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F1-Kostendiskussion: Jetzt droht Ferrari sogar mit Ausstieg

23. Apr.

Foto: GEPA Pictures / XPB Images / Bearne

Im Streit um weitere Senkungen der Ausgaben-Grenze in der Formel 1 droht Ferrari jetzt sogar mit dem Ausstieg aus der Königsklasse. Der Traditions-Rennstall sperrt sich mit Macht gegen die vor allem von den kleineren Privatteams geforderte Reduzierung des Budget-Limits auf deutlich unter 138 Millionen Euro.

Teamchef Mattia Binotto sagte dazu der britischen Zeitung "The Guardian": "Das geht nicht ohne weitere signifikante Einsparungen, insbesondere im Bereich der Arbeitskräfte. Sollte es noch weiter runtergehen, wollen wir nicht in eine Position gebracht werden, nach anderen Optionen schauen zu müssen, wo wir unsere Renn-DNA entfalten können."

Ferrari-Ausstieg wäre der "Worst Case" für die F1

Eine möglicher Ausstieg der Scuderia würde die Renn-Serie ihres schillerndsten Teams berauben. Der italienische Rennstall gehört als einziger seit 1950 ohne Unterbrechung der Formel 1 an. In diesem Jahr hätten die Roten bei normalem Saison-Verlauf ihr 1.000. Rennen gefeiert. Die Verantwortlichen des Teams wissen auch um die Strahlkraft der Marke aus Maranello. Inwiefern andere Renn-Serien für Ferrari aber wirklich eine Alternative zur Motorsport-Königsklasse sein könnten, ist offen.

Die schwierigen Diskussionen um die Budget-Grenze waren durch die Corona-Krise neu entflammt. Die Teams hatten sich bereits auf eine Absenkung des beschlossenen Etat-Limits pro Jahr und Team von 161 auf 138 Millionen Euro geeinigt. Doch das reicht einer Reihe von Rennställen und dem Automobil-Weltverband (FIA) nicht. Im Gespräch war zuletzt eine schrittweise Reduzierung auf rund 110 Millionen Euro.

"Wir sind uns alle bewusst, dass die Formel 1 und die ganze Welt durch die Coronavirus-Pandemie besonders schwere Zeiten durchleben. Es ist aber nicht die Zeit, voreilig zu handeln. Denn dann geht man das Risiko ein, Entscheidungen in dieser Not-Situation zu treffen, ohne alle Konsequenzen durchdacht zu haben", meinte Binotto. Neben Ferrari gilt auch Red Bull als Gegner einer weiteren Budget-Senkung. (APA/red.)

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