Formel 1: Verstappen will auf Highspeed-Strecke Monza nachlegen

9. Sept.

Foto: GEPA Pictures / XPB Images / Moy

Macht es Max Verstappen nochmal? Der Red-Bull-Star peilt in Monza seinen dritten Sieg in Serie nach der Sommerpause an - WM-Rivale Lewis Hamilton jagt seinen 100. Grand-Prix-Erfolg.

Für Max Verstappen geht es beim Italien-Grand-Prix in Monza (Sonntag ab 18:10 Uhr Re-Live bei ServusTV Österreich, im Stream & in der App) unter schwierigeren Vorzeichen als zuletzt um den Ausbau seiner knappen WM-Führung. Der Red-Bull-Pilot kommt nach Siegen in Belgien und seiner niederländischen Heimat mit drei Punkten Vorsprung auf Lewis Hamilton zum Rennen auf dem Highspeed-Kurs. Dort dürfte sein Rivale im Mercedes aber die etwas besseren Karten haben.

"Traditionell war Monza noch nie die beste Strecke für unser Chassis und unser Antriebspaket. Sie ist schnell, und die Bremszonen sind wirklich wichtig und ziemlich schwierig. Aber ich mag es, hier zu fahren, und hoffentlich kommt sie uns diesmal besser entgegen", erklärte der im Autodromo Nazionale noch sieglose Niederländer. Im Gegensatz zu Hamilton, der auf dem klassischen Kurs schon fünfmal triumphierte, und am Sonntag seinen 100. Grand-Prix-Sieg fixieren will.

"Mercedes hat einen Topspeed-Vorteil"

Nach dem umjubelten und souveränen Erfolg von Verstappen in seinem Heim-Rennen vor Hamilton und dessen Noch-Teamkollegen Valtteri Bottas geht man davon aus, dass es in der Lombardei eher auf die Silberpfeile als die Schnelleren hinauslaufen wird. "Mercedes hat uns gegenüber einen Topspeed-Vorteil", erklärte Verstappen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff und sein Red-Bull-Pendant Christian Horner schieben einander jedenfalls gegenseitig die Favoritenrolle zu. Auch Serien-Weltmeister Hamilton, im Saison-Vergleich zu Verstappen mit 4:7-Siegen im Hintertreffen, erwartet ein enges Rennen. "Ich weiß beim besten Willen nicht, wie es ausgehen wird."

Ferrari beim Heim-Rennen nur Außenseiter

Weiterhin nur Außenseiter sind vor ihrem Heim-Publikum dagegen die Ferraris mit Charles Leclerc und Carlos Sainz. Beide dürfen vor nur spärlich gefüllten Tribünen aber zumindest auf das Podium schielen. Anders als zuletzt in Zandvoort wird es auf den Rängen in Monza kein riesiges Fahnenmeer geben. Denn laut Gazzetta dello Sport werden dort maximal 16.000 Zuschauer erwartet. Erlaubt wäre eine halbe Auslastung von 60.000 Fans. Doch der spät begonnene Vorverkauf und strenge Corona-Vorgaben verhinderten einen besseren Ticketverkauf. Folglich werden die Veranstalter nach dem Fan-Ausschluss im Vorjahr erneut Verluste schreiben.

2020 hatte es nach chaotischem Rennverlauf mit Pierre Gasly (AlphaTauri), Sainz (McLaren) und Lance Stroll (Racing Point) ein Sensations-Podium gegeben. Hamilton wurde von der Pole-Position aus nach einer Zeitstrafe lediglich Siebter, Verstappen schied früh aus. Bei "normalem" Verlauf wird es am Wochenende, wo am Samstag im Sprintrennen Zusatz-Punkte vergeben werden, aber wieder auf Mercedes oder Red Bull als Sieger hinauslaufen. (APA/red.)

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