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Julia Dujmovits holt im WM-RTL die Bronzemedaille

1. März 2021
SNOWBOARD – FIS World Snowboard Championships Rogla 2021

Foto: GEPA pictures/ Matic Klansek

Traum-Comeback für Julia Dujmovits bei der Parallel-WM in Rogla: Die Burgenlängerin setzt sich im Österreich-Duell durch und gewinnt die Bronzemedaille.

Julia Dujmovits hat bei der Parallel-WM am Montag in Rogla ihr diesjähriges Comeback mit Bronze gekrönt. Die 33-jährige Burgenländerin setzte sich im rein-österreichischen Duell um Rang drei im Riesentorlauf gegen die 47-jährige Claudia Riegler klar mit 1,05 Sekunden Vorsprung durch. Für Dujmovits, die eigentlich 2018 ihre Laufbahn beendet hatte, war es ihre insgesamt vierte Medaille bei einem Großereignis.

"Es ist eigentlich gar nicht zu glauben. Als ich im Ziel war, habe ich echt Tränen in den Augen gehabt, weil es so überwältigend ist nach der langen Zeit", freute sich Julia Dujmovits über ihren Erfolg nach ihrem erst dritten Riesenslalom seit der Rückkehr. Sie habe in den vergangenen Wochen sehr viel am Material und am Set-up gearbeitet und bedankte sich bei Servicemann Manfred.

"Ich bin sehr froh, dass wir das alles hingekriegt haben und das motiviert natürlich viel mehr, vor allem für die nächste Saison. Unglaublich, dass das in der kurzen Zeit jetzt schon möglich war."

Dritte WM-Medaille für Julia Dujmovits

Für Julia Dujmovits war sogar mehr möglich, lag sie doch im Halbfinale gegen Sofia Nadyrschina (RUS) drei Tore vor dem Ziel schon auf Finalkurs. Sie schied dann jedoch aus. Sie tröstete sich aber mit ihrer dritten WM-Medaille nach zweimal Silber. 2014 hatte sie Olympia-Gold geholt. Gold 2021 ging wie schon vor zwei Jahren an die Deutsche Selina Jörg. Die Allgäuerin besiegte Nadyrschina im Finale um 0,12 Sekunden.

Riegler ging hingegen im Bronze-Duell mit Dujmovits leer aus. "Ich habe mich im ersten Moment sehr geärgert, dass ich ausgerechnet im kleinen Finale keine gute Fahrt mehr hingebracht habe. Eine muss bei der WM Vierte werden, heute war das leider ich. Gratulation an Julie, sie ist ein extrem starkes Rennen gefahren und hat sich die Medaille verdient", sagte die Ex-Weltmeisterin.

Für Julia Dujmovits war es die nicht erwartete Rückkehr aufs Siegespodest. Sie hatte 2018 nach enttäuschenden Olympischen Spielen ihre Karriere beendet und war Anfang Jänner in Scuol nach einer Ellbogenluxation verspätet in ihre Comeback-Weltcupsaison eingestiegen. Vor der WM hatte sich Dujmovits deshalb in der Außenseiterrolle gesehen.

Benjamin Karl überraschend bereits in der Quali out

Bei den Herren sicherte sich im spannenden Finale Dmitrij Loginow aus Russland hauchdünn mit einer Hundertstel Vorsprung auf den 40-jährigen Italiener Roland Fischnaller seinen insgesamt dritten WM-Titel. Bronze ging an Loginows Landsmann Andrej Sobolew.

Bester ÖSV-Mann war Lukas Mathies, der es als einziger Österreicher ins Viertelfinale geschafft hatte. In diesem musste er sich dem später "bronzenen" Sobolew aber beugen und wurde Sechster. Überraschend bereits in der Qualifikation ausgeschieden waren Benjamin Karl als 26. und Daniela Ulbing als 24. Sie waren heuer die bisher einzigen ÖSV-Saisonsieger im Weltcup.

Julia Dujmovits setzte sich gegen Sabine Schöffmann durch

Im Achtelfinale hatte sich Julia Dujmovits gegen Sabine Schöffmann (10.) durchgesetzt. Riegler kam gegen die Deutsche Carolin Langenhorst jedoch nur dank der besseren Qualifikation (7. Platz gegenüber 10.) weiter. Denn: Im Ziel hatten beide dieselbe Zeit gehabt. Viertelfinalsiege über die jeweils favorisierten Deutschen Ramona Hofmeister (Dujmovits) bzw. Cheyenne Loch (Riegler) hatten die insgesamt 53. ÖSV-Medaille bei Snowboard-Titelkämpfen fixiert.

Schon im Achtelfinale war für Alexander Payer und Andreas Prommegger Endstation gewesen. Am Donnerstag werden bei den erstmals eigenständig ausgetragenen Parallel-Welt-Titelkämpfen im Slalom die Medaillen vergeben.

Olympiasiegerin Ester Ledecka hatten ihren WM-Start kurzfristig abgesagt. Sie könne derzeit nicht einmal ihr Snowboard einhändig über dem Kopf halten, erklärte die 24-jährige Tschechin. Ihre Verletzung bezeichnete sie jedoch nicht näher. Ihr Ziel sei es nun, rechtzeitig für das Finale im Ski-Weltcup in Lenzerheide in zwei Wochen bereit zu sein. Ledecka hat Olympia-Gold 2018 und zwei WM-Titel im Snowboard gewonnen sowie den Olympia-Super-G 2018 bei den alpinen Rennläuferinnen. (APA/red.)

Die WM-Endstände im Snowboard-Riesentorlauf:

Frauen:

  • 1. Selina Jörg (GER)
  • 2. Sofia Nadyrschina (RUS)
  • 3. Julia Dujmovits (AUT)
  • 4. Claudia Riegler (AUT)
  • 10. Sabine Schöffmann (AUT)
  • 24. Daniela Ulbing (AUT)

Männer:

  • 1. Dmitri Loginow (RUS)
  • 2. Roland Fischnaller (ITA)
  • 3. Andrej Sobolew (RUS)
  • 6. Lukas Mathies (AUT)
  • 14. Alexander Payer (AUT)
  • 16. Andreas Prommegger (AUT)
  • 26. Benjamin Karl (AUT)
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