Fußball-EM: Arnautovic-Urteil fällt wohl am Mittwoch

15. Juni

Foto: GEPA Pictures / Daniel Schoenherr

Der Jubel-Ausraster von Marko Arnautovic und die Folgen: Laut UEFA-Disziplinarchef Thomas Partl wird in Kürze ein Urteil erwartet - wie es ausfällt, ist derzeit völlig offen.

In den Ermittlungen rund um das Fehlverhalten von ÖFB-Star Marko Arnautovic im EM-Spiel gegen Nordmazedonien rückt die UEFA-Disziplinarkammer in den Mittelpunkt. Deren Vorsitzender ist der Kärntner Thomas Partl, der in der Angelegenheit als Österreicher befangen und daher nicht involviert ist. Der Ehrenpräsident des Kärntner Fußball-Verbandes erwartet in der Causa eine Entscheidung am Mittwoch. "Davon ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen", erklärte Partl.

"Aktueller Stand der Dinge ist, so weit ich informiert bin, dass eine Anzeige des nordmazedonischen Verbandes vorliegt. Und die UEFA einen Disziplinarinspektor beauftragt hat, Erhebungen durchzuführen und sie so abzuschließen, dass noch vor dem Spiel gegen die Niederlande eine Entscheidung fällt", sagte Partl. Ob die ÖFB-Stellungnahme bereits bei der UEFA eingegangen sei, wisse er derzeit nicht, so Partl weiter.

Ausgang der Causa völlig offen

Der aus der Schweiz stammende Disziplinardirektor werde im konkreten Fall einen Antrag entweder auf Einstellung oder auf Eröffnung eines Verfahrens stellen, erklärte Partl. Danach entscheidet die derzeit mit vier Personen besetzte Disziplinarkammer, deren Mitglieder aus der Schweiz, Portugal, Deutschland und Tschechien kommen. Ob der ÖFB nach dem Urteilsspruch noch vor dem Niederlande-Match eine Einspruchs-Möglichkeit hätte, ist laut Partl nach aktuellem Stand noch nicht klar.

Den Ausgang der Angelegenheit wagte Partl nicht zu prophezeien. "Das wäre ein Orakel. Es kann von einer Einstellung über eine Verwarnung bis zu einer Sperre alles passieren." Partl befindet sich derzeit mit seinen Disziplinarkammer-Kollegen in Rom, für Ende Juni wäre die Übersiedlung nach London geplant. "Aber ob das so kommt, hängt von den Ein- und Ausreisebestimmungen ab", erklärte der Kärntner. (APA/red.)

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