MotoGP World Championship

Kevin Schwantz sorgt sich um Marc Marquez: „Je länger er nicht fährt, …“

23. Dez. 2020

Foto: Repsol Media

Der ehemalige 500er-Weltmeister Kevin Schwantz hofft, dass Marc Marquez für sein MotoGP-Comeback eine ausreichende Vorbereitung bekommen wird.

Marc Marquez erholt sich derzeit von der dritten Operation an seinem Ende Juli in Jerez gebrochenen rechten Oberarm. Wann der sechsfache MotoGP-Weltmeister wieder wird Rennen fahren können, ist derzeit offen. Dass er rechtzeitig für den Ende März in Katar geplanten Auftakt der MotoGP-Saison 2021 wieder fit sein wird, ist alles andere als gesetzt. Ex-Weltmeister Kevin Schwantz glaubt, dass die lange Auszeit Marquez nachhaltig verändern wird.

"Als ich noch aktiv war und mal nicht fahren konnte, während alle anderen Rennen fuhren, hatte ich immer das Gefühl, dass ich dreimal so lange brauche, bis ich wieder auf der Höhe bin", erinnert sich Kevin Schwantz im Gespräch mit 'MotoGP.com'.

Was der 500er-Weltmeister von 1993, der mitten in der Saison 1995 zurücktrat, damit meint? "Wenn ich mal einen Monat aussetzen musste, dann dauerte es sehr lange, bis ich körperlich und mental wieder auf dem gewohnten Level war."

Kevin Schwantz: "Plötzlich bist du fünf Sekunden langsamer"

Kevin Schwantz spricht aus eigener Erfahrung, wenn er sagt: "Plötzlich bist du fünf Sekunden langsamer, weil dein Kopf gar nicht mehr daran gewöhnt ist, dass sich alles bei 200 Meilen pro Stunde (rund 320 km/h; Anm. d. Red.) abspielt. Das braucht einfach Zeit."

Auf Marc Marquez bezogen glaubt Kevin Schwantz, dass für dessen Rückkehr eine ausgiebige Vorbereitung entscheidend sein wird. Denn ein aussichtsreiches Comeback werde "nicht einfach, solange er nicht genügend Runden drehen kann, um sich überhaupt wieder an das Motorradfahren zu gewöhnen".

"Wenn es jemanden gibt, der zurückkommen kann, dann ist es wohl Marc Marquez. Aber das ist jetzt seine erste große Verletzung und seit seinem Kindesalter wohl die mit Abstand längste Zeit, die er nicht auf einem Motorrad verbracht hat", sagt Kevin Schwantz. Und er weiß genau: "Je länger er nicht fährt, desto schwieriger wird es, zurückzukommen."