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Corona-Impfangebot in Katar: Das sagen die MotoGP-Piloten

12. März 2021

Foto: Motorsport Images

In Katar könnte sich das MotoGP-Paddock geschlossen gegen das Coronavirus impfen lassen. Manche Fahrer finden das "großartig", andere reagieren eher zurückhaltend.

Im Ringen um eine möglichst normale MotoGP-Saison 2021 haben die Dorna und der Wüsten-Staat Katar dem Paddock die Möglichkeit einer Corona-Impfung in Aussicht gestellt. Wie am Donnerstag mitgeteilt wurde, soll das komplette Fahrerlager ein Impfangebot erhalten.

"Der Staat Katar hat sein COVID-19-Impfprogramm für das Jahr 2021 erheblich ausgeweitet. Dadurch ist er in der Lage, allen reisenden Mitgliedern des MotoGP-Paddocks Zugang zu dem Impfstoff zu verschaffen", heißt es in einer Aussendung.

Die MotoGP befindet sich derzeit für ihre offiziellen Winter-Tests in Katar. Dort werden auch die beiden ersten Saison-Rennen (28. März und 4. April) stattfinden. Der zweite Termin war im Kalender ergänzt worden, nachdem die Grands Prix in den USA und Argentinien wegen der Pandemie verschoben werden mussten.

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Impfung für mehr Sicherheit im Paddock

Das Impfprogramm zielt darauf ab, "die Gesundheit und Sicherheit der gesamten Tour zu gewährleisten, während sie in Katar gastiert und auf ihren weiteren Reisen um die Welt in dieser Saison", betont die Dorna. "Es wird einen erhöhten Schutz für diejenigen im MotoGP-Paddock und all jene bieten, die mit ihm in Kontakt kommen, während der Sport in dieser Saison um die Welt reist."

Katar schließt sich damit dem Beispiel von Bahrain an. das dem Formel-1-Fahrerlager ebenfalls ein Impfangebot unterbreitete. Die Königsklasse auf vier Rädern bestreitet in Bahrain aktuell ihren Winter-Test und wird für den Saison-Auftakt ebenfalls dort bleiben.

Viele MotoGP-Fahrer äußerten sich am Donnerstag positiv über den Impfvorstoß. "Ja, ich bin sehr glücklich darüber", sagte etwa Aprilia-Pilot Aleix Espargaro. "Wir reisen um die ganze Welt, und meine kleine Tochter ist vorbelastet. Deshalb müssen wir sehr vorsichtig sein. Wenn ich als Vater, der mit so vielen Menschen zusammen kommt, geimpft werden kann, ist das etwas sehr Positives." Er werde in Katar auf die Impfung warten und dann bis zum ersten Rennen zurück nach Andorra reisen.

Morbidelli: "Das ist nicht selbstverständlich"

Auch Petronas-Pilot Franco Morbidelli begrüßt die Initiative: "Ich habe erst davon erfahren, nachdem ich den heutigen Test-Tag beendet hatte. Ich werde tun, was ich tun muss. Geimpft zu werden ist für mich etwas Positives. Es ist sieht so aus, als gebe es hier in Katar eine sehr gute und fortschrittliche medizinische Situation. Ich muss mich bei der Dorna und Katar bedanken. Denn das ist nicht selbstverständlich."

Marken-Kollege Maverick Vinales dagegen äußerte sich in seiner Medienrunde kurz nach dem Test-Tag etwas zurückhaltender. "Ich weiß noch nichts Genaues darüber und habe auch noch nicht mit dem Team gesprochen. Aber es ist sicherlich ein guter Schutz."

Valentino Rossi erklärte mit Blick auf die anstehende MotoGP-Saison: "Diese Meisterschaft wird gewiss auch von COVID beeinflusst sein. Aber ich hoffe, sie kann normaler verlaufen als im Vorjahr." Damit meint der Petronas-Pilot nicht nur wo, sondern auch wann die Motorrad-WM in diesem Jahr ihre Grands Prix fährt.

"Letztes Jahr waren es in Jerez um die 50 Grad, in Le Mans herrschte dagegen im Oktober schon Winter. Das hat viele Probleme mit sich gebracht. Ich hoffe auch, dass wir nur hier in Katar zweimal auf derselben Strecke fahren und ansonsten eine normale Meisterschaft haben werden." Eine Durchimpfung könnte dabei vermutlich helfen.

Suzuki-Duo will sich erst beraten lassen

Alex Rins spricht deshalb von "großartigen Nachrichten" und lobt in dem Zusammenhang auch Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta für den Impfvorstoß. Der Suzuki-Pilot wolle sich aber mit seinem Arzt beraten und habe noch keine Entscheidung für sich getroffen.

Ähnlich hält es Teamkollege Joan Mir, der auf die Frage, ob er sich impfen lassen wird, am Donnerstag sagte: "Im Prinzip ja. Ich möchte aber wissen, welcher Impfstoff es ist. Wie immer werde ich mich gut beraten lassen und dann entscheiden. Aber ich denke, ich hätte kein Problem damit, mich impfen zu lassen - wenn alles in Ordnung ist." KTM wollte sich vorerst nicht zu den Impfungen äußern.

Die Nachricht, dass der MotoGP in Katar ein Impfangebot gegen COVID-19 gemacht wird, folgt nur wenige Wochen auf den Tod des zweifachen 125ccm-Weltmeisters und langjährigen Teamchefs Fausto Gresini. Der Italiener verlor nach zweimonatigem Kampf gegen das Coronavirus im Alter von nur 60 Jahren sein Leben.

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