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Fußball: Kein neuer Vertrag – Messi verlässt den FC Barcelona

5. Aug.
Sphere, Person, Human

Foto: GEPA Pictures / Cordon Press / Tomas Rubia

Das Tauziehen zwischen Lionel Messi und dem FC Barcelona ist beendet - mit bitterem Ausgang für die Katalanen: Die langjährige Barca-Ikone geht!

Das schier Unvorstellbare ist wahr geworden: Lionel Messi spielt nicht mehr für den FC Barcelona. Der 34-jährige Argentinier wird keinen neuen Vertrag bei seinem Herzensclub unterschreiben. Das zähe Ringen um die Zukunft des Ausnahme-Fußballers nahm am Donnerstag eine entscheidende Wende. Was vor rund 21 Jahren mit einer Unterschrift angeblich auf einer Serviette begann und unter anderem zu 35 gemeinsamen Titeln führte, endete mit einer achtzeiligen Presseerklärung.

"Auch wenn der FC Barcelona und Lionel Messi eine Einigung erzielt haben und die klare Absicht beider Parteien vorlagen, einen neuen Vertrag heute zu unterzeichnen, kann dies wegen finanzieller und struktureller Hindernisse (Regelwerk Spanische Liga) nicht geschehen", hieß es in der Barca-Mitteilung. "Beide Seiten bedauern zutiefst, dass die Wünsche des Spielers und des Vereins letztlich nicht erfüllt werden."

Verhinderte Gehalts-Obergrenze Messi-Deal?

Details, warum es nicht möglich war, die Zusammenarbeit fortzusetzen, nannte der Club zunächst noch nicht. Es könnte sich um die Regeln des Financial Fairplay in Spanien handeln. Dabei legt die Liga die Obergrenzen der zulässigen Gesamtsumme von Gehaltszahlungen der Clubs fest. Die Obergrenze soll sich dabei aus der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben ergeben. Für Barca hatte die Liga den Budgetrahmen infolge der Corona-Pandemie im Vorjahr deutlich gekürzt.

Ob das Regulativ nur als Ausrede für die Auflösung einer längst etwas zerrütteten Ehe herhalten muss, bleibt offen. Fakt ist: Es ist vorbei, was im Sport seinesgleichen sucht. Neben insgesamt 35 Titeln mit dem FC Barcelona trug sich Messi als bester Torschütze mit 672 Treffern in der 121-jährigen Geschichte des Clubs ein. 778 Spiele bestritt er für den FC Barcelona, der ihn 2000 als 13-Jährigen aus Rosario in Argentinien geholt hatte.

Wo es für den sechsmaligen Weltfußballer weitergeht, ist offen. Manchester City mit Pep Guardiola, seinem einstigen Erfolgscoach bei Barca, wird immer wieder gehandelt. Paris Saint-Germain könnte sich Messi, der jüngst mit der Nationalmannschaft den so ersehnten ersten Titeltriumph feierte und die Copa America gewann, sicher auch leisten. Der 34-Jährige, der mit seinen drei Söhnen und seiner Frau rund 20 Kilometer von Barcelona lebt, hat sich bisher noch nicht geäußert.

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Zukunft von Messi jetzt völlig offen

Zuletzt hatte es den Eindruck gemacht, als ob sich beide Seiten angenähert hätten. Messis Abgang aus Barcelona kommt aber nicht völlig überraschend. Der Vertrag des Argentiniers ist Ende Juni ausgelaufen. Bereits vor einem Jahr drängte er massiv, den Club verlassen zu können. Indiskretionen, die ihm und der Mannschaft geschadet hatten, dazu sportliche Tiefschläge wie das desaströse 2:8 im Viertelfinale der Champions League gegen Bayern München hatten seine Beziehung zum Club nachhaltig beschädigt.

Messi wollte bereits 2020 weg, die festgeschriebenen wahnwitzigen 700 Millionen als Ablösesumme und das Veto des damaligen Vereinspräsidenten Josep Bartomeu hinderten ihn aber daran. Dass später Sturm-Partner Luis Suarez (34) verkauft wurde und mit Atletico Madrid den Meistertitel feierte, wirkte auch nicht gerade lindernd auf Messis Unmut.

Barca-Hoffnung wuchs - und platzte

Im März dieses Jahres kehrte Joan Laporte auf den Posten des Clubchefs zurück. Die Hoffnung wuchs wieder, dass Messi besänftigt und sich für einen weiteren Vertrag entscheiden würde. Laporte war schon einmal Präsident gewesen - als Messis Profi-Karriere bei Barca mit 17 Jahren begann. Sein Debüt im Erwachsenenfußball hatte das Ausnahme-Talent am 16. Oktober 2004 in der Liga gegen den Stadtrivalen Espanyol (1:0) gegeben.

Ein Jahr älter ist mittlerweile Yusuf Demir. Österreichs Mittelfeld-Hoffnung, der zuletzt in Testspielen für Barcelona aufgezeigt hat und nach einem Jahr Leihe für 10 Mio. Euro Ablöse an Rapid Wien von den Katalanen fix verpflichtet werden könnte, kommt allerdings nicht in den Genuss, in naher Zukunft an der Seite von Messi zu spielen.

Dabei war die Hoffnung groß gewesen, nachdem Barca Ende Mai die Verpflichtung von Messis engem Freund Sergio Aguero (33) von ManCity bekanntgegeben hatte. Messi sollte zum Verbleib bewogen werden. Der Superstar wollte Medienberichten zufolge sogar auf die Hälfte des bisherigen Gehalts verzichten und für weitere fünf Jahre unterschreiben. Nach seinem Familienurlaub in Miami und auf Ibiza sollte eigentlich alles klar gemacht werden. Dann aber kam alles anders. (APA/red.)

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