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MotoGP World Championship

“Opfere alles dafür”: Miller voll auf WM-Titel fokussiert

15. Juni
Jack Miller will mit Ducati MotoGP-Weltmeister werden.

Foto: Motorsport Images

Im Kampf um die Meisterschaft wittert Jack Miller seine große Titel-Chance. Und der Ducati-Star hat im WM-Rennen auch mental eine besondere Strategie parat.

In Jerez und Le Mans sorgte Jack Miller bisher für die einzigen Ducati-Saisonsiege. Schon in seinem ersten Jahr im Werksteam hat sich der Australier im Spitzenfeld etabliert, grüßt nach sieben Rennen als WM-Dritter. Sein Rückstand auf Yamaha-Speerspitze Fabio Quartararo beträgt 25 Punkte.

"In diesem Jahr habe ich eine großartige Chance in meinen Händen", sagt Miller bei 'MotoGP.com'. "Das bekommt man nicht so oft in seiner Karriere. Ich bin bereit, alles dafür zu opfern, um mein ultimatives Ziel zu erreichen." Und das ist nichts anderes als der WM-Titel.

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"Dann bleibe ich zu Hause"

Miller lässt Privates außen vor

"In der Sommerpause heiratet meine Schwester. Ich würde liebend gerne nach Hause reisen und dabei sein. Aber wenn man während der Saison ans andere Ende der Welt reist und zwei Wochen in Quarantäne muss ..."

"Wenn man versucht, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen, dann ist das nicht der cleverste Plan. Und das ist nur ein weiteres Beispiel dafür, dass ich alles dafür opfere und mich komplett auf meine Aufgabe konzentriere. Ich will das unbedingt schaffen."

Der psychologische Aspekt spielt im Spitzen-Sport natürlich auch eine Rolle. Nach zweimal Platz neun in Katar und dem Sturz in Portimao wurde der Druck zwischenzeitlich größer. Miller gibt offen zu, dass er dadurch Selbstvertrauen verlor. Und das Ducati-Team in dieser schwierigen Phase mehr an ihn glaubte als er selbst.

Ducati glaubt an seinen Star

Diese Unterstützung brachte ihn mental wieder nach vorne. Was folgte, war Millers Sieg in Jerez und anschließend auch der Triumph beim schwierigen Flag-to-Flag-Rennen in Le Mans. "Jedes Jahr werde ich stärker und stärker. Das spüre ich als Fahrer, aber auch als Mensch", sagt der 26-Jährige.

"Im Satellitenteam ist man freier und kann Späße machen, hat nicht diesen Druck. Es waren nur meine Erwartungen. Andere haben gesagt, man kann um den WM-Titel kämpfen und dies oder jenes tun. Man setzt sich dann selbst unter Druck."

"Aber man muss loslassen und tun, was man tun kann", findet Miller. "Damit muss man zufrieden sein. Ich schaue nur auf mich. Denn ich bin nicht hier, um irgendwen anders glücklich zu machen. Ich bin hier, weil ich den Motorrad-Sport liebe."

Miller: "Das ist der Schlüssel"

"Die einzige Person, die ich glücklich machen muss, bin ich. Es ist eine egoistische Sache. Man muss sich auf sich selbst konzentrieren und darf nicht zulassen, dass einem andere Dinge nahe kommen. Ich denke, das ist der Schlüssel in diesem Jahr."

"Ich konzentriere mich auf mich selbst und weiß, dass ich mein Bestes gegeben habe. Das versuche ich zu tun." Abgesehen von seinen beiden Siegen stand Miller in Barcelona als Dritter ebenfalls auf dem Podest.

Mit Johann Zarco (WM-Zweiter) und Francesco Bagnaia (Platz vier) hat Ducati drei Fahrer im Titel-Rennen, die WM-Leader Quartararo jagen. Millers Markenkollegen haben aber noch kein Rennen gewonnen. Wie immer wird sich die Meisterschaft über die Konstanz entscheiden.

Das weiß auch Miller: "Ich muss mich auf jede Situation einstellen, darf aber nichts erzwingen. In Mugello wäre zum Beispiel Platz vier möglich gewesen, aber ich fühlte mich nicht so gut. Wenn ich bereit bin für einen Kampf, dann muss ich es tun. Wenn nicht, dann muss ich mein Bestes geben, darf aber nichts erzwingen. Das ist der Schlüssel."

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