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Honda-Philosophie bleibt: Fokus nur auf Marc Marquez

15. Sept.

Foto: Motorsport Images

Obwohl ohne ihn die Ergebnisse ausbleiben, legt Honda den Fokus bei der Entwicklung weiterhin auf Marc Marquez. "Er ist der beste Fahrer der Welt", stellt Teamchef Alberto Puig klar.

In der laufenden MotoGP-Saison hat Marc Marquez die einzigen Top-Ergebnisse für Honda eingefahren. Auf dem Sachsenring holte er sich den Sieg, und zuletzt beim Aragon-Grand-Prix lieferte er sich ein enges Duell mit Francesco Bagnaia (Ducati). Am Ende musste sich der Ex-Weltmeister mit Platz zwei knapp geschlagen geben.

Sowohl der Sachsenring als auch das MotorLand Aragon gelten seit jeher als "Marquez-Strecken". Beide Kurse weisen mehr Links- als Rechtskurven auf. Das kommt dem Spanier aktuell umso mehr zugute, nachdem sein rechter Arm ihn noch immer beim Fahren einschränkt.

In Aragon war Marquez zuletzt wieder mit einem neuen, anderen Chassis als die übrigen Honda-Fahrer unterwegs. Die Japaner konzentrieren sich mit ihm auf die Weiterentwicklung ihres Bikes. Ihr Ziel: Die Saison 2022 vorzubereiten, um dann wieder einen Angriff auf den WM-Titel zu starten.

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Honda zu sehr auf Marquez fixiert?

Seit einigen Jahren gibt es an Honda deshalb immer wieder Kritik. Man konzentriere sich ausschließlich auf Marquez, und die Bedürfnisse der anderen Fahrer werden außer Acht gelassen, heißt es. Konsequenz: Während der langen Verletzungspause des Ex-Weltmeisters blieben die Ergebnisse aus.

"Unsere Philosophie wird sich in keinster Weise ändern", stellt Teamchef Alberto Puig gegenüber der spanischen Edition von 'Motorsport.com' klar. "Marc ist nicht einfach nur ein Fahrer. Er ist auch nicht einfach nur der beste Honda-Fahrer. Er ist der beste Fahrer der Welt!"

"Wir haben einen langen Vertrag mit ihm. Und wir werden alles tun, damit er ein Motorrad hat, das er verdient. Natürlich ist auch Pol sehr wichtig. Aber Marcs Statistik spricht für sich selbst." Auch in der aktuellen Saison ist er bester Honda-Fahrer.

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Marquez auch aktuell bester Honda-Pilot

Obwohl Marquez die ersten beiden Saison-Rennen verpasst hat, ist er nach 13 Grands Prix mit 79 Punkten WM-Zehnter. Takaaki Nakagami ist 13. (64 Punkte), Pol Espargaro 14. (55 Punkte) und Alex Marquez 15. (49 Punkte).

Seinen Einsatz muss Marquez aber auch mit vielen Stürzen bezahlen. Kein anderer Fahrer ist bislang so oft zu Boden gegangen wie er. Seine Statistik weist an elf Wochenenden insgesamt 18 Stürze aus. Ein Beleg dafür, dass er trotz seiner körperlichen Einschränkung ans Limit geht.

"Wissen Sie, warum ich keinen Zweifel habe, dass Marc wieder der Alte wird? Weil er nach wie vor keine Angst hat", sagt Puig. "Er hatte eine lange Pause, und ist nach seinem Comeback wieder bei hohem Tempo gestürzt. Aber er ist wieder aufgestanden und noch schneller gefahren als zuvor."

"Bei einem Rennfahrer macht die Angst den Unterschied aus zwischen denen, die vorne sind, und denjenigen, bei denen das nicht der Fall ist. Wer sich verletzt, ist erst acht Zehntel hinter der Spitze. Dann eine Sekunde, schließlich zwei - und dann geht er nach Hause."

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