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Fußball: Austria-Neustart endet mit Blamage

30. Juli

Foto: GEPA Pictures / Philipp Brem

Diesen Auftritt muss die Austria erstmal verdauen: Mit einer desolaten Vorstellung im Rückspiel gegen Nobody Breidablik verabschieden sich die Violetten aus dem Europacup.

Der beschworene Neustart in die violette Zukunft ging mit einer veritablen Bruchlandung in Island zu Ende. Nach überzeugenden Auftritten im Finish der abgelaufenen Saison, als doch noch das Europacup-Ticket geholt wurde, hat sich Austria Wien mit einer enttäuschenden Leistung aus der Conference-League-Qualifikation verabschiedet. Trainer Manfred Schmid muss nach nur vier Spielen den ersten herben Rückschlag wegstecken.

Nach dem 1:2 bei Underdog Breidablik trat der 50-Jährige am Donnerstagabend mit ernster Miene vors Mikrofon. "Wir werden das nicht akzeptieren, was in den 90 Minuten passiert ist", erklärte der Neo-Coach der Austria nach der Partie. Schmid bemängelte fehlende Basics in der ersten Halbzeit, als sich sein Team zwei vermeidbare Tore von den Isländern einfing. Kristinn Steindorsson (6.) und Arni Vilhjalmsson (24.) trafen gegen eine viel zu löchrige Austria-Abwehr. Und offensiv traten die Violetten so gut wie nicht in Erscheinung.

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Austria-Coach Schmid restlos bedient

Schmid vermisste insbesondere Intensität und Zweikampf-Verhalten bei seiner Elf. "Das sind Dinge, die ich erwarte, dass sie vorhanden sind", meinte er. Viereinhalb Stunden dauerte der Rückflug von der Atlantikinsel nach Wien. Viel Zeit, um über das Gesehene nachzudenken. Der frühere Austria-Profi, für den das Engagement als Chefcoach bei seinem Ex-Club längerfristig geplant ist, wollte "Dinge intern ansprechen". Er sagte auch: "Wir müssen eine Mannschaft finden, die 90 Minuten bereit ist, Gas zu geben und um unser Wappen zu laufen."

Was die Austria zuvor gezeigt hatte, war (zu) wenig. Zwar steigerte sich die Mannschaft in der zweiten Halbzeit und machte die Partie nach einem Geschenk von Breidablik zum 1:2 durch Dominik Fitz (68.) noch einmal spannend. Mehr war gegen ein Team, das von den Möglichkeiten her unter den Wienern angesiedelt sein sollte, aber nicht drin. Breidablik konnte vor ein paar hundert Fans am Ende verdient über den Aufstieg jubeln, wie Schmid anmerkte. Schon beim 1:1 in Wien hatte die Austria eine schwache Vorstellung gezeigt. Der Traum von den knapp drei Millionen Euro, die die leere Vereinskassa bei einem Gruppenphasen-Einzug gefüllt hätten, war schon nach der ersten von drei Hürden ausgeträumt.

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Veilchen im Liga-Heimspiel unter Druck

Bleibt die Frage, warum die Austria in den Play-off-Duellen mit Hartberg und den WAC glänzte, sich nun aber extrem verunsichert präsentiert. Stützen wie Erik Palmer-Brown, Christoph Schösswendter oder Manprit Sarkaria haben den Club im Sommer verlassen. Zudem steht der verletzte Patrick Wimmer laut Medien vor einem Transfer zu Arminia Bielefeld. Die Neuzugänge plagten sich in Island: Lukas Mühl hatte in der Abwehr Probleme, Manfred Fischer tauchte im zentralen Mittelfeld unter.

Personell hat Schmid bis auf Alexander Grünwald bzw. Johannes Handl und Vesel Demaku, die nach ihren Patzern im Hinspiel beide auf der Bank saßen, nurwenige Alternativen mit Erfahrung zur Verfügung. Eine Verstärkung könnte der von RB Leipzig ausgeliehene Angreifer Noah Ohio (18) sein. Auf die Frage nach weiteren Transfers ließ sich Sportdirektor Manuel Ortlechner nicht in die Karten schauen. "Ich habe schon großen Glauben in das Potenzial des Kaders. Wir schaffen es aber überhaupt nicht, stabil zu sein. Momentan sind wir gut beraten, den Jungs zu vertrauen und Zeit zu schenken", erklärte der wie Schmid neu bei den Veilchen installierte Ex-Profi.

Am Sonntag wartet auf die Austria das erste Bundesliga-Heimspiel der neuen Saison: Nach dem 1:2 in Ried geht es gegen die WSG Tirol. Kapitän Markus Suttner will gegen die Wattener "die Saison in die richtige Richtung lenken". Eine weitere Niederlage wäre dem Klima in Wien-Favoriten kaum zuträglich. Dass sich die Austria womöglich auf harte Jahre einstellen muss, hatte Schmid schon bei seiner Präsentation anklingen lassen. Umso verwunderter reagierten zuletzt die Fans, als Insignia-Vertreter Luka Sur auf Instagram Fragen der Anhänger beantwortete. Auf jene nach dem Saisonziel schrieb er: "Wir haben für unsere Ziele einen Dreijahres-Plan. Das Ziel für die kommende Saison ist, sie zwischen Platz zwei und vier abzuschließen." (APA/red.)

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