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Fußball-EM: ÖFB-Team brennt auf nächsten Erfolg

17. Juni
WARSAW,POLAND,09.SEP.19 - SOCCER - UEFA European Championship 2020, European Qualifiers, OEFB international match, Poland vs Austria. Image shows head coach Franco Foda (AUT).

Foto: GEPA Pictures / Philipp Brem

Österreichs Fußball-Nationalteam hat am Donnerstag das nächste Erfolgserlebnis bei der EM im Visier. Nach dem 3:1-Auftaktsieg gegen Nordmazedonien soll es auch gegen die Niederlande Punkte-Zuwachs geben. Allerdings ist die Aufgabe ungleich schwieriger als gegen den EURO-Neuling. Das ist nicht nur dem Ausfall von Marko Arnautovic geschuldet, der in Amsterdam seine Ein-Spiel-Sperre wegen Beleidigung absitzt.

Die "Oranjes" gelten in Gruppe C als Favorit, genießen Heimvorteil und lieferten beim 3:2 gegen die Ukraine eine über weite Strecken überzeugende Vorstellung ab. Dennoch blickt ÖFB-Teamchef Franco Foda der Partie optimistisch entgegen. "Wir wollten die erste kleine Geschichte schreiben, wollten unser erstes Spiel unbedingt gewinnen. Und das ist uns mit einem verdienten Sieg gelungen. Die Mannschaft hat viel Selbstvertrauen getankt", sagte der Deutsche.

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Sperre für Arnautovic

Foda: "Sind auf alles vorbereitet"

Der Europameister von 1988 sei "ein Gegner mit mehr Qualität als Nordmazedonien", meinte Foda. Während die Österreicher in Bukarest einen äußert defensiv eingestellten Kontrahenten zu knacken hatten, warten nun Offensiv-Kapazunder wie Memphis Depay. "Die Niederländer sind ein Team, das versucht, aktiv zu sein, auch im Spiel gegen den Ball. Das kann für uns mehr Räume im Umschaltspiel bedeuten", vermutete Foda.

Gegen die Ukraine agierten die Niederländer für den ÖFB-Coach aber auch teilweise unerwartet. "Wir waren überrascht - sie haben entweder vorne zugestellt oder sich komplett in die eigene Hälfte zurückgezogen und dort kompakt verteidigt", erzählte Foda. "Ich weiß nicht, welchen Plan sie gegen uns haben. Doch wir sind auf beide Situationen vorbereitet."

Bei Remis winkt Viertelfinal-Ticket

Sollte eine Niederlage vermieden werden, wäre die ÖFB-Auswahl de facto im Viertelfinale - mit vier Punkten als einer der beiden schlechtesten Gruppen-Dritten auszuscheiden, ist äußerst unrealistisch. Mauer-Taktik wird man von den Österreichern aber keine sehen, kündigte Foda an. "Auf ein Unentschieden können italienische Mannschaften spielen. Wir haben immer die Intention, ein Spiel zu gewinnen. Und so wird es auch gegen die Niederlande sein."

Man dürfe sich keinesfalls darauf verlassen, dass man auch mit drei Punkten die K.o.-Phase erreichen könnte. "Wir benötigen noch Punkte, die Spieler wissen das. Jetzt geht es darum, gegen den Gruppen-Favoriten entschlossen aufzutreten, eine gewisse Kompaktheit an den Tag zu legen und im Spiel nach vorne mutig aufzutreten", sagte Foda.

In punkto Aufstellung hielt sich der Teamchef wie gewohnt bedeckt. So ließ er etwa offen, ob David Alaba wieder in einer Dreierkette agiert. Immerhin gab es Andeutungen: "Gegen Nordmazedonien war es die Idee, dass man gegen zwei Stürmer mit einem Dreier-Aufbau besser zur Geltung kommt. Die Variante ist auch gegen die Niederländer möglich, weil sie auch in einem 3-5-2-System spielen", meinte Foda.

Arnautovic-Aus: Foda muss umdenken

Zu einem Umdenken zwang Foda die Arnautovic-Sperre, über die die UEFA am Mittwochnachmittag informierte. Der 55-Jährige hatte laut eigenen Angaben überlegt, den Offensiv-Star erstmals in diesem Jahr in der Startformation aufzubieten. Die Situation habe sich durch das Arnautovic-Aus "leicht verändert", sagte Foda am Abend in seiner Abschluss-Pressekonferenz. "Wir haben noch einige Optionen im Kader. Wir können aber auch Taktik und System verändern in eine andere Richtung."

Gegen die Nordmazedonier hatten Sasa Kalajdzic und Christoph Baumgartner das Sturm-Duo gebildet. Die entscheidenden Tore erzielten im Finish allerdings die eingewechselten Michael Gregoritsch und Arnautovic. Abgesehen von Arnautovic steht dem Teamchef wohl der komplette Kader zur Verfügung. Aleksandar Dragovic sind zwar die Nachwirkungen seiner am Sonntag erlittenen doppelten Riss-Quetschwunde rund um das rechte Auge optisch noch deutlich anzumerken. Der Innenverteidiger dürfte aber mit großer Wahrscheinlichkeit einsatzbereit sein. (APA/red.)

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