MotoGP World Championship

KTM ohne Top-Ergebnisse: Waren die Erwartungen zu groß?

27. Mai 2021

Foto: Motorsport Images

Zwei fünfte Plätze sind die besten KTM-Ergebnisse in den ersten fünf MotoGP-Rennen 2021. Brad Binder hätte sich auch von sich selbst mehr erwartet.

KTM hat im Laufe der ersten fünf Rennwochenenden noch nicht an die MotoGP-Erfolge von 2020 anknüpfen können. Ein fünfter Platz von Brad Binder in Portimao war das beste Ergebnis im Trockenen. Beim Flag-to-Flag-Rennen in Le Mans setzte sich das Tech-3-Team in Szene. Danilo Petrucci wurde Fünfter und Iker Lecuona Neunter. Am Wochenende findet in Mugello das sechste MotoGP-Rennwochenende statt.

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Miguel Oliveira, der im Vorjahr zwei Siege gefeiert hat, hat in den ersten fünf Rennen noch kein Top-10-Ergebnis geschafft. In der Marken-WM ist KTM mit 38 Punkten auf dem fünften Platz. In der Teamwertung ist KTM Neunter und Tech 3 Elfter.

Brad Binder ist ein der Fahrer-WM als Elfter der bestplatzierte KTM-Vertreter. "Ehrlich gesagt, ich habe von mir selbst viel mehr erwartet", sagt der Südafrikaner. "Es war super schwierig. Von den ersten Rennen waren drei auch Pech. Deshalb haben wir nicht so viele WM-Punkte. Momentan ist es schwierig."

"Ich glaube, dass Strecken kommen werden, wo es besser laufen wird. Andere Strecken werden auch eine große Herausforderung werden. In Le Mans habe ich mich zum Beispiel nicht wohlgefühlt und habe meinen Speed nicht gefunden. Es war ein frustrierendes Wochenende."

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KTM: 2021 die große Überraschung

Mit drei Siegen und fünf weiteren Podestplätzen war KTM im vergangenen Jahr die ganz große Überraschung. Die Erfolge schienen mit einer Leichtigkeit zu gelingen. Aktuell ist es anders. Auch Binder hat Momente erlebt, die frustrierend waren.

"Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich mein absolut Bestes gegeben habe, aber ich war nur 17.", ergänzt er bei 'MotoGP.com'. "Katar war sehr schwierig für uns. In Katar 2 hatten wir am Renntag einen Fortschritt gemacht. Portimao war recht okay. Zumindest war ich in den Top 5."

"In Jerez bin ich in der zweiten Runde gestürzt. Das war ein Desaster, weil ich das ganze Wochenende eine gute Pace hatte." Binder hatte dann im Rennen noch einen weiteren Sturz, was den verkorksten Tag endgültig besiegelte.

Binder: "In diesem Jahr suchen wir etwas extra"

Trotzdem sieht der 25-Jährige auch positive Aspekte in seiner zweiten Saison in der Königsklasse. "Obwohl es momentan nicht so einfach ist, verstehe ich die Dinge viel besser. Wenn wir etwas am Motorrad ändern, dann spüre ich das viel besser. Ich weiß genau, was wir ändern müssen."

"Im Vorjahr bin ich einfach nur gefahren. Die Basisabstimmung hat funktioniert. In diesem Jahr suchen wir etwas extra. Ich würde sagen, die Hauptsache ist, dass das Motorrad natürlicher lenken sollte. Beim Jerez-Test haben wir diesbezüglich etwas gefunden."

Da das MotoGP-Feld insgesamt sehr eng beisammen liegt, können mit Kleinigkeiten auch rasch Fortschritte und bessere Ergebnisse erzielt werden. Binder ist überzeugt, dass KTM mit harter Arbeit den Umschwung schaffen wird: "Ich möchte vor Saisonhalbzeit auf dem Podest stehen. Ich glaube, dass das definitiv möglich ist."

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