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Fußball: “Ein Fehler zuviel” – verpasster Sieg ärgert Foda

26. März
GLASGOW,SCOTLAND,25.MAR.21 - SOCCER - FIFA World Cup Qatar 2022, European qualifiers, OEFB international match, Scotland vs Austria. Image shows head coach Franco Foda (AUT).

Foto: GEPA Pictures / Michael Zemanek

Mit Fehlern in der Defensive bringt sich das ÖFB-Team in Schottland um den möglichen Sieg - für das Heimspiel gegen Färöer kündigt Teamchef Foda Umstellungen an.

Österreichs Fußball-Nationalteam hat zum Auftakt der WM-Qualifikation zwei Zähler liegen gelassen. Teamchef Franco Foda ärgerte sich nach dem 2:2 am Donnerstag in Schottland über defensive Unzulänglichkeiten bei Standard-Situationen. Einen weiteren Punkteverlust am Sonntag in Wien gegen Färöer können sich die Österreicher nicht leisten. Foda kündigte im Hinblick auf den drei Tage später folgenden Schlager gegen Dänemark dennoch personelle Rotation an.

Vorerst aber galt es, den trotz zweimaliger Führung durch Sasa Kalajdzic am Ende verspielten Sieg in Schottland aufzuarbeiten. Beide Gegentore in Glasgow wirkten vermeidbar. "Fußball ist ein Fehlersport. Fehler passieren", meinte Foda. Der Deutsche führte sie in der gehäuften Form auch auf eine neue Formation in der Defensive zurück. Abwehrchef Martin Hinteregger fehlte wegen Oberschenkel-Problemen. "Da muss man auch gewisse Abstriche machen."

Keine Kritik an LASK-Goalie Schlager

Torhüter Alexander Schlager gab beim ersten Gegentreffer keine gute Figur ab, patzte davor auch bei einem Abspiel. Die Situation im Kampf um das Einser-Leiberl habe sich dadurch laut Foda aber nicht verändert. "Wir hatten vor dem Lehrgang schon einen klaren Plan, was wir tun wollen", erklärte der Teamchef. Mit dem im Herbst verlässlichen Pavao Pervan, Newcomer Daniel Bachmann und Rückkehrer Heinz Lindner hat er drei weitere Tormänner im Kader.

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Kalajdzic-Gala in Glasgow

Bis auf seinen Fehlpass samt folgender Großchance habe Schlager wenig zu halten gehabt. "Er musste sich nicht auszeichnen. Deswegen war das Spiel nicht so einfach für einen Torwart", sagte Foda über den LASK-Keeper. "Insgesamt war die Leistung zufriedenstellend." In der ersten Hälfte habe sein Team insgesamt zwar wenig zugelassen, in Ballbesitz aber zu viel quer und nach hinten gespielt.

In der Halbzeitpause forderte Foda laut eigenen Angaben mehr vertikales Spiel ein. "Wir haben uns dann etwas besser bewegt, waren viel besser im Spiel", meinte der Deutsche. "Wir hatten immer wieder Spielphasen, wo wir den Gegner eigentlich dominiert haben." Umso ärgerlicher waren die Gegentore. Foda: "Über 90 Minuten wäre mehr drinnen gewesen. Aber so ist der Fußball. Auf diesem Niveau entscheiden oft kleine Details. Da haben wir gerade bei Standard-Situationen einen Fehler zu viel gemacht."

Später Ausgleich für die Schotten

Beim späten Ausgleich durch einen Fallrückzieher von John McGinn hätte sein Team geschlossener herausrücken müssen. "Es war für mich unnötig, wir haben hier zwei Punkte liegen gelassen", sagte Foda. Seiner Mannschaft wollte er keinen Vorwurf machen, sie habe "Mentalität" gezeigt. Immerhin hätte man durch den Ausfall von Marcel Sabitzer am Spieltag noch einmal improvisieren müssen.

Der Leipzig-Kapitän wird sich am Freitag einer weiteren Untersuchung an seinem angeschlagenen linken Bein unterziehen. Erst danach werde laut Foda entschieden, ob er für das Färöer-Spiel infrage komme. Personelle Umstellungen seien aber ohnehin geplant gewesen. "Es gibt schon die eine oder andere frische Kraft am Sonntag. Man darf im Vorfeld aber nicht den Fehler machen, den Gegner zu unterschätzen."

Die Färinger holten am Donnerstag im Duell der Außenseiter ein 1:1 bei der Republik Moldau. Foda weiß dennoch um den "Pflichtsieg", der seinem Team bevorsteht. "Das Spiel müssen wir unbedingt gewinnen, da müssen drei Punkte her. Und dann werden wir uns auf das nächste Spiel vorbereiten." Am Mittwoch geht es erneut in Wien gegen den ersten Tabellenführer Dänemark. Und damit den möglichen Haupt-Konkurrenten um den Gruppensieg sowie das damit verbundene Direkt-Ticket für die WM in Katar.

Remis gegen Schottland ein gutes Omen?

Österreich war zuletzt 1998 in Frankreich bei einer WM-Endrunde vertreten. Gutes Omen: Auch damals begann die Qualifikation mit einem Remis gegen Schottland, einem 0:0 im Wiener Prater. Die Tabellen-Situation nach dem ersten Spieltag wollte Foda nicht überbewerten. "Wir haben gegen einen Konkurrenten auswärts einen Punkt geholt. Die Schotten haben auch Ambitionen, sich für die WM in Katar zu qualifizieren. Genauso wie Israel, Dänemark und wir. Es wird spannend bleiben."

Ähnlich sahen das seine Akteure. "Vielleicht müssen wir in den Standards noch ein bisschen wacher sein. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir in den nächsten Spielen die nötigen Punkte holen", sagte Christoph Baumgartner. Laut Xaver Schlager sei man mit Fortdauer der Partie immer besser ins Spiel bekommen. "Schade, dass es keine dritte Halbzeit mehr gibt. Wir haben nur einen Punkt mitgenommen. Aber wir werden daraus lernen." (APA/red.)

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