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Formel 1: Sprintrennen – Noch immer ein Aufreger

12. Nov.
Car, Automobile, Vehicle

Foto: (C) GEPA pictures/ XPB Images/ Batchelor

Das dritte und letzte Sprintrennen der Formel 1 Saison wird beim Großen Preis von Brasilien ausgetragen. Friede, Freude, Eierkuchen herrscht über das neue Format - noch - nicht.

Für Formel 1-Boss Stefano Domenicali sind Sprintrennen ein „unglaublicher Erfolg", WM-Spitzenreiter Max Verstappen würde dagegen gleich „an ein paar Dingen" feilen. Vor dem dritten Sprint der Königsklassen-Geschichte und dem letzten der Saison in Sao Paulo (14. November; 22:50 Uhr im Re-Live bei ServusTV, ab 20:30 Uhr im Re-Live auf servustv.com/sport und allen Apps in Österreich) gehen die Ansichten - wie so oft in der Formel 1 - auseinander.

„Ich denke, die wesentliche Spannung geht vom Start aus. Danach fährt man mit einem Satz Reifen, der bis zum Ende hält. Es gibt auch nicht viele Überholmanöver", mäkelte Red Bull-Star Verstappen in seiner unverblümten Art. Beim Sprint-Format müsse zudem das Set-up nach einem nur 60-minütigen Training für den Rest des Wochenendes stehen. Motorstrafen gelten aber erst für das Hauptrennen. Das passe nicht ganz zusammen.

Ein Spielverderber will Verstappen allerdings auch nicht sein: „Wenn die Leute den Nervenkitzel eines Starts mögen, warum dann nicht eben zwei Starts an einem Wochenende?" Mit seiner Kritik wird der 24-Jährige ohnehin nicht viel ausrichten. Das Format ist attraktiv für Fans, besonders aus der jungen Generation. Rund 100 km, maximal 30 Minuten, das entspricht dem Zeitgeist.

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Actionreich waren Sprints bisher nicht

Wer crasht oder nach einem Fehler weit zurückfällt, zerstört seinen Grand Prix gleich mit. Denn neben etwas mehr Action und bis zu drei WM-Punkten geht es im Sprint vor allem um die Ermittlung der Startreihenfolge für den Großen Preis am Sonntag, in dem bis zu 26 Zähler zu gewinnen sind.

Verstappen selbst, das sei erwähnt, hat an die bisherigen zwei Rennwochenenden mit Sprint keine guten Erinnerungen. In Silverstone gewann er zwar das Kurzrennen. Er schied im Grand Prix aber nach einer Kollision mit seinem großen WM-Rivalen Lewis Hamilton aus - der weiterfahren konnte, gewann und nicht zuletzt deswegen noch Chancen hat im Titelkampf vor dem viertletzten Saisonrennen.

In Monza crashten die Alphatiere im Grand Prix erneut und schieden diesmal beide aus. Es sind die einzigen Rennen, in denen WM-Leader Verstappen nicht in die Wertung kam. So actionreich waren die Sprints bei weitem nicht.

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Titelanwärter sind keine Fans des Sprintrennens

2022 wird ihre Zahl dennoch deutlich erhöht, bei „mehr oder weniger einem Drittel der Rennen" plane man mit dem Format, kündigte Domenicali zuletzt an. Bei 23 geplanten Grand Prix im kommenden Jahr werden sich die Piloten also voraussichtlich sieben oder acht Mal bereits am Samstag um Positionen streiten.

Im Kurvengewirr von Monaco wird der Sprint kaum zum Zuge kommen, davon darf man angesichts fehlender Überholmöglichkeiten ausgehen. Doch Überholen ist ja in der Formel 1 kaum irgendwo leicht. Selbst in Interlagos müsse man schon 1,1 Sekunden pro Runde schneller sein als der Vordermann, um eine "50-prozentige Chance" zum Überholen zu haben, behauptete Hamilton am Donnerstag. Ein großer Fan des Formats ist auch der Rekordweltmeister nicht. (SID/Red)

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