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FIM Superbike World Championship

Redding fährt sich Frust von der Seele: “Zeigte meine aggressive Seite”

18. Okt.

Foto: Motorsport Images

Scott Redding fährt bei der Superbike-WM in Argentinien zum Sieg in Lauf zwei und reagiert mit seiner Fahrweise auf die Streitigkeiten der vergangenen WSBK-Events.

Scott Redding kann in diesem Jahr nicht mehr Weltmeister werden. Obwohl der Ducati-Pilot das WSBK-Wochenende in Argentinien mit einem Sieg abschloss, hat er rechnerisch keine Chancen mehr, den Titel zu holen.

In San Juan zeigte Redding aber unterm Stich ein sehr starkes Wochenende. Am Samstag holte er die Pole. Ein Sturz in Lauf eins warf ihn weit zurück. Am Sonntag kämpfte Redding in beiden Rennen um den Sieg und entschied Lauf zwei für sich.

"Ich wollte diesen Pokal für den ersten Platz. Ohne ihn wäre ich hier nicht abgereist", stellt der Brite klar. "Es war emotional, weil ich es wirklich wollte." Der Sieg im Sonntags-Rennen war eine große Erlösung. "Das habe ich gebraucht. Ich war bereit dafür, ich war richtig hungrig. Ich war bereit, um in den Krieg zu ziehen", bemerkt er.

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Redding enttäuscht: Sturz in Kurve 1 sorgt für WM-Vorentscheidung

"Ich war nach dem, was am Samstag passiert ist, richtig angefressen. Ich denke, ich hätte es aufs Podium schaffen können", schaut er auf den Sturz in Lauf eins. In Kurve 1 rutschte Redding ohne Vorwarnung das Hinterrad weg. "Es war merkwürdig. Es war nicht so, dass ich attackierte. Ich lenkte ein, löste die Bremse und als ich ans Gas ging, dreht ich mich schon", erklärt Redding.

Vermutlich wurde der Sturz durch ein Problem mit der Elektronik ausgelöst. "Ich war schnell genug und mit einem Podium am Samstag hätte ich die Meisterschaft am Leben gehalten. Ich werde dennoch bis zum Ende kämpfen", verspricht Redding.

Harte Duelle in der ersten Hälfte des zweiten Rennens

Im Superpole-Rennen fehlten 0,046 Sekunden zum Sieg. Im Duell mit Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu zog Redding knapp den Kürzeren. "Ich wusste, dass ich im langen Rennen stärker bin. Beim Start fiel ich ein bisschen zurück. Ich sah, wie sie kämpften und versuchte, nicht zu weit zurückzufallen", kommentiert er das zweite Hauptrennen.

In der ersten Hälfte wurde hart gekämpft. Auch Redding fuhr die Ellbogen aus. "Ich zeigte meine aggressive Seite, die ich ungern zeige. Ich will nicht zu viele Berührungen haben, weil ich respektvoll fahren möchte. Es fühlte sich von meiner Seite respektvoll an, aber es war hart", so der Brite.

"Ich kann auch aggressiv fahren. Ich bin so gefahren, dass ich nicht länger der Fahrer bin, der sich nur um die Sicherheit sorgt. Denn das bringt nichts", reagiert Redding auf die Diskussionen der vergangenen Wochenenden, an denen Razgatlioglus harte Fahrweise im Fokus stand.

Nachdem die Positionen in der ersten Rennhälfte mehrfach wechselten, übernahm Redding zur Halbzeit des Rennens die Führung und setzte sich ab. "Ich wusste, dass ich es sicher habe, wenn ich zwei Runden vorne liege. Mir war klar, dass sie hinter mir weiterhin kämpfen", berichtet der Ducati-Pilot, der das Rennen in der zweiten Rennhälfte kontrollierte.

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