MotoGP World Championship

Jerez: Crash hätte Öncü beinahe das Leben kosten können

5. Mai 2021

Foto: (C) GP-Fever.de

Deniz Öncü kämpfte beim Spanien-GP in der Spitzengruppe um den Sieg. Bis es zum Crash mit Jaume Masia und Darryn Binder kam. Und der Unfall hätte tragisch enden können.

Beim Moto3-Rennen in Jerez herrschte in der letzten Kurve der letzten Runde Chaos. Beim Kampf um die Podestplätze verbremste sich Deniz Öncü (KTM) und krachte in seinen Markenkollegen Jaume Masia. Auch Darryn Binder (Honda) wurde abgeräumt. Die drei Fahrer purzelten in die Auslaufzone.

Verletzt hat sich zum Glück niemand schwer, aber dieser Unfall hätte auch in einer Tragödie enden können. „Ehrlich gesagt, ich habe Glück, dass ich am Leben bin", schreibt Öncü in einer Instagram-Story. Das Bild zeigt eine lange Schnittwunde am Hals.

„Als Binder über meinen Kopf gefahren ist, hat seine vordere Bremsscheibe in meinen Nacken geschnitten", schreibt Öncü weiter. „Das hätte viel schlimmer enden können!" Alle drei fuhren anschließend noch außerhalb der WM-Punkteränge über die Ziellinie.

„Habe mich leider verbremst"

Bis zur letzten Kurve war das Rennen für Öncü sehr gut gelaufen. Er führte immer wieder die Spitzengruppe an. Nach seinem Zwillingsbruder Can hätte es der erst zweite Grand-Prix-Sieg für einen Türken werden können und der erste Moto3-Sieg für das Tech-3-Team.

„Ich habe mehr oder weniger sehr lange geführt. Leider", spricht Öncü die letzte Runde an, „habe ich mich in Kurve 6 verbremst. Dadurch wurde ich von zwei Fahrern überholt und fuhr als Dritter auf die letzte Kurve zu."

„Am Kurveneingang habe ich wie immer gebremst, aber ich konnte nicht den ersten Gang einlegen. Deshalb bin ich im zweiten Gang gerutscht und habe versucht, das Motorrad abzubremsen. Dabei bin ich in Masia gekracht, der ebenfalls gestürzt ist. Das tut mir sehr leid!"

„Wir hatten ein tolles Wochenende und haben hart gearbeitet. Und dann stürze ich in der letzten Runde. Das hat geschmerzt - aber nicht physisch." Den dritten Sieg im vierten Saisonrennen holte sich Pedro Acosta. Er übernahm in der letzten Runde in Kurve 6 die Führung und bremste die letzte Kurve auch in Führung liegend an, während es dahinter zum Unfall kam.

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