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Gustl Auinger glaubt nicht an Titel-Entscheidung in Misano

21. Okt.

Foto: MotoGP

ServusTV-Experte Gustl Auinger glaubt nicht, dass die MotoGP in Misano bereits vorzeitig mit Fabio Quartararo den Weltmeister 2021 kürt.

Kürt die MotoGP schon im drittletzten Saisonrennen ihren neuen Weltmeister? ServusTV-Experte Gustl Auinger: „Ich glaube nicht. Dafür gibt es auf der Strecke zu viele Stellen, die dir das Leben schwer machen.“ ServusTV überträgt den Großen Preis der Emilia-Romagna am Wochenende live sowie im Livestream auf servustv.com/sport und in allen Apps.

Fabio Quartararo kann Titel fixieren

Zum zweiten Mal in diesem Jahr macht die Motorrad-Weltmeisterschaft am Misano World Circuit Marco Simoncelli Station. Im Titelrennen matchen sich jedoch nur noch Fabio Quartararo und Francesco Bagnaia. Der Franzose weist 52 Punkte Vorsprung auf den Italiener auf. Vereinfacht dargestellt müsste der Yamaha-Pilot also zum vorzeitigen Titelgewinn lediglich vor dem Ducati-Fahrer ins Ziel kommen.

Gustl Auinger: Kostanz ist Trumpf

„Die Ruhe, die jemand ausstrahlt, ist immer davon abhängig, wie sehr er sich unter Druck gesetzt fühlt“, analysiert ServusTV-Experte Gustl Auinger die Abgeklärtheit des WM-Führenden. In bisher 15 Saisonrennen landete dieser immer in den Punkte-Rängen. „Quartararo hat diesbezüglich gegenüber dem Vorjahr einen großen Schritt gemacht. Er nutzt seinen komfortablen Polster und fährt extrem clever.“

Keine Fehler erlaubt

Zudem würden die Layouts in Misano, Portimão und Valencia eher Yamaha entgegenkommen. „Allerdings bevorzugt keine Strecke ein Motorrad besonders“, schränkt Gustl Auinger ein. Und Quartararo werde das Rennen daher wohl taktisch angehen. „Fabio weiß genau, wie schnell sich die Situation drehen kann. Manchmal funktioniert ein Motorrad mit einem neuen Reifen einfach nicht gut, ausgerutscht ist man auch bald einmal. Und bei dieser Dichte fahren dann nicht nur ein, zwei an dir vorbei, sondern gleich zehn.“

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Laut Gustl Auinger kann Pecco Bagnaia riskieren

Dem sich ebenfalls in Topform befindenden Bagnaia sei mit seinem Premierensieg in Aragón endgültig der Durchbruch gelungen, als er die erbitterten Angriffe von Marc Márquez abwehrte. „So etwas gibt enormes Selbstbewusstsein. Und was das Risikomanagement anbelangt, tut sich der Jäger immer leichter als der Gejagte.“

Heimvorteil für Ducati

Der 24-Jährige gewann auch das erste Misano-Rennen vor fünf Wochen, 2020 war er in Führung liegend gestürzt. „Als Italiener in Italien mit einem italienischen Fabrikat zu fahren, gibt dir diese extra paar Prozente.“ Rückschlüsse auf Misano 1 zu ziehen, sei jedoch nur bedingt möglich, meint der ServusTV-Experte. „Weil vor allem die Temperatur ganz anders sein wird. Ducati hat an sich die Möglichkeit, mehr mechanischen Grip zu generieren als die Konkurrenz. Je kühler es aber wird, desto eher verringert sich dieser Vorteil.“

Gustl Auinger: "Fairplay auf der Strecke"

Auf der Strecke werde jedenfalls Fairplay herrschen, ist Gustl Auinger überzeugt. „Bisher haben einige geglaubt, dass man nach spektakulären Stürzen einfach weiterfahren kann. Dieses Jahr hat uns aber schmerzvoll gezeigt, dass niemand unverwundbar ist. Keiner muss den anderen vorbeiwinken. Alle haben aber eine Verpflichtung, saubere Rennen zu bestreiten.“ Bei Quartararo und Bagnaia gebe es jedoch keine Bedenken. „Sie gehen sehr respektvoll miteinander um und sprechen in höchsten Tönen über den jeweils anderen.“

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Wie stark ist Texas-Sieger Márquez?

Bei allem Fokus auf das Titel-Duell, dürfe man den Kampf um den Tagessieg nicht vergessen, erinnert Gustl Auinger. „Gerade gegen Saisonende ist Suzuki immer enorm stark.“ Auch Marc Márquez hat der ServusTV-Experte auf dem Zettel. „Wenn er eine Chance wittert, nutzt er sie kompromisslos. In Austin hat er nicht die geringste Schwäche gezeigt. In Misano ist die Verbindung von einer Kurve zur nächsten aber sehr kurz, dazwischen musst du das Motorrad auf Leistung bringen. Und die vielen Schräglagen werden für ihn sicher anstrengend.“

Gustl Auinger erwartet buntes Podium

Sein allerletztes MotoGP-Rennen auf italienischem Asphalt bestreitet Valentino Rossi. Der bekennende Doktor-Fan Gustl Auinger würde dem Superstar zum Abschied auch den Sieg in der unmittelbaren Heimat vergönnen. „Doch das wird sich leider nicht spielen.“ Viel mehr erwartet der ServusTV-Experte eine Markenvielfalt am Podest. „Ducati, Yamaha und Suzuki. Aber nicht zwingend in dieser Reihenfolge.“

Des Doktors Abschiedsfeier

Rund um die Rennaction steht das Titel-Duell ebenso im Fokus wie Valentino Rossis finaler Auftritt vor den italienischen Tifosi. In der Moto2 beschäftigt sich ServusTV mit dem Zweikampf zwischen den nur durch neun Punkte getrennten Remy Gardner und Raúl Fernández. Und in der Moto3 wird nach dem furchtbaren Crash von Austin das Thema Sicherheit analysiert. Andrea Schlager und Stefan Bradl melden sich aus der Boxengasse des Misano World Circuit Marco Simoncelli. Durch die Sendung führen Christian Brugger und Alex Hofmann.

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