Fußball: Bremen feuert Kohfeldt – Club-Legende übernimmt

16. Mai

Foto: GEPA Pictures / Witters / Thorsten Wagner

Kurz vor dem Saisonende zieht Werder Bremen die Reißleine: Thomas Schaaf ersetzt Trainer Florian Kohfeldt und soll den drohenden Abstieg am letzten Spieltag doch noch verhindern.

Der deutsche Bundesligist Werder Bremen hat sich eine Runde vor Saisonende doch noch von Trainer Florian Kohfeldt getrennt. Der frühere Coach Thomas Schaaf wird das stark abstiegsbedrohte Team beim Saisonfinale betreuen. Das gab der Club der beiden ÖFB-Kicker Marco Friedl und Romano Schmid am Sonntag bekannt.

"Leider hatten wir nach dem Spiel in Augsburg nicht mehr die Überzeugung, mit Florian Kohfeldt den Klassenerhalt schaffen zu können", sagte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann am Sonntag. Tags zuvor hatten die Norddeutschen das Keller-Duell in Augsburg mit 0:2 verloren, rutschten dadurch auf Relegationsplatz 16 ab. Der Vorsprung auf Köln auf dem ersten direkten Abstiegsplatz beträgt nur noch einen Punkt. Am letzten Spieltag trifft Werder zu Hause auf Mönchengladbach, Köln hat Fix-Absteiger Schalke zu Gast.

Wird Werder-Idol Schaaf zum Retter?

Vereins-Legende Thomas Schaaf soll die Bremer vor dem ersten Abstieg seit 1980 bewahren. Der 60-Jährige, der Werder in der Vergangenheit bereits 14 Jahre trainiert hat und unter anderem 2004 das Double mit den Grün-Weißen gewann, wird am Sonntag in das Quarantäne-Trainingslager nach Barsinghausen reisen. Ihm zur Seite steht neben dem bisherigen Trainer-Team auch Wolfgang Rolff, der als Co-Trainer fungieren wird. Das Engagement von Schaaf ist vorerst nur bis zum Ende der Saison geplant.

Kohfeldt stand vor drei Wochen schon einmal vor dem Aus. Damals sprachen die Verantwortlichen dem 38-Jährigen nach dem 1:3 bei Union Berlin nur das Vertrauen für das DFB-Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig aus. Zwar verlor Werder in der Verlängerung mit 1:2, die Bosse werteten diesen Auftritt aber als Zeichen, dass Kohfeldt die Rettung doch noch schaffen kann. Auch das 0:0 gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende hatten Baumann & Co. positiv kommentiert. Aber nach dem 0:2 in Augsburg, der achten Niederlage in den letzten neun Spielen, war der Glaube an Kohfeldt dann doch dahin. (APA/red.)

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