Fußball-EM: DFB-Direktor Bierhoff verteidigt Rekord-Prämie

10. Juni

Foto: GEPA Pictures / Witters / Valeria Witters

Wenn das kein Extra-Ansporn für Manuel Neuer & Co. ist: Bei Deutschlands Elite-Kickern klingelt im Falle eines EM-Sieges ordentlich die Kasse - zurecht, findet Oliver Bierhoff.

Ruhm, Ehre - und eine goldene Nase: Deutschlands Fußball-Nationalspielern winkt bei der EURO (11. Juni bis 11. Juli) eine Rekord-Prämie. Sollten Kapitän Manuel Neuer & Co. am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion zum vierten Mal den EM-Pokal gewinnen, würde jeder der 26 Spieler im Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw vom DFB 400.000 Euro ausgezahlt bekommen. Diese Summe bestätigte jetzt Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff.

"Sie ist ein bisschen höher, weil wir diesmal keine Prämien für die Qualifikation vereinbart hatten, die es in der Vergangenheit gab", erklärte Bierhoff. Entsprechend hätten die Spieler diese "in ihren Verhandlungen für das Turnier eingepreist". Ja, meinte Bierhoff, die Summe von 400.000 Euro sei "mit Sicherheit hoch. Aber ich würde sie als DFB gerne zahlen".

Bierhoff würde "gerne bezahlen"

Zum Vergleich: Bei einem WM-Sieg 2018 in Russland, wo die DFB-Auswahl mit dem Vorrunden-Aus ein historisches Debakel erlebt hatte, hätte es "nur" 350.000 Euro pro Kopf gegeben. Bei der EM 2016 in Frankreich wären es 300.000 Euro gewesen - vor fünf Jahren war aber im Halbfinale Endstation. Die Rekord-Prämie ist das Ergebnis aus den Verhandlungen von Neuer mit DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge im November. Im Dezember hatte das DFB-Präsidium dem Vorschlag zugestimmt.

Geht es nach einer ZDF-Umfrage, glaubt die große Mehrheit der Deutschen nicht an einen Final-Sieg der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw. Nur sieben Prozent der Befragten rechnen demnach mit dem Titel. Knapp die Hälfte glaubt an ein Aus im Viertelfinale (23 Prozent) oder im Halbfinale (22 Prozent). Ein Scheitern nach der Gruppenphase erwarten zehn Prozent. Der Ex-Weltmeister trifft dort auf Weltmeister Frankreich, Europameister Portugal sowie Ungarn. (APA/SID/red.)

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