FIA Formula One World Championship

Haas-Teamchef massiv genervt: „Es gab keinen Grund für Risiko”

1. Aug.
Tire, Formula One, Car

Foto: (C) GEPA pictures/ XPB Images/ Batchelor

Mick Schumacher brachte mit seinem nächsten Crash Haas-Teamchef Günther Steiner ordentlich auf die Palme. Die unfreiwilligen Ausritte gehen ins Geld.

Der nächste Unfall und ein „genervter" Chef: Die zuletzt kostspieligen Crashs von Mick Schumacher werden allmählich zum Problem für seinen Formel 1-Rennstall Haas. „Man plant immer mit Unfällen, vor allem bei Rookies", sagte Teamchef Günther Steiner im Rahmen des Großen Preises von Ungarn: „Wir haben aber einen Punkt erreicht, an dem man daran arbeiten muss, weniger Unfälle zu bauen."

Schumacher habe „die letzten Rennen größere Unfälle" gehabt: „Dreher sind kein Problem, aber diese Unfälle kosten eine Menge Geld." Im dritten freien Training am Samstag hatte der 22-Jährige in der Highspeed-Kurve 11 die Kontrolle über seinen Rennwagen verloren und schlug seitlich in den Reifenstapel ein. Die Haas-Mechaniker konnten das beschädigte Getriebe nicht rechtzeitig auswechseln, Schumacher verpasste damit das Qualifying.

„Die Unfälle werden etwas häufiger und heftiger, wir machen zu viele Fehler", sagte Steiner, der dabei Schumachers vielgescholtenen Teamkollegen Nikita Masepin ausdrücklich von der Kritik ausnahm: „Wir sprechen nicht im Plural. Nikita hat sich gut verhalten, er hatte zuletzt keine Schäden. Aber Mick hatte die letzten Rennen einige Unfälle."

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Besonders ärgerlich sei ein solcher Vorfall im freien Training, „es gab keinen Grund, ein Risiko einzugehen. Man muss den jungen Fahrern erklären, wann es wert ist, ein Risiko einzugehen und wann nicht. Ich glaube, sie wissen das jetzt. Hoffentlich hilft ihnen diese Erklärung."

Steiner sei direkt im Anschluss an den Unfall „richtig genervt" gewesen, „zehn von zehn" auf einer Skala, sagte der Südtiroler an Samstag. Bis zum Abend habe es sich auf „fünf von zehn" heruntergekühlt. Er habe bei derartigen Vorfällen stets die finanzielle Situation des Hinterbänklerteams im Kopf: „Wir haben ein Budget, und damit müssen wir klarkommen. Wir müssen sehen, was wir dann machen." (SID/Red)

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