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Fußball: ÖFB-Team landet 3:0-Pflichtsieg in Luxemburg

12. Nov.
LUXEMBOURG,LUXEMBOURG,11.NOV.20 - SOCCER - OEFB international match, Luxembourg vs Austria, test match. Image shows the rejoicing of Gernot Trauner and Adrian Grbic (AUT). Photo: GEPA pictures/ Philipp Brem

Foto: GEPA Pictures / Philipp Brem

Der ÖFB-Auftritt in Luxemburg war jedoch nur teilweise gelungen - erst nach der Pause treffen Trauner, Grbic und Debütant Wiesinger für eine erstarkte B-Elf.

Eine spielerische Glanzleistung war es nicht. Dennoch hat Österreichs Fußball-Nationalteam mit einem 3:0 (0:0) am Mittwochabend in Luxemburg, dem vierten Sieg in Serie, Selbstvertrauen für die anstehenden Nations-League-Heimspiele am Sonntag gegen Nordirland und drei Tage später gegen Norwegen getankt. Im Gegensatz zum Testspiel-Auftritt im Herzogtum kann Teamchef Franco Foda dann wieder auf eine Reihe geschonter Stammspieler zurückgreifen, die das Niveau der Mannschaft heben sollen.

Die zahlreichen Ausfälle seien laut Foda aber kein Grund für die spielerisch lange Zeit glanzlose Darbietung seines Teams gewesen. "Da gibt es keine Ausreden. Das hatte nichts mit der Vorbereitung zu tun oder damit, dass so viele Spieler gefehlt haben. Sonst hätten wir in der zweiten Halbzeit nicht so zulegen können", betonte der Deutsche. "Wir haben einfach zu langsam gespielt."

Corona zwingt Foda zum Improvisieren

Auf das Improvisieren infolge von Corona-Bestimmungen ist der Teamchef mittlerweile eingestellt. "Ich habe schon vor ein paar Wochen gesagt, dass uns das weiter verfolgen wird. Dass es wahrscheinlich eher noch schlimmer wird. Und genau das ist eingetreten", sagte Foda. "Wir blicken halt nach vorne. Wichtig war, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir wollten positiv reinstarten. Jetzt haben wir bis Sonntag Zeit, um uns gut vorzubereiten. Das werden wir tun."

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Die Österreicher gehen als Tabellenführer ihrer Gruppe 1 von Liga B in die Nations-League-Entscheidung. Vier Punkte aus den beiden Spielen würden zum Gruppensieg reichen. Dieser würde nicht nur den Aufstieg in die A-Liga der Top-Nationen bedeuten, sondern auch eine zusätzliche Chance auf das Play-off für die WM 2022. Selbst bei einer Niederlage in Wien gegen Nordirland hätte das ÖFB-Team Platz eins mit einem Sieg am Mittwoch ebendort gegen Norwegen noch selbst in der Hand. Foda sprach von einem "Finalspiel" gegen die Norweger. "Da werden wir bereit sein und alles geben, um den ersten Platz, den wir jetzt haben, zu verteidigen."

Dafür aber wird eine spielerische Steigerung nötig sein. Dem Teamchef missfiel in Luxemburg unter anderem die Passqualität. "Die erste Halbzeit war kein besonderes Spiel von uns. Wir hatten kein Passtempo, haben zu langsam das Spiel verlagert. Dadurch haben sich keine Korridore geöffnet." Eie Korrektur folgte nach einer "etwas intensiveren" und mit Videosequenzen untermauerten Pausen-Ansprache. Foda: "Für mich war das Wichtigste, dass die Mannschaft, auch wenn es einmal nicht so läuft, immer will und an den Sieg glaubt. Das war der Fall."

Zahlreiche ÖFB-Stars in den Startlöchern

Verstärkung wartet durch David Alaba, Marcel Sabitzer, Xaver Schlager und Stefan Lainer, die den 24-Stunden-Trip ins Großherzogtum plangemäß nicht mitgemacht haben. Dazu kommen die Salzburg-Akteure Cican Stankovic und Andreas Ulmer. Sie alle gaben laut ÖFB-Angaben am Mittwoch negative Corona-Tests ab und sollen am Donnerstag ins Training einsteigen. "Diese Spieler sind wichtige Bestandteile unseres Nationalteams. Sie heben die Mannschaft nach oben, darüber müssen wir nicht lange diskutieren", sagte Foda. Eine Mannschaft bestünde aber aus 20 bis 25 Spielern. "Ich habe absolutes Vertrauen in jeden einzelnen."

In Luxemburg zeigten sich vor allem die LASK-Akteure Gernot Trauner und Philipp Wiesinger. "Gernot hatte eine gute Antizipation in der Dreierkette, hat gute Bälle erobert. Er hat ein gutes Spiel gemacht, unabhängig von seinem Tor", lobte Foda. Auch Wiesinger habe die Sache in seinem ersten Länderspiel auf der für ihn ungewohnten linken Außenbahn "gut gemacht". Mit Reinhold Ranftl und dem zweiten Debütanten Husein Balic wurden zwei weitere LASK-Kicker eingewechselt. Foda: "Sie haben sich gut eingefügt. Insofern hat das Freundschaftsspiel seinen Zweck erfüllt. Für sie war es wichtig, sich mal hier zu präsentieren in unserem Kreis."

Valentino Lazaro (Mönchengladbach) und Philipp Lienhart (Freiburg) reisten nach der Partie wie vereinbart zu ihren Clubs zurück. Zudem ist der Einsatz von Jungstar Christoph Baumgartner gegen Nordirland und Norwegen weiter fraglich. Der Hoffenheim-Legionär wurde laut Foda zwar negativ getestet. Allerdings ist auf Behörden-Anordnung nach mehreren Corona-Fällen sein gesamtes Team in Quarantäne. "Wir müssen jetzt die nächsten ein, zwei Tage abwarten, wie sich die Situation dort entwickelt."

Ein Ausfall des 21-Jährigen würde das ÖFB-Team schmerzen. "Er hat unser Spiel belebt durch seine Art, wie er Fußball spielt. Durch seine Dynamik, durch seinen Tiefgang", sagte Foda. "Klar würde er uns fehlen." Auf dem Flügel wäre die Situation ohne Lazaro und Baumgartner besonders schwierig. Der Teamchef blieb dennoch zuversichtlich: "Deshalb haben wir auch einen größeren Kader nominiert. Wir haben genügend Spieler, damit wir dann auch in der Lage sind, gegen Nordirland und Norwegen zu bestehen." Mit einem fünften ÖFB-Sieg in Serie gegen die Nordiren würde Foda seine Marke vom Amtsantritt 2017/18 egalisieren. (APA/red.)

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