Formel 1: Charles Leclerc mit Bestzeit in Baku

10. Juni

Foto: GEPA pictures/ XPB Images/ Bearne

Formel 1 in Baku: Charles Leclerc tankte zwei Wochen nach dem enttäuschenden Monaco-Heimspiel als Tages-Schnellster Selbstvertrauen. 

Das enttäuschende Monaco-Heimspiel abgehakt, den ersten Sieg seit zwei Monaten im Visier: Ferrari-Star Charles Leclerc hat zum Auftakt des Großen Preises von Aserbaidschan einen starken Ersteindruck hinterlassen. Denn: Der Monegasse drehte im Freitagstraining der Formel 1 in 1:43,224 Minuten die schnellste Runde und ließ seine Oracle Red Bull Racing-Rivalen Max Verstappen und Sergio Perez hinter sich. 

Leclerc, der am Ende der Session Probleme mit dem Motor meldete, lag mehr als zwei Zehntelsekunden vor dem zweitplatzierten Baku-Spezialisten Sergio Perez. Leclerc ist der Fahrer-WM der Formel 1 unter Zugzwang geraten. Denn: Sein einst komfortable Führung ist dahin, in den letzten vier Rennen stand der 24-Jährige nur einmal auf dem Podest. 

Perez, der das Rennen am Kaspischen Meer im Vorjahr gewonnen hatte, war seinerseits eine Zehntelsekunde schneller als Weltmeister und Teamkollege Max Verstappen. Der Niederländer will im Formel-1-Rennen am Sonntag (ab 11:20 Uhr live bei ServusTV Österreich und ServusTV On) erstmals das Podium in Baku erreichen, erlebte allerdings einen holprigen Auftakt. Technische Probleme am wackelnden Heckflügel bremsten den Titelverteidiger jedoch aus. WM-Spitzenreiter Verstappen stand in Aserbaidschan noch nie auf dem Podium und hat keine guten Erinnerungen an die Strecke am Kaspischen Meer. 

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Formel 1 in Baku: Hamilton nur 12.

Sebastian Vettel (Aston Martin) beendete das Training auf dem elften Rang. "Es war ganz okay, wir haben gut in den Rhythmus gefunden. Wir wissen ungefähr, wo wir hinmüssen. Es muss noch ein bisschen was kommen, wir sind sicher, es kommt noch was", sagte Vettel. Formel-1-Rekordchampion Lewis Hamilton kämpfte im Mercedes mit dem weiterhin starken Bouncing der Silberpfeils, der Brite wurde nur Zwölfter. 

Einen Fehlstart erwischte jedoch Mick Schumacher, der sich in Baku eigentlich gegen die größer werdende Kritik an seinen Leistungen beweisen will. Der 23-Jährige musste nämlich seinen Haas gleich zu Beginn der ersten Session mit einem großen Leck im Kühlsystem abstellen. Im zweiten Training reichte es dann nur zum 19. Platz.

Schumacher steht nach seinem neuerlichen Totalschaden in Monaco vor zwei Wochen unter Druck. Teamchef Günther Steiner hatte ein Crash-Verbot erteilt. "Irgendwann gehen uns die Autos aus, wir schaffen es dann einfach nicht mehr, sie herzustellen", hatte Steiner am Donnerstag vor dem Formel-1-Wochenende gesagt. "Deshalb ist es so wichtig, dass hier nichts passiert." Für den Schaden am Haas war Schumacher dieses Mal nicht verantwortlich, nach der Reparatur im zweiten Training tat er sich jedoch weiterhin schwer. (SID/red.)

ergebnisse am freitag:

  • 1. Charles Leclerc (Monaco) Ferrari 1:43,224
  • 2. Sergio Perez (Mexiko) Red Bull 1:43,472
  • 3. Max Verstappen (Niederlande) Red Bull 1:43,580
  • 4. Fernando Alonso (Spanien) Alpine-Renault 1:44,142
  • 5. Carlos Sainz jr. (Spanien) Ferrari 1:44,274
  • 6. Pierre Gasly (Frankreich) AlphaTauri-Red Bull 1:44,315
  • 7. George Russell (Großbritannien) Mercedes 1:44,548
  • 8. Yuki Tsunoda (Japan) AlphaTauri-Red Bull 1:44,567
  • 9. Esteban Ocon (Frankreich) Alpine-Renault 1:44,609
  • 10. Lando Norris (Großbritannien) McLaren-Mercedes 1:44,771
  • 11. Sebastian Vettel (Heppenheim) Aston Martin-Mercedes 1:44,781
  • 12. Lewis Hamilton (Großbritannien) Mercedes 1:44,874
  • 13. Lance Stroll (Kanada) Aston Martin-Mercedes 1:44,874
  • 14. Daniel Ricciardo (Australien) McLaren-Mercedes 1:45,059
  • 15. Valtteri Bottas (Finnland) Alfa Romeo 1:45,115
  • 16. Zhou Guanyu (China) 1:45,264
  • 17. Kevin Magnussen (Dänemark) Haas-Ferrari 1:45,588
  • 18. Alexander Albon (Thailand) Williams-Mercedes 1:46,397
  • 19. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) Haas-Ferrari 1:46,425
  • 20. Nicholas Latifi (Kanada) Williams-Mercedes 1:47,218
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