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Formel 1: Mehrere Söhne folgten ihren Vätern

3. Dez.
Wheel, Machine, Car

Foto: GEPA pictures/ XPB Images

Mick Schumacher folgt nun also Vater Michael in die Formel 1. Es gibt viele prominente Vater-Sohn-Gespanne, aber nur zwei davon wurden auch Weltmeister.

Schon häufiger hat es in der Geschichte der Formel 1 hat es Rennfahrer-Söhne gegeben, die ihren Vätern dorthin gefolgt sind. Zweimal sogar wurden sowohl der Vater als auch der Sohn Weltmeister. Diese und einige weitere prominente Fälle im Überblick:

Graham und Damon Hill: Der Brite Graham Hill holte sich 1962 und 1968 den WM-Titel. Sohn Damon unterlag 1994 in einem intensiven Duell Michael Schumacher, ehe er 1996 Weltmeister wurde.

Mario und Michael Andretti: Der US-Amerikaner Mario Andretti ist auf beiden Seiten des Atlantiks eine Motorsport-Größe. 1978 wurde er Formel-1-Weltmeister, zudem gewann er Sportwagen-Rennen und feierte Erfolge auf den Ovalkursen in den USA. Sohn Michael konnte da nicht mithalten, brachte es 1993 bei McLaren nur auf 13 Starts in der Formel 1 und einen Podestplatz.

Gilles und Jacques Villeneuve: Bis heute gilt der Kanadier Gilles Villeneuve wegen seines furchtlosen Fahrstils als Ferrari-Ikone. 1982 verunglückte er tödlich. 15 Jahre später erkämpfte sich sein ähnlich unangepasster Sohn Jacques gegen Michael Schumacher den WM-Sieg.

Nelson Piquet und Nelson Piquet jr.: Dreimal schnappte sich der Brasilianer Nelson Piquet in den 1980er-Jahren den WM-Titel. Sein Sohn Nelson jr. war weniger talentiert und wurde vor allem durch den Crashgate-Skandal 2008 bekannt, als er in Singapur mit einem absichtlichen Unfall Kollege Fernando Alonso den Sieg ermöglichte.

Manfred und Markus Winkelhock: Für den Schwaben Manfred Winkelhock reichte es bei 47 Grand-Prix-Teilnahmen in meist unterlegenen Autos nur zu zwei Punkten. Sohn Markus führte in seinem einzigen Formel-1-Rennen sechs Runden das Feld an, weil er 2007 im Unwetter auf dem Nürburgring als einziger mit Regenreifen gestartet war.

Zwei F1-Weltmeister auch in der Familie Rosberg

Keke und Nico Rosberg: Mit nur einem Saisonsieg eroberte der Finne Keke Rosberg 1982 den WM-Pokal. Filius Nico fuhr mit deutscher Rennlizenz und setzte sich 2016 in einem knallharten Zweikampf gegen Mercedes-Stallrivale Lewis Hamilton durch. Wenige Tage nach dem Titelgewinn erklärte er mit nur 31 Jahren seinen Rücktritt.

Jan und Kevin Magnussen: Der Däne Jan Magnussen fuhr für McLaren und Stewart zwischen 1995 und 1998 in 25 Grand Prix. Ein WM-Punkt war dabei die Ausbeute. Sohn Kevin debütierte 2014 ebenfalls im McLaren, hat inzwischen schon 117 Rennen bestritten. Er muss am Jahresende das Haas-Team verlassen, für das künftig Mick Schumacher fährt.

Jos und Max Verstappen: Als früherer Teamkollege von Michael Schumacher ist der Niederländer Jos Verstappen vor allem durch den Tankunfall 1994 in Erinnerung geblieben, als sein Benetton in Hockenheim Feuer fing. Bei 107 Starts kam er zweimal aufs Podium. Sohn Max gilt als einer der besten Fahrer der Gegenwart und hat im Red Bull bisher neun Siege eingefahren.

Formel 1: Mick Schumacher startet mit Nummer 47

Zu guter Letzt nun ab 2021 auch Michael und Mick Schumacher: Mick Schumacher wird zu Beginn seiner Formel-1-Karriere im Team Haas mit der Startnummer 47 fahren. Er habe sich für diese Zahl entschieden, da die 4 bereits an den britischen McLaren-Fahrer Lando Norris und die 7 an den Finnen Kimi Räikkönen vergeben seien. Das seien seine Lieblingsnummern. "Wenn man all unsere Geburtstage in der Familie zusammenzählt, ergibt das die 47", verwies der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher auf eine mathematische Besonderheit.

Sein erster Anruf nach der Einigung mit Haas sei an seine Familie gegangen. "Sie haben sich natürlich mit mir gefreut. Wir freuen uns alle auf das kommende Jahr", sagte Mick Schumacher. Für ihn sei ein Traum in Erfüllung gegangen. "Es ist natürlich ein unglaubliches Gefühl. Ich habe es definitiv noch nicht zu 100 Prozent realisiert. Ich freue mich, dass es jetzt dann bald los geht", sagte Schumacher.

Die Erwartungshaltung von vielen müsse allerdings "ein bisschen gedämmt werden", erklärte er weiter. "Wir werden nicht um Siege im nächsten Jahr fahren, auch wenn ich das gern würde. Es wird mein erstes Jahr sein. Es wird ein interessanter Faktor werden, wie schnell ich mich an die Formel 1 gewöhne. Klar ist, dass ich mein Bestes geben werde."

Mit Schumacher zu arbeiten, "das ist eine Ehre. Das bringt großes Aufsehen. Wir müssen ihm das beste Material geben, ihn aufbauen und ihn vorbereiten für eine große Zukunft", kündigte Haas-Teamchef Günther Steiner an. (APA/red.)

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