Fußball: Frankfurt-Vorstand schießt gegen Hütter

17. Mai

Foto: GEPA Pictures / Witters / Frank Peters

Wird Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt zum Sündenbock? Nach der verpassten Champions-League-Qualifikation der Hessen nimmt ein Funktionär den scheidenden Coach ins Visier.

Das Verpassen der Champions League sorgt bei Eintracht Frankfurt für heftige Nachwehen. "Nach 60 Jahren ohne Champions League hatten wir eine historische Chance. Wir haben versagt. Ich kann die Wut und Enttäuschung der Fans verstehen", wetterte Vorstandssprecher Axel Hellmann bei "Sport1". Auch der scheidende Trainer Adi Hütter kam angesichts der Umstände seines Abgangs nicht gut weg. "Da ist viel Glaubwürdigkeit verloren gegangen", befand der Funktionär.

Frankfurt hatte am Samstag einen Sieben-Punkte-Vorsprung auf Borussia Dortmund mit dem 3:4 gegen Absteiger Schalke verspielt und sich dabei "blamiert", wie Hellmann erklärte. Damit rutschte die Eintracht auf Platz fünf und endgültig aus den CL-Rängen.

Hütter wich Wechsel-Gerüchten aus

Sowohl der Vorarlberger Hütter (nach Mönchengladbach) als auch Sportvorstand Fredi Bobic (zu Hertha BSC) verlassen den Club am Saisonende. Der ehemalige Salzburg-Trainer hatte sich Ende Februar noch demonstrativ zu Frankfurt bekannt. Entsprechenden Nachfragen wich er seit Bekanntwerden des ersten Gladbach-Gerüchts Ende März aus, tat dies aber eher ungeschickt.

Umso größer war der Ärger bei vielen, nachdem er Mitte April seinen Wechsel nach Gladbach bekanntgegeben hatte. Immerhin kassiert Frankfurt eine stattliche Ablösesumme von 7,5 Mio. Euro für Hütter. Ein Nachfolger für ihn steht noch nicht fest. (APA/red.)

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