Große Ehre: Zverev ist Deutschlands Sportler des Jahres

20. Dez.

Foto: GEPA Pictures / ZUMA Press / LaPresse / Marco Alpozzi

Für Tennis-Star Alexander Zverev ist seine Auszeichnung ein Ansporn, 2022 noch etwas draufzupacken - den nächsten Meilenstein hat er schon im Visier.

Statt des schicken schwarzen Smokings zog Alexander Zverev am morgen danach wieder sein gewohntes Trainings-Outfit über. Die Auszeichnung zu Deutschlands Sportler des Jahres, die er in Baden-Baden voller Stolz als erster Tennisspieler seit 30 Jahren entgegengenommen hatte, verstand der Olympiasieger als zusätzlichen Ansporn. Der 24-Jährige will 2022 die nächsten großen Meilensteine erreichen.

"Ich habe zwei Ziele noch vor mir. Das ist ein Grand-Slam-Sieg, und dass ich die Nummer eins der Welt werde. In Australien habe ich die Chance, beides gleichzeitig zu erreichen", sagte Zverev, der auf der Gala von seiner Freundin Sophia Thomalla begleitet wurde. "Deswegen hoffe ich, dass es dort klappen wird." Am zweiten Weihnachtstag setzt er sich schon in den Flieger, am 17. Januar startet das erste Major des Jahres in Melbourne.

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Zverev nimmt ersten Grand-Slam-Sieg ins Visier

Längst hat für Zverev nach einem kurzen Erholungs-Trip auf die Malediven die Vorbereitung wieder begonnen. Zwei Wochen schweißtreibendes Training im Kraftraum, auf dem Tennisplatz und auch mal am Strand von Monaco stecken ihm bereits in den Knochen. Zwischendurch stehen für den gebürtigen Hamburger immer mal wieder Trips nach Deutschland auf dem Programm. Am Samstag trat er im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF auf, tags darauf ging es dann weiter nach Baden-Baden.

Zverev genießt die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, die er sich mit sechs Turniersiegen inklusive des Goldenen Moments bei Olympia in Tokio verdiente. Nicht immer waren die Schlagzeilen um den herausragenden Tennisspieler so positiv, die Anschuldigungen einer Ex-Freundin setzten ihm zu.

"Diese Wahl ist sehr besonders für mich"

Bei der Gala im Kurhaus kriegte er nun das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht, schnappte sich seine Sophia und knutschte sie ab. Und er betonte die enge Bande zu seiner Familie. "Es war ein besonderer Moment, wenn ich solche Trophäen bekomme und meine Familie mit auf der Bühne ist", sagte Zverev. "Deutschland ist so ein erfolgreiches Land, was den Sport angeht. Da zum ersten Mal zum Sportler des Jahres gewählt zu werden, ist sehr besonders für mich."

Er traf den Ton, indem er sich für finanziell schlechter ausgestattete Kollegen und Kolleginnen einsetzte. Tennis sei "eine relativ reiche Sportart im Gegensatz zu vielen anderen olympischen Sportarten", sagte Zverev, der neben Weitspringerin Malaika Mihambo und dem Bahnrad-Vierer der Frauen ausgezeichnet wurde. "Ich hoffe einfach, dass viele Sportarten wie Leichtathletik oder der Radsport bald ein bisschen aufholen, was das Finanzielle angeht. Weil die es genauso sehr verdienen wie wir." (SID/red.)

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