hätte er es verdient. Er hat bei Haas ein gutes Lehrjahr hingelegt. Wenn man auf seine Karriere zurückschaut, hat er in der Formel 4, Formel 3 und Formel 2 jeweils etwas gebraucht, um hineinzukommen. Im zweiten Jahr hat er aber immer den Titel gewonnen.“
(Philipp Eng über ein mögliches Ferrari-Engagement von Mick Schumacher)

„Es ist ein super Signal für die Formel 1. Es beweist, dass diese Klasse das beste fahrende Labor für die Straßen-Autos ist.“
(Philipp Eng begrüßt die weitere Zusammenarbeit zwischen Red Bull Racing und Honda)

„Den Job kann man mit einem Schiedsrichter beim WM-Finale im Fußball vergleichen. Wenn gepfiffen wird, gibt es immer einen, der profitiert und einen, der verliert. Ich finde, er hat es ganz gut gemacht.“
(Philipp Eng stimmt nicht in die Kritik an Formel-1-Rennleiter Michael Masi ein)

Sport & Talk: Highlights
+ mehr Sport & Talk

Talk: Abseits des Asphalts - die Könige des Offroad-Sports

„Uns verbindet die Leidenschaft für den Sport. Wenn man so viele Jahre aktiv ist und auch gewinnt, lebt man für den Motorsport. Du musst Dich voll reinhängen und brauchst volle Energie, Motivation und Disziplin, um dich weiterzuentwickeln. Aber wenn es Spaß macht, tut man das gerne. Ich betrachte es nicht als Arbeit.“
(Sebastien Loeb über Vergleiche mit Michael Schumacher und Valentino Rossi)

„Wenn ich dieses Jahr einen Titel anstrebe, ist es der beim Rally Raid und nicht in der WRC. Ich bin Zweiter bei der Dakar geworden, und will da jetzt natürlich weitermachen. Die Extreme E fahre ich auch. Parallel kann man keine komplette WRC-Saison bestreiten.“
(Sebastien Loeb peilt nicht seinen zehnten Titel in der Rallye-WM an)

„Früher war es mehr ein großes Abenteuer, überhaupt hinzukommen. Heute kämpfen die Burschen um Sekunden. Allein das Zuschauen tut schon weh. Sie springen über jede Düne ohne zu wissen, was dahinter ist. Das ist grenzwertig.“
(Heinz Kinigadner sieht kaum mehr Parallelen zwischen der Dakar der 90er-Jahre und heute)

„Mein Vertrag läuft Ende des Jahres aus und ist noch nicht verlängert. Ich war letzte Woche bei KTM, es schaut nicht so schlecht aus. Die Leidenschaft, die Energie, die Motivation sind definitiv noch vorhanden.“
(Matthias Walkner hofft, auch in Zukunft für KTM zu fahren)

„Es ist lässig, weil Du so viel siehst. Du fährst 200, 300, 500 Kilometer und siehst in einem Rallye-Rennen mehr als in einem ganzen Jahr Motocross.“
(Matthias Walkner über die Faszination des Rallye-Sports)

„Es ist sehr viel neu. Am Motorrad hat es einige Änderungen gegeben, zum Beispiel mehr PS. Aber es dauert einfach ein bisschen. Miguel Oliveira hatte zuletzt fünf Zehntel Rückstand. Wir hatten etwas Grip-Probleme, aber das hat mit Abstimmungsarbeit zu tun.“
(Heinz Kinigadner über den Stand des KTM-Bikes für die MotoGP-Saison 2022)

„Man kann sich ja nicht immer eine Strecke mieten. Leider rutscht man beim Motocross auch sehr schnell aus und bricht sich das Schlüsselbein oder den Finger. Aber alle MotoGP-Fahrer sind im Offroad durch die Bank sehr stark unterwegs.“
(Heinz Kinigadner zieht seinen Helm vor den Offroad-Fähigkeiten der Straßenfahrer)

Direkt zu:
Empfohlene Videos