DFB-Pokal

Leipzig: Pokal-Frust vor Bayern-Schlager

5. Feb. 2020

FRANKFURT,GERMANY,04.FEB.20 – SOCCER – DFB Pokal, round of sixteen, Eintracht Frankfurt vs RasenBallsport Leipzig. Image shows Yussuf Poulsen (RB Leipzig) and Martin Hinteregger (Frankfurt). Photo: GEPA pictures/ Roger Petzsche – DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video

Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann entschied sich nach dem 1:3-Pokal-Aus bei Eintracht Frankfurt für Scherze statt Schelte.

Tabellenführung weg, Pokal-Chance dahin: Vor dem bedeutenden Schlagerspiel gegen Bayern München kommt das Tief bei RB Leipzig zur Unzeit. Der Trainer des deutschen Fußball-Bundesligisten, Julian Nagelsmann, entschied sich nach dem 1:3-Pokal-Aus bei Eintracht Frankfurt für Scherze statt Schelte. Adi Hütter und Frankfurt kommen indes vor dem Duell mit Salzburg immer besser in Fahrt.

"Wir fahren nicht nach München und singen: wir fahren nach Berlin. Das kann ich Ihnen schon mal verraten", sagte Nagelmann. Und er hatte die Lacher der Journalisten auf seiner Seite. Oder war es Galgenhumor, den der ehrgeizige Trainer nach der entschwundenen Double-Chance auspackte? Mit Blick auf den möglicherweise die Meisterschaft vorentscheidenden Kracher am kommenden Sonntag wäre dies verständlich.

Frankfurt zeigt Leipzigs Schwächen auf

Nach den drei Rückschlägen gegen Frankfurt, Gladbach und erneut Frankfurt kommt das Gastspiel in München am Sonntag dem Tabellenzweiten denkbar ungelegen. Frankfurt zeigte die derzeitigen Schwächen Leipzigs fast exemplarisch auf: Die RB-Profis brauchen zu viele Chancen und wirken defensiv instabil. Sinnbildlich dafür war am Dienstag Ex-Salzburger Dayot Upamecano, der überspielt und physisch angeschlagen wirkt und mit einem verheerenden Fehlpässen das 1:3 einleitete. "Er hat sehr viele Spiele gemacht. Das ist nie förderlich. Er muss in den Rhythmus kommen. Wir können ihm keine Pause geben, demnach muss er durch", sagte Nagelsmann.

Offensiv, wo es mehrere Optionen im kleinen Leipzig-Kader gibt, suchen mehrere Akteure ihre Hinrundenform, als Leipzig in acht Bundesliga-Partien in Serie mindestens drei Tore schoss. Top-Stürmer Timo Werner ist wie ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer seit drei Partien torlos. Emil Forsberg, einer der den Unterschied ausmachen kann, saß am Dienstag nach einer schwachen Vorstellung am Wochenende nur auf der Bank. "Es fehlt die letzte Effektivität. Manchmal fehlt einfach das letzte Puzzleteil, und das wird irgendwann wieder gefunden", sagte Angreifer Yussuf Poulsen salopp zu den aktuellen Schwächen.

Hütter: "Top-Gegner ausgeschaltet"

Währen kurz darauf Bremen die favorisierten Dortmunder überraschte (3:2), hatte zuvor Hütter den Plan einer 4-3-3-Formation samt frühem Pressing aufgestellt. "Das hat geklappt, ich habe eine tolle Leistung gesehen", meinte der Vorarlberger danach. "Wir haben einen Top-Gegner ausgeschaltet, aber es sind weitere Spitzenteams im Wettbewerb."

Die Frankfurter um Doppeltorschütze Filip Kostic und ÖFB-Abwehrchef Martin Hinteregger unterstrichen erneut ihre Qualität in K.o.-Spielen. Sportvorstand Fredi Bobic lobte: "Die Mannschaft hat es insgesamt toll gemacht. In den großen Spielen ist sie da." Am 20. Februar kommt es in Frankfurt zum Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinales gegen Red Bull Salzburg.

FC Bayern München vs. TSG 1899 Hoffenheim bei ServusTV und im Livestream

Der DFB-Pokal bei ServusTV! Einen Tag nach den zwei Achtelfinal-Spielen des DFB-Pokals – Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig sowie Werder Bremen gegen Borussia Dortmund – steht das dritte Top-Spiel bei ServusTV auf dem Programm. Das nächste Highlight: Bayern München gegen Hoffenheim am Mittwoch, 5. Februar.

ServusTV-Moderator Christian Brugger meldet sich ab 20:15 Uhr aus der Allianz Arena in München. Als Experte wird der ehemalige Weltmeister Karl-Heinz Riedle das Match analysieren. Reporterin Julia Kienast versorgt die Zuschauer mit Interviews vom Spielfeldrand. Kommentiert wird die Partie von Christian Nehiba. (APA/red.)