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FIM Superbike World Championship

Gerloff wütend auf sich selbst: „Bin am Boden zerstört“

28. Juli

Foto: (C) Motorsport Images

Dass er in Assen unfreiwillig „aufgeräumt" hat, ist dem US-Amerikaner bewusst. Er ärgert sich nach wie vor über seine Aktion.

Es war der Aufreger des zweiten WSBK-Laufs in Assen: Yamaha-Pilot Garrett Gerloff kollidiert in Kurve 1 mit Markenkollege und WM-Anwärter Toprak Razgatlioglu und bringt den Türken zu Fall. Im Fahrerlager war man sich einig, dass Gerloff der Schuldige war . Auch der US-Amerikaner war sich dessen bewusst und sagte seine Medientermine am Sonntagabend ab.

In einem kurzen Statement meldete sich Gerloff doch noch zur kontroversen Szene, mit der er sich eine Durchfahrtsstrafe einhandelte. „Ich bin am Boden zerstört und kann mich nur bei Toprak und bei Yamaha entschuldigen", erklärt Gerloff.

„Ich hatte aus der dritten Reihe einen guten Start und spürte den Kontakt in Kurve eins. Aber ich erkannte nicht, dass es Toprak war, bis ich nach hinten schaute", beschreibt er die Szene. „Es tut mir leid für ihn, denn er hat einen hohen Preis für meinen Fehler bezahlt, aber auch für Yamaha, die unermüdlich arbeiten, um die Meisterschaft zu gewinnen."

„Ich kann mich nur bei beiden entschuldigen, auch wenn ich mir bewusst bin, dass das nichts am Ergebnis ändern wird", so Gerloff. Im Lager von Yamaha herrschte nach dem Zwischenfall dicke Luft. Sowohl Yamaha-Teammanager Paul Denning als auch Yamaha-Rennleiter Andrea Dosoli ärgerten sich über Gerloffs Manöver.

Großes Unverständnis bei Yamaha-Teammanager Denning

„Toprak hatte einen guten Start und bremste wie gewohnt kontrolliert und ging in Kurve 1 in Führung. Es ist daher sehr schwer nachzuvollziehen, was Garrett sich dabei gedacht hat, von so weit hinten zu kommen und dadurch den Sturz zu verursachen", grübelt Paul Denning und bilanziert: „Es war ein enttäuschendes Ende eines sehr positiven Wochenendes."

"Wir können den Zwischenfall in Kurve 1 nicht als Pech bezeichnen, denn es war eindeutig eine Fehleinschätzung von Garrett", kritisiert Andrea Dosoli. „Garrett hat bereits bei zahlreichen Gelegenheiten gezeigt, dass er ein großes Talent ist, aber es gibt noch Bereiche, in denen er sich verbessern kann."

Trotz des Blackouts in Kurve 1 steht Yamaha weiter hinter dem US-Amerikaner: „Wir werden weiterhin eng mit Garrett zusammenarbeiten, um die Fehler auszumerzen, die ihn in dieser Saison schon mehr als einmal Punkte gekostet haben."

„Er hat eindeutig das Potenzial, um in Zukunft um die Meisterschaft zu kämpfen. Aber um dieses Potenzial auszuschöpfen, muss er die Situation in den Rennen besser in den Griff bekommen - vor allem, wenn er in der Lage ist, auf das Podium zu fahren", so Andrea Dosoli.

Razgatlioglu verliert in Assen 39 Punkte auf Rea

Durch den Nuller in Lauf zwei liegt Toprak Razgatlioglu nun 37 Punkte hinter Jonathan Rea zurück. Beim Renn-Wochenende in Assen verlor der Türke, der als WM-Führender in die Niederlande reiste, 39 Punkte auf den Weltmeister.

„Toprak kam als Meisterschaftsführender nach Assen - eine völlig neue Situation für ihn und das Team", bemerkt Andrea Dosoli, der mit der Performance des Türken zufrieden war: „Es freut mich wirklich sehr, zu sehen, wie gut er sich auf einer Strecke geschlagen hat, auf der er in der Vergangenheit nicht die besten Ergebnisse erzielt hat."

„Er hatte sehr viel Pech. Und wir haben nicht das bekommen, was wir uns erhofft haben. Wir müssen das Positive mit nach Hause nehmen - dass er wieder einmal schnell waren. Das sollte er für den Rest der Saison im Hinterkopf behalten, um beim Kampf um die Meisterschaft wieder in die Spur zu finden. Es ist schade, was im zweiten Rennen passiert ist. Er hat viele Punkte verloren", bedauert Andrea Dosoli den Ausfall.

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