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Fußball: Stöger neuer Trainer von Ferencvaros Budapest

5. Juni
HARTBERG,AUSTRIA,24.MAY.21 - SOCCER - tipico Bundesliga, play off, semifinal, TSV Hartberg vs FK Austria Wien. Image shows head coach Peter Stoeger (Austria Wien).

Foto: GEPA Pictures / Mario Buehner

Peter Stöger zieht es wieder ins Ausland: Nach seinem selbst gewählten Abschied von der Austria heuert der 55-Jährige als Coach beim ungarischen Traditionsclub Ferencvaros an.

Peter Stöger hat nach seinem Abschied von Austria Wien einen neuen Job. Am Samstag wurde der 55-Jährige als neuer Trainer von Ferencvaros Budapest präsentiert. Der Traditionsclub sicherte sich in der abgelaufenen Saison mit 20 Punkten Vorsprung und bei nur einer Niederlage überlegen die Meisterschaft. In der Champions League 2020/21 holte Ferencvaros in der Gruppenphase mit einem Heim-2:2 gegen Dynamo Kiew einen Punkt.

Stögers Vertragsdauer war vorerst noch unklar. Es ist jedenfalls seine dritte Auslands-Station als Trainer nach den Engagements beim 1. FC Köln (2013 bis 2017) und im Anschluss für ein Jahr bei Borussia Dortmund. Beide deutschen Bundesligisten hatte Stöger Ticket in die Europa League bzw. in die Champions League geführt. Nun folgt der bisherige Austria-Sportchef und -Trainer dem ukrainischen Ex-Teamspieler Sergej Rebrow nach. Dieser hatte Ferencvaos zu drei Meistertiteln in Serie geführt.

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Stöger kehrte Austria den Rücken

Bereits einen Tag vor seinem Geburtstag gab Stöger am 10. April bekannt, dass er den in sportliche und finanzielle Turbulenzen geratenen österreichischen Rekord-Cupsieger nach insgesamt zwei Jahren zum Saisonende verlassen werde. Letztlich führte er die "Violetten" mit überzeugenden Leistungen im Europacup-Play-off gegen Hartberg und den WAC aber noch in die Qualifikation zur Conference League. Er selbst steigt mit Ferencvaros in die erste Quali-Runde der Champions League ein.

In einem Interview auf der Club-Website von Ferencvaros hob Stöger die Tradition und die Bekanntheit seines neuen Arbeitgebers hervor. "Jeder kennt Ferencvaros in Österreich. Man weiß, dass es der bekannteste und beliebteste Verein Ungarns ist", meinte der 65-fache österreichische Nationalspieler. Es sei nun eine perfekte Gelegenheit, dieses Team zu übernehmen. Stöger hob auch den ehemaligen Austria-Spieler sowie Ferencvaros-Akteur und -Trainer Tibor Nyilasi hervor.

Mehrere Clubs buhlten um Stöger

Stöger bestätigte in dem Interview, dass er Angebote aus verschiedenen Ländern gehabt habe. Darunter auch von seinem Ex-Club Köln, eine Rückkehr zu den Geißböcken kam aber nicht zustande. Die Gespräche mit Ferencvaros-Präsident Gabor Kubatov und -Sportmanager Tamas Hajnal seien dagegen gut gelaufen. "Ich arbeite sehr gerne in großen, traditionellen Vereinen, wo es ein besonderes Milieu und eine große Fan-Gemeinde gibt", sagte Stöger. Und reihte Ferencvaros diesbezüglich in einer Linie mit Köln, Dortmund und der Austria ein.

Die erneute Meisterschaft sowie gute internationale Auftritte seien die Ziele mit seinem neuen Team, so Stöger weiter. Gelingen soll das mit einer Offensiv-Taktik, im Europacup sei die Taktik freilich eher nach dem Gegner auszurichten. Torwart-Trainer Alexander Bade wird Stöger in Ungarns Hauptstadt begleiten, nachdem das Duo schon in Köln, Dortmund und Wien zusammengearbeitet hatte. In intensiven Gesprächen mit Hajnal und weiteren Ferencvaros-Verantwortlichen wolle er nun schnellstmöglich alles Wichtige zu seinem neuen Club in Erfahrung bringen. (APA/red.)

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