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Fußball: Künftiger ÖFB-Boss Milletich zur Teamchef-Frage

12. Sept.

Foto: GEPA Pictures / Thomas Bachun

Nach den zuletzt schwachen Auftritten der ÖFB-Auswahl ist Teamchef Franco Foda angezählt. Wie sieht der kommende Verbandspräsident Gerhard Milletich die Zukunft des Deutschen?

Auf den designierten ÖFB-Präsidenten Gerhard Milletich warten nach seinem offiziellen Amtsantritt im Rahmen der Ordentlichen Bundeshauptversammlung am 17. Oktober in Velden vor allem zwei Herausforderungen. Zum einen muss der künftige Chef des größten Sport-Fachverbandes des Landes die Teamchef-Frage klären. Und dann wartet noch die entscheidende Standort-Frage, nämlich jene für die neue ÖFB-Geschäftsstelle und das Trainingszentrum.

Nationaltrainer Franco Foda ist durch den völlig verkorksten September-Lehrgang unter Druck geraten. Zwar wurde der Deutsche von Noch-ÖFB-Boss Leo Windtner für die Oktober-Partien gegen die Färöer und Dänemark bestätigt. Was danach passiert, ist aber offen.

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Milletich hält sich noch bedeckt

Milletich hielt sich in dieser Angelegenheit vorerst bedeckt. "Ich finde es gut, dass der Teamchef bestätigt wurde. Ich halte nichts davon, aus der Hüfte zu schießen", sagte der 65-Jährige. Man werde in den kommenden Wochen etwa in der ÖFB-Sportkommission zum Thema Teamchef beraten.

David Alaba & Co. haben keine realistische Chance mehr auf Gruppenplatz eins und damit die Direkt-Qualifikation für die WM 2022 in Katar. Die ÖFB-Kicker sind allerdings durch den Nations-League-Gruppensieg im Vorjahr ziemlich sicher im WM-Play-off, das im März 2022 steigt. Sollte in den entscheidenden Partien auf einen neuen Teamchef gesetzt werden, könnte dieser wohl schon für die November-Matches jeweils daheim gegen Israel und die Republik Moldau bestellt werden. Um dadurch früher mit der Mannschaft arbeiten zu können.

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Foda-Entlassung würde einiges kosten

Allerdings würde das eine vorzeitige Trennung von Foda und wohl auch dessen Co-Trainern bedeuten. Deren Verträge laufen bis zum Ende der WM-Quali, also wohl bis März 2022, und würden sich im Falle einer WM-Teilnahme bis Jahresende 2022 verlängern. Eine baldige Verabschiedung des Trainerstabs wäre daher eine einigermaßen kostspielige Angelegenheit.

Der ÖFB muss jedoch seine Finanzen im Griff behalten. Vor allem deshalb, weil demnächst mit der Errichtung eines Verbands-Trainingszentrums und einer neuen ÖFB-Geschäftsstelle begonnen werden soll. Windtner sprach sich in dieser Angelegenheit in der Vergangenheit klar für den Standort Wien-Aspern aus. Dabei gab es für den Oberösterreicher aber einiges an Gegenwind von so manchen Präsidiumskollegen, auch im Zusammenhang mit dem Finanzierungs-Modell.

Milletich betonte, man werde die Kosten für das gewaltige Infrastruktur-Projekt noch einmal evaluieren. "Aber grundsätzlich stehe ich dem Standort Aspern positiv gegenüber." Den offiziellen Zuschlag könnte der neue Wiener Stadtteil vom ÖFB-Präsidium schon demnächst bekommen. (APA/red.)

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