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Fußball: Glasner nährt Champions-League-Träume in Wolfsburg

1. Feb. 2021

Foto: GEPA Pictures / Witters / Tim Groothuis

Der Höhenflug des VfL Wolfsburg hält unvermindert an: Jetzt dürfen die "Wölfe" sogar von der Champions League träumen - doch Erfolgscoach Oliver Glasner tritt auf die Euphoriebremse.

Für Oliver Glasner scheint in Wolfsburg derzeit die Sonne. Mitte Dezember war der Oberösterreicher nach öffentlich geäußerter Kritik an der Transferpolitik des VfL laut Medienberichten angezählt. Jetzt darf die Mannschaft unter seiner Führung gar von der Champions League träumen. Mit dem 3:0-Erfolg gegen den SC Freiburg hat sich Wolfsburg in der Spitzengruppe der deutschen Bundesliga etabliert. Als Dritter sind die "Wölfe" auf Schlagdistanz zu Bayern-Verfolger Leipzig.

Glasner war naturgemäß sehr zufrieden. "Wir hatten großen Respekt vor dieser Begegnung, weil Freiburg in den letzten zehn Spielen nur in München verloren hat. Umso glücklicher bin ich wieder über die Leistung der Mannschaft", meinte der 46-Jährige bei seiner Analyse. Defensiv wenig zugelassen und vorne effizient agiert - das Erfolgsrezept des VfL mit Xaver Schlager im Mittelfeld stimmte. Nach dem 2:0 in Mainz und dem 1:0 gegen Leverkusen war es der dritte Sieg ohne Gegentor in Folge.

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Glasner & Co. erst mit zwei Niederlagen

Der VfL musste bisher in 19 Runden nur zwei Niederlagen hinnehmen, jeweils in München und Dortmund. Einzig die Bayern und Eintracht Frankfurt gingen ebenso selten als Verlierer vom Platz. "So wie wir dastehen, ist nicht wegen einzelner Spieler oder gar wegen dem Trainer. Sondern weil wir alle zusammen sehr viel für den Erfolg investieren", sagte Glasner. Und schmunzelte bei der Frage, ob denn die Champions League in der Kabine Thema sei. In Corona-Zeiten käme er dort nicht so oft hin: "Ich habe fast Kabinen-Verbot, außer am Spieltag. Und da reden wir nicht über die Champions League, sondern den Gegner", wich der Erfolgscoach elegant aus.

Erstmals seit der Saison 2015/16 soll der Weg für die Niedersachsen aber in die Königsklasse führen. Auf dem Weg dorthin hat Wolfsburg allerdings zahlreiche Konkurrenten. Zwischen dem VfL und Mönchengladbach auf Platz sieben liegen nur drei Punkte. Dass er Wolfsburg reif genug für einen Spitzenplatz sehe, merkte indes Freiburgs Trainer Christian Streich an. Glasner sah es als Auszeichnung für sein Team. "Er hat schon viel gesehen und kennt die Liga. Hoffentlich behält er recht." Selbst traue er sich diese Prognose nicht zu. "Dafür bin ich noch viel zu jung in der deutschen Bundesliga."

"Dafür bin ich noch zu jung in der Liga"

Die Wolfsburger waren am Sonntag auch die etwas glücklichere Elf. Der Führung durch John Anthony Brooks ging ein Foul voraus, wie auch Glasner nach Blick auf die TV-Bilder zugab. Trotzdem zählte der Treffer. Auch nach der Video-Überprüfung, was Streich sichtbar verärgerte. Als alleinigen Grund oder Ausrede für die Niederlage wollte er die Szene aber nicht werten.

Für Schlager & Co. geht es nun am Mittwoch (18:00 Uhr) im Achtelfinale des DFB-Pokals im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 weiter. Danach wartet in der Bundesliga das Auswärtsspiel in Augsburg. (APA/red.)