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Gruppenphase fix: Aber wo spielt Rapid?

13. Aug.
Person, Human, People

Foto: (C) GEPA pictures/ Philipp Brem

Rapid Wien zitterte sich in der UEFA Europa League-Quali gegen Anorthosis weiter. Die Niederlage im Rückspiel zeigt: Da ist noch Luft nach oben.

Rapid Wien ist im Herbst fix in einer Europacup-Gruppenphase vertreten. Die Frage ist nur, ob zum neunten Mal in der UEFA Europa League oder doch in der UEFA Conference League, die ihre Premiere feiert. Die Entscheidung darüber fällt nach dem mit etwas Bauchweh fixierten Aufstieg gegen Anorthosis Famagusta im Play-off gegen den ukrainischen Vertreter Sorja Luhansk. „Das war das Minimalziel, dass wir in einer Gruppenphase sind, das haben wir erreicht", sagte Rapid-Kapitän Maximilian Hofmann.

Nach dem klaren 3:0-Erfolg im Allianz Stadion vergangene Woche konnten sich die Wiener am Donnerstag auf Zypern eine 1:2-Niederlage leisten. Wäre den kurz vor der Pause in Führung gegangenen Zyprern in der 53. Minute bei einem Christodoulopoulos-Heber an die Außenstange das 2:0 geglückt, hätte es noch eine richtige Zitterpartie werden können. So aber machte Ercan Kara (64.) mit dem Ausgleich die Hoffnung auf eine Wende der Hausherren zunichte. „Dass er so reingeht, ist kurios, aber solche Tore müssen auch einmal passieren", sagte der Stürmer, der auch im Hinspiel getroffen hatte.

„Waren besser, ließen aber Anorthosis spielen"

Dietmar Kühbauer konnte danach ordentlich durchatmen. „Das tut absolut gut, weil wir es uns erarbeitet haben", betonte der Burgenländer. Wieder einmal in dieser Saison blieben die Hütteldorfer vor der Pause vieles schuldig. Richard Strebinger hatte alle Hände voll zu tun. „Die erste Hälfte war schlecht, da braucht man gar nichts beschönigen, da haben wir oftmals mit dem Feuer gespielt, und Strebi hat uns im Spiel gehalten", analysierte Kühbauer. Hinten habe man sich zu weit hineindrängen lassen, zudem hätten die Offensivspieler zu wenig gegen den Ball gemacht. „Wir sind die weit bessere Mannschaft, haben aber Anorthosis spielen lassen", ärgerte sich der Rapid-Coach.

Mit dem Auftritt nach der Pause konnte er hingegen gut leben. „Da haben wir den Schalter umgelegt, es geradegebogen." Da Onisiforos Rousias (88.) im Finish noch traf, gab es aber nach zuletzt zwei 3:0-Erfolgen wieder einmal eine Pflichtspielniederlage. „Es war von jedem Einzelnen ein bisschen zu wenig, wir waren hinten nach den Schritt, dann gewinnt man so eine Partie auch nicht. Mit dem Spiel selber können wir nicht zufrieden sein", war Hofmann bewusst. Strebinger schlug in eine ähnliche Kerbe: „Rein leistungstechnisch haben wir auf jeden Fall Luft nach oben. Im Endeffekt war die Leistung 'solala'."

Gibt's dank Euro-Millionen Neuzugänge?

Aufgrund des fixierten Aufstiegs war das für alle verschmerzbar. „Was zählt, ist, dass wir weiter sind", war von Hofmann und Co. zu vernehmen. Kara war „sehr froh darüber", im Herbst europäisch vertreten zu sein. „Das macht uns glücklich", betonte der 25-jährige Wiener. Rapid hat zudem nun Planungssicherheit, kann mit fixen Millionen-Einnahmen kalkulieren. Deshalb ist auch mit Transfers zu rechnen. „In unserer Planung ist es schon so, dass die Möglichkeit sehr groß ist, das noch etwas passiert am Transfermarkt. Ich will mich aber nicht an Spekulationen beteiligen", sagte Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic.

Frisches Blut wäre aufgrund der aktuell sehr dünnen Personaldecke und aufgrund der vielen englischen Wochen bis zum Winter wichtig. Während der 13-fache Meister aus Zypern erst zum dritten Mal in dieser Saison in einem Bewerbsspiel antrat, war es für Rapid das achte Spiel innerhalb von vier Wochen. „Bei den Möglichkeiten, die uns momentan zur Verfügung stehen - ich muss oftmals die selbe Mannschaft spielen lassen -, ist das schon eine riesige Belastung für die Mannschaft", verlautete Kühbauer.

Nun kommt Zorya Luhansk

Für Rotation gibt es nur wenig Spielraum, immerhin gaben auf Zypern der in der Liga noch einmal gesperrte Robert Ljubicic und Koya Kitagawa ihr Comeback. Ein wichtiges Detail im Hinblick auf die Aufgaben in den kommenden Wochen. Nach dem Liga-Duell in Altach am Sonntag wartet am Donnerstag mit Zorya Luhansk der Dritte der vergangenen ukrainischen Meisterschaft in Wien. „Luhansk ist sicher ein schwerer Gegner, aber auch da haben wir das Ziel, weiterzukommen", sagte Strebinger. Und Kara ergänzte: „Luhansk ist eine gute Mannschaft. Wir müssen auf jeden Fall eine bessere Leistung bringen als heute, um zu bestehen." (APA/Red)

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