FIA Formula One World Championship

Formel 1: Alfa Romeo behält Räikkönen und Giovinazzi

30. Okt. 2020

Foto: GEPA/ FIA Pool Image/ Pool via XPB Images

Die Zukunft von Kimi Räikkönen ist geklärt: Der Finne bleibt auch in der Saison 2021 der Formel 1 erhalten.

Das Formel-1-Team Alfa Romeo setzt auch in der kommenden Saison auf Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi als Stammpiloten. Der Rennstall aus der Schweiz verkündete die Verlängerung der Verträge mit beiden Fahrern am Freitag vor dem Rennen in Imola. Bei Alfa Romeo ist damit im kommenden Jahr kein Cockpit für Mick Schumacher frei. Zuletzt war darüber spekuliert worden, dass der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher 2021 bei dem Team sein Debüt geben könnte.

Kein Fahrer hat mehr Starts in der Formel 1

Der 41-jährige Finne Räikkönen bestritt zuletzt in Portugal seinen 325. Grand Prix, kein Rennfahrer hat mehr Starts in der Formel 1. Das kommende Jahr wird also seine 19. Saison in der Rennserie. Das Team sei für ihn "wie eine zweite Familie", sagte Räikkönen. Der 26-jährige Italiener Giovinazzi erhält auch eine weitere Chance. Alfa Romeo wird von Ferrari mit Motoren und technischer Hilfe unterstützt.

Schumacher zu Haas?

Der Deutsche Schumacher könnte nun vom Haas-Rennstall unter Vertrag genommen werden. Das US-Team hat für die neue Saison nämlich noch keinen Fahrer. Auch Haas hat eine technische Partnerschaft mit Ferrari. Schumacher wird in der Fahrer-Akademie der Scuderia ausgebildet und führt kurz vor Saisonende die Formel-2-Gesamtwertung an.

Formel 1: Dunkle Erinnerungen bei Kurzbesuch in Imola

Den Schatten dieser Tragödie werden Imola und die Formel 1 wohl nie mehr los. Wenn die Rennserie am Wochenende nach 14 Jahren Pause in das Autodromo Enzo e Dino Ferrari zurückkehrt, wird die quälende Erinnerung an das schwarze Wochenende am 30. April und 1. Mai 1994 mit dem Tod des Österreichers Roland Ratzenberger und von Ayrton Senna wieder wach.

Erstmals seit 2006 stellt sich die Formel 1 wieder am Ort des Geschehens diesen Erinnerungen. Weil viele andere Veranstalter wegen der Corona-Pandemie ihre Rennen absagen mussten, bekommt Imola eine neue Chance. Angesichts der mahnenden Ereignisse von 1994 ist es durchaus erstaunlich, dass die Formel 1 ein Experiment mit einem verkürzten Rennwochenende wagt.

Die Fahrer müssen komplett aber auf die drei Trainingsstunden am Freitag verzichten und nach einer nur 90-minütigen Übungseinheit am Samstag direkt die Qualifikation fahren. Bis auf den Finnen Kimi Räikkönen ist keiner der Piloten je in einem Formel-1-Auto in Imola gestartet, seit dem letzten Grand Prix hier wurde die Strecke zudem umgebaut.

Mercedes vor siebenten Titel in Folge

Für Piloten und Ingenieure wird das Kurz-Gastspiel jedoch zu einer Fahrt ins Ungewisse - fast ohne Erfahrungswerte und mit kaum Zeit zur Abstimmung der sensiblen Boliden. "Wir gehen von einem arbeitsreichen Training aus", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der mit seinem Rennstall am Sonntag (13.10 Uhr) zum siebenten Mal in Serie Konstrukteurs-Weltmeister werden kann. (APA/red.)