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Sport und Talk aus dem Hangar-7

Felix Neureuther: “Das ganze System ist extrem aufgebläht”

23. Feb.
Person, Human, Man

Foto: ServusTV/Leo Neumayr

Katharina Liensberger, die Doppelweltmeisterin von Cortina, erklärt, warum sie bei ihren Goldläufen nicht nervös war und dass in Zukunft auch der Gesamtweltcup ein Thema ist. Felix Neureuther fand nicht alles bei den Titelkämpfen gut und ist wie Alex Antonitsch über den harten Lockdown im Sport entsetzt. Und Lisa Hauser berichtet von ihrer Angst auf der Schlussrunde des WM-Massenstarts. Das waren die wichtigsten Aussagen der aktuellen Ausgabe von "Sport & Talk aus dem Hangar-7":

Ski Alpin: Katharina Liensberger im Gespräch

„Am Semmering habe ich erstmals gemerkt, dass ich gewinnen kann. Ab dem Zeitpunkt war der Glaube da. Die Rennen waren ja immer ganz knapp. Deshalb haben mir die Hundertstel auch nicht wehgetan.“
Katharina Liensberger über den Moment, an dem sie an den WM-Titel zu glauben begann.

„Sie waren die Favoritinnen, auf die man aufgeschaut hat. Umso schöner war es, mit ihnen am Podest zu stehen. Sie haben den Skisport auf ein höheres Level gebracht. Ich wollte schon meinen eigenen Stil entwickeln, aber man braucht auch jemanden, an den man sich orientieren kann.“
Katharina Liensberger über die Inspiration durch Mikaela Shiffrin und Petra Vlhová.

„Ich habe mich aufs Wesentliche konzentriert, eine Freude beim Fahren gehabt und gar nicht überlegt, was passieren kann.“
Katharina Liensberger über ihre Gelassenheit vor dem zweiten Slalom-Durchgang.

„Die Speed-Disziplinen sind sehr reizvoll. Aber was ich mache, möchte ich auch gut machen. Also alles zum richtigen Zeitpunkt.“
Katharina Liensberger über etwaige Ambitionen im Gesamtweltcup.

Biathlon: Lisa Hauser exklusiv

„Weil es im Jänner schon so gut gegangen ist, war ich überrascht, dass es jetzt läuferisch fast noch besser gepasst hat. So richtig hingetimed haben wir es nicht, sondern eher geschaut, dass die Form bis zur Weltmeisterschaft aufrecht bleibt.“
Lisa Hauser rechnete selbst nicht mit ihrer guten Laufform.

„Ich habe mich schon in den letzten Jahren stetig gesteigert. Und heuer bin ich auch läuferisch besser geworden. Das macht es schlussendlich aus. Im Jänner habe ich dann auch meine Schussform wieder gefunden.“
Lisa Hauser legte zu ihrer bestandenen Stärke am Schießstand nun auch in der Loipe zu.

„20 Sekunden reichen normalerweise aus. Ich habe nur Angst gehabt, dass ich bei der Abfahrt zu Sturz komme oder einen Stockbruch habe. Auf den letzten 300 Metern konnte ich es dann richtig genießen.“
Lisa Hauser über ihre Befürchtungen auf der Schlussrunde.

Ski Alpin: Der WM-Rückblick - mit Felix Neureuther

„Das ganze System ist extrem aufgebläht, nicht nur im Skisport. Im Schwimmen gewinnt Michael Phelps neun Goldene, im Biathlon ist es ähnlich. Es entwertet die einzelne Medaille. Mit den ganzen Verschiebungen hast du auch keinen Puffer mehr. Wann können sich die Athleten erholen?“
Felix Neureuther über die vielen Bewerbe bei Großveranstaltungen.

„Der Parallelbewerb hat nichts bei einer Weltmeisterschaft zu suchen. Um zu gewinnen, musst du nicht der beste Skifahrer sein. Für mich bedeutet Skifahren, dass die besten Skifahrer die steilsten Hänge und die schwierigsten Kurse bei den schwierigsten Bedingungen hinunterfahren.“
Felix Neureuther würde das WM-Programm straffen.

Felix Neureuther ist kein Fan der Kombination

„In der Kombination ist das Reglement so oft geändert worden, die Leute kennen sich gar nicht mehr aus. Du musst es aber so einfach wie möglich machen.“
Felix Neureuther ist kein Fan der alpinen Kombination.

„Das Niveau in der Kombination ist nicht hoch, weil nur wenige Läufer beide Disziplinen fahren können. Den Teambewerb finde ich ok, nur sind bei der WM die Besten nicht am Start. Eine Shiffrin konzentriert sich auf ihre Kerndisziplinen, in denen eine Medaille für sie den höchsten Wert hat. Da riskierst du im Teambewerb sicher keine Verletzung.“
Marlies Raich versteht, warum die Top-Läuferinnen nicht überall antreten.

Talk: Helden von morgen

„Kinder dürfen mit dem Test, den sie für die Schule brauchen, am Nachmittag nicht in den Verein, aber in die Shopping City. Das versteht kein Mensch.“
Alexander Antonitsch kann die restriktiven Corona-Maßnahmen nicht nachvollziehen.

„Sport wird immer als Problem gesehen. Sport ist aber Teil der Lösung. Das Contact Tracing funktioniert nicht mehr, weil ich nicht weiß, was ich mit den Kindern tun soll. Ich schicke sie in Shopping Center statt zum Sportverein. Wenn ich einen Tennisplatz buche, muss ich ja meinen Namen bekanntgeben.“
Alexander Antonitsch über die Rolle, die der Sport in der Pandemie einnehmen könnte.

„Am Freitag soll wieder ein Gipfel stattfinden, bei dem man sich die Konzepte der Sportverbände anhört. Die gibt es ja alle. Es hat sich jeder Gedanken gemacht, der etwas mit Sport zu tun hat. Die Politik muss sich jetzt schnell etwas einfallen lassen.“
Alexander Antonitsch kritisiert die politische Tatenlosigkeit in Sportfragen.

„Wenn man sich anschaut, wie viele Politiker schon mal Sport betrieben haben, sagt es eh schon alles.“
Felix Neureuther glaubt, die Ursache des Problems zu kennen.

Felix Neureuther über die Selbstvermarktung mancher Sportler

„Jeder Aktive muss sich bewusst sein, welche Verantwortung er in der Öffentlichkeit hat. Ihm ist aber oft wichtiger, etwas Cooles auf Social Media zu posten. Das Leuchten in den Augen der Kinder hat mir immer mehr gegeben.“
Felix Neureuther über die Selbstvermarktung mancher Sportler.

„Ich habe mit zehn Jahren bei der WM in Saalbach die Petra Kronberger gewinnen gesehen und mir gedacht, das will ich auch einmal machen.“
Marlies Raich über die Vorbild-Wirkung von Spitzenathleten.

„Was jetzt angerichtet wird, ist uns noch gar nicht bewusst. Wir dürfen nicht vergessen, dass schon davor zu wenige Kinder Bewegung gemacht haben.“
Alexander Antonitsch weist auf lange bestehendes Problem hin.

„Ob die Kinder Spitzensportler werden oder nicht, ist vollkommen egal. Die nächste Generation wird einmal den ganzen Laden Österreich führen. Es heißt immer, das Gesundheitswesen sei nicht mehr finanzierbar. Das ist auch klar, wenn kranke Leute produziert werden.“
Philipp Schörghofer über den gesundheitlichen Aspekt des Sports.

Die ganze Sendung zum Nachsehen:

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