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FP2 MotoGP Doha: Unaufhaltbare Ducati-Lawine

2. Apr. 2021
Jack Miller sicherte sich in der Schlussphase die Bestzeit

Foto: (C) Motorsport Images

Das war wieder eine Machtdemonstration der Ducati-Piloten. Jack Miller war Schnellster. Stefan Bradl fuhr als einziger Honda-Fahrer in die Top 10.

Wie schon vor einer Woche beendete Jack Miller auch den zweiten MotoGP-Freitag in Katar als Schnellster. In einem engen Kampf um die Tagesbestzeit setzte sich der Ducati-Pilot am Ende mit 1:53.145 Minuten und einem Vorsprung von drei Zehntelsekunden klar gegen die eigene Markenkonkurrenz durch.

Denn mit Francesco Bagnaia und Johann Zarco konnte Ducati auch die Plätze zwei und drei für sich verbuchen. Erster Verfolger einer anderen Marke war mit Fabio Quartararo ein Yamaha-Pilot auf Platz vier .

In der zweiten Trainingsession des Tages ging es für die Fahrer zum einen darum, eine schnelle Runde für den Direkteinzug in Q2 zu setzen. Zum anderen galt es aber auch die Bedingungen zu nutzen, um sich auf das Rennen vorzubereiten. Denn dieses Training findet zur gleichen Tageszeit wie der Grand Prix am Sonntag statt.

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Die Reifenwahl fiel angesichts der kühleren Temperaturen (26 Grad in der Luft, 30 Grad auf dem Asphalt) diesmal auf die weicheren Mischungen. Vorne entschieden sich alle für den Soft-Reifen, am Hinterrad teilte sich das Feld in soft und medium.

Anders als im ersten Freien Training zeigte sich Ducati früh im Spitzenfeld. Sowohl das Werks- als auch das Pramac-Duo rangierte nach den ersten Runden unter den Top 6, Bagnaia übernahm mit einer tiefen 1:54er-Zeit die vorläufige Führung. Er bildete mit Rookie Jorge Martin zu Beginn der Session eine Ducati-Doppelspitze.

Sie wurde jedoch bald von Aleix Espargaro durchbrochen, der nach seiner Bestzeit am Nachmittag auch unter Flutlicht ein starkes Tempo anschlug und sich auf Platz zwei einreihte. Zusammen mit Maverick Vinales (Yamaha), Joan Mir (Suzuki) und Miguel Oliveira (KTM) rangierten nach den ersten 20 Minuten fünf verschiedene Hersteller in den Top 6.

Bradl steigerte sich deutlich

Zur Halbzeit meldete sich dann auch eine Honda im Spitzenfeld. Takaaki Nakagami kam bis auf 0,053 Sekunden an Bagnaias Bestzeit heran und übernahm Rang zwei. Auch Stefan Bradl steigerte sich deutlich. Der Deutsche drang bis auf Platz fünf vor.

Doch die letzten 15 Minuten der Session standen noch aus und sollten einige Änderungen im Klassement mit sich bringen. Immer mehr Fahrer schrieben auf frischen weichen Reifen absolute oder persönliche Sektorenbestzeiten und knackten die Marke von 1:54 Minuten. Die Führung wechselte wie in einem Qualifying ständig.

Das Rennen um die Bestzeit entschied schließlich Miller für sich. Dabei befand sich der Ducati-Pilot noch kurz zuvor in akuter Sturzgefahr, als ihn seine GP21 beinahe per Highsider abwarf. Nach einer kurzen Verschnaufpause an der Box ließ der Australier dann aber den Hammer fallen und schob sich an die Spitze.

Dabei hatte Miller Glück, keine gelben Flaggen zu kassieren. Den während seiner fliegenden Runde ging in Kurve 7 einige Meter vor ihm Nakagami zu Boden. Doch noch bevor die Marshalls Flaggen schwenken konnten, hatte Miller die Stelle schon passiert.

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Auch seiner Ducati-Markenkollegen legten im Schlusssprint noch einmal nach: Bagnaia, Zarco und Martin verbuchten die Plätzen zwei, drei und fünf für sich. Nur Yamaha-Pilot Quartararo konnte die rote Armada als Vierter durchbrechen. Aleix Espargaro schaute sich das Treiben zum Schluss aus der Box an und rutschte auf Platz sechs ab.

Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha), Alex Rins (Suzuki), Vinales und Bradl komplettierten die Top 10. Sie ziehen nach jetzigem Stand alle direkt in Q2 ein, da im dritten Freien Training wegen der höheren Temperaturen mit keinen Steigerungen zu rechnen ist. Der Rest des Feldes wird folglich wohl in Q1 antreten müssen.

Das trifft unter anderem auf MotoGP-Weltmeister Joan Mir (Suzuki) zu, der den Trainingsfreitag auf Platz 13 mit 0,867 Sekunden Rückstand beendete. Direkt dahinter rangiert Valentino Rossi (Yamaha), der es nicht einmal in die Top 10 schaffte.

Auch alle KTM-Piloten sowie drei Honda-Fahrer müssen voraussichtlich in Q1 ran. Neben Nakagami verpasste auch Alex Marquez nach einem späten Sturz den Sprung in die Top 10. Sie klassierten sich auf den Plätzen 15 und 16. Honda-Neuzugang Pol Espargaro kam nicht über Rang 17 hinaus. Ihm fehlte eine Sekunde auf die Spitze.

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