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Garmisch-Doppel für Gut-Behrami: Tamara Tippler wird Dritte

1. Feb.
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Foto: GEPA pictures/ Thomas Bachun

Die Schweizerin Lara Gut-Behrami hat in Garmisch den vierten Super-G in Folge gewonnen. Außerdem: Eine Premiere am Podest, ein Verzicht und eine schwere Verletzung.

Lara Gut-Behrami hat am Montag auch den zweiten Super-G in Garmisch-Partenkirchen und damit ihr viertes Rennen in Folge in dieser Disziplin gewonnen. Die Schweizerin steht somit knapp vor dem Gewinn der kleinen Kristallkugel, hat sie vor den zwei noch ausstehenden Bewerben doch 196 Punkte Vorsprung auf ihre Landsfrau Corinne Suter. Zweite wurde die Slowakin Petra Vlhova (+0,28 Sek.) vor Tamara Tippler (+0,74). Nicht am Start war Christine Scheyer wegen Knieproblemen.

"Es braucht ab und zu lang, und wenn es irgendwann wieder in die richtige Richtung geht, fühlt sich alles leichter an. Es passt alles zusammen, ich kann wieder befreit Skifahren", sagte Gut-Behrami zu ihrem Erfolgslauf und nach dem 30. Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Sie werde nun vor der WM ein paar Tage Pause machen, um sich zu regenerieren. Sie fühle sich nicht unter Druck, habe nichts zu beweisen.

Vlhova fixierte in dem wegen Nebels von Sonntag auf Montag verschobenen Rennen auf der Kandahar-Piste in Garmisch ihr erstes Speed-Podest der Karriere. Für die WM-Kombination ist das Slalom-Ass die Top-Favoritin. Ihr Vorsprung auf Gut-Behrami im Gesamtweltcup schrumpfte auf 42 Zähler. "Ich bin sehr glücklich über das erste Speed-Podest, das war ein wirklich guter Tag für mich", sagte die Slowakin.

Tamara Tippler in Garmisch wieder am Podest

Tamara Tippler war mit ihrer Fahrt in Garmisch zufrieden, es gelang ihr zu attackieren. "Das war mein Riesenziel. Es ist mir im ersten Super-G noch nicht gelungen, dass die Ski nach unten zeigen. Ich habe ordentlich Gas gegeben und bin in den Kampfmodus gegangen." Für die Steirerin war es der dritte Stockerlplatz in dieser Saison, der zweite nach Platz zwei in Crans Montana im Super-G. "Ich freue mich riesig über den dritten Platz. Weiter arbeiten, weiter trainieren, es freut mich, dass ich die Trainingsleistungen im Rennen zeigen kann."

Für die WM hat sich die Steirerin vorgenommen, nicht mehr zu wollen, als sie könne, denn das kenne sie aus der Vergangenheit und das bremse. "Ich versuche, mein Können auf den Schnee zu bringen und nicht mehr und nicht weniger. Aber die WM hat eigene Gesetze." Ihr Motto sei "nach außen klein und innen groß sein", erklärte sie ihre Zurückhaltung. "Ich weiß, wie es ist, es kann schnell wieder anders ausschauen. Ich war schon öfter in der Situation, dass man eine paniert kriegt. Wie ich jetzt fahre, habe ich mir hart erarbeitet. Ich bin schon stolz auf mich. Ich stapel nicht tief, ich will einfach am Boden bleiben."

Mannschaftlich war es am Montag eine mittelmäßige ÖSV-Leistung. Dennoch freuten sich alle - zumindest im Team-Verpflegungsbereich am Start. Sie hatten nach Checken der sozialen Medien doch mitbekommen, dass Anna Veith ein Baby erwartet. "Für Ski-Nachwuchs ist gesorgt! Voll lieb, von Herzen alles Gute", sagte Tippler. "Wir haben uns alle voll gefreut, weil sie sich das immer gewünscht hat", meinte Ariane Rädler.

Nach Garmisch: Gut regenerieren, dann WM

Ricarda Haaser kam als zweitbeste Österreicherin auf Rang 14. "In Teilpassagen gelingt es mir immer wieder, gutes Skifahren zu zeigen, im unteren Teil habe ich hier nicht so den Schub und das Tempo mitgenommen, da gehen mir die Zehntel ab", lautete ihre Analyse. Nun heiße es, gut zu regenerieren und eine gute Vorbereitung auf die WM zu machen.

Rädler wurde 19. "Ich wollte schon eine bessere Platzierung. Oben war es gut, das ist für den Kopf wichtig. Dann waren die Fehler, dann wollte ich noch mehr Gas geben. Ich weiß nicht, ob das dann zu viel war. Die Konstanz fehlt noch." Mirjam Puchner landete auf 22 und zeigte sich schwer enttäuscht. "Ich hoffe, dass ich bei der WM in der Abfahrt mit dabei bin." Drei aus den genannten ÖSV-Damen und Scheyer könnten Österreichs WM-Quartett im Super-G bilden.

Scheyer verzichtete in Garmisch auf den Start

Die zuletzt zweifache Fünfte Scheyer wollte in Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo nichts riskieren. Daher entschied sie sich am Montag nach dem Einfahren in Garmisch gegen das Antreten, weil ihr rechtes Knie zwickte und bei Schlägen nicht ganz stabil wirkte. "Auf die nächsten Wochen gesehen war das die richtige Entscheidung", teilte die Vorarlbergerin mit. Das italienische Team gab Abfahrts-Seriensiegerin Sofia Goggia vor, die nach ihrem am Vortag erlittenen Schienbeinkopfbruch die Heim-WM verpassen wird.

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