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Rasanter MotoGP-Aufstieg: Jorge Martin mit neuen Zielen?

7. Apr. 2021

Foto: Motorsport Images

Mit seinem starken dritten Platz in Katar übertraf Jorge Martin zuletzt alle Erwartungen - so bewerten die Konkurrenz und der MotoGP-Rookie selbst diese Leistung.

Mit seiner Pole-Position und Platz drei beim Doha-Grand-Prix überraschte MotoGP-Rookie Jorge Martin nicht nur sich selbst, sondern auch die Konkurrenz. "Mich hat seine Pole sehr beeindruckt", sagt etwa Pramac-Teamkollege Johann Zarco.

"Er ist die Runde ganz allein gefahren. Das war großartig und ich glaube, das hat ihm für das Rennen viel Selbstvertrauen gegeben. Ich denke, auch Fabio (Quartararo, Anm. d. Red.) und ich haben als Rookies ein paar gute Dinge hinbekommen. Und wenn einem Rookie so etwas gelingt, ist das immer eine Überraschung."

Gerade weil Martin sein Teamkollege ist, habe ihn dessen Leistung in Katar umso mehr gefreut, betont Zarco. "Ich dachte nicht: Oh, er ist mein Teamkollege und vielleicht schneller als ich, weil er das Rennen anführt. Sondern ich war froh, dass er so eine hohe Pace halten konnte. Denn das war auch ein Vorteil für mich."

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Zarco über Martin: "Sehr beeindruckend"

Im Rennen hielt sich Zarco lange hinter Martin auf Platz zwei. In der Schlussrunde setzte er dann die finale Attacke, um seinerseits noch Platz zwei zu erobern. Yamaha-Konkurrent und Rennsieger Fabio Quartararo war zu dem Zeitpunkt schon enteilt.

Über Martins erstes MotoGP-Podest sagt Zarco: "Man kann natürlich nicht behaupten, dass ihm das wegen seiner Erfahrung gelungen ist. Denn es war ja erst sein zweites Rennen. Stattdessen hat er auf sein Gefühl vertraut - und das ist sehr beeindruckend."

Auch Quartararo, der Martin die Führung im Rennen erst vier Runden vor Schluss entreißen konnte, war von der Performance des Rookies überrascht. "Im letzten Rennen hatte er Probleme mit einem abbauenden Hinterreifen", erinnert er sich. "Also dachte ich, er würde es diesmal ruhig angehen. Aber er hat fast das ganze Rennen über geführt."

"Im Rennsport kann alles passieren"

"Er ist an diesem Sonntag nicht wie ein Rookie gefahren, sondern so, als hätte er viel Erfahrung. Dazu kann man ihm nur gratulieren. Er hat sich dieses Podium wirklich verdient."

Martin selbst hatte nach seiner Pole-Position für den Renn-Sonntag im besten Fall mit einem Top-6-Ergebnis gerechnet. Der junge Spanier gibt zu: "Als mich die Medien vor der Saison gefragt haben, was man von mir erwarten kann, war das schwer zu beantworten. Denn ich musste das Motorrad ja erst ausprobieren und kennenlernen."

"Jetzt habe ich viel Selbstvertrauen und denke, dass im Rennsport alles passieren kann. Man kann entweder wie heute auf dem Podium stehen, oder so wie letzte Woche 15. werden. Wir haben großartige Arbeit geleistet. Natürlich hatte ich nicht erwartet, auf der Pole zu stehen und in meinem zweiten Rennen aufs Podest zu fahren."

Ab Mitte der Saison höhere Ziele stecken

Seine Zielsetzung habe sich deshalb aber nicht geändert - zumindest vorerst. "Ich will es in die Top 10 schaffen. Wir kommen jetzt auf eine Strecke, die ich kaum kenne, und danach folgen weitere neue Kurse. Ich werde also weiter dazulernen müssen. Im Moment sind die Top 10 gut genug für mich", erklärt Martin.

Und der Pramac-Pilot ergänzt: "Zur Mitte der Saison, so nach sieben oder acht Rennen, werde ich mir mein Ziel vielleicht etwas höher stecken." Dann ist er sein Bike auf mehreren Strecken gefahren und hat mehr Daten und Erfahrung gesammelt, was entscheidend für einen Rookie ist.

In der Moto2 habe ihm diesbezüglich die Kontinuität gefehlt, erinnert sich Martin. "Mit der Moto2-Maschine habe ich sechs verschiedene Rahmen in sieben Rennen ausprobiert. Das war für mich als Rookie im ersten Jahr schwierig", blickt er auf 2020 zurück.

"Mit Ducati haben wir einfach versucht, so viele Kilometer zu machen, damit ich mich an das Motorrad gewöhnen kann. Und nicht, um es an meinen Stil anzupassen - zumindest am Anfang. Das werden wir mit der Zeit sicherlich auch tun. Aber im Moment funktioniert das Motorrad gut, und ich fühle ich mich sehr wohl damit."

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