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Rossis letzter MotoGP-Test: „Das werde ich nicht vermissen“

23. Sept.

Foto: MotoGP.com

Seinen finalen Test als MotoGP-Stammpilot beendet Valentino Rossi mit einem positiven Fazit - künftige Test-Auftritte schließt der "Doctor" auch nach seiner Karriere nicht aus.

Für Valentino Rossi war der zweitägige MotoGP-Test in Misano zugleich sein letzter in der Königsklasse. Zum Ende der Saison hat der Altmeister bekanntlich seinen Rücktritt erklärt. Allzu sehr vermissen wird er die Testerei aber nicht, wie der "Doctor" nach zwei arbeitsreichen Tagen in Misano ganz offen zugibt.

"Es ist der letzte Test, also ist es ein wichtiger Moment. Aber ehrlich gesagt werde ich die Tests in Zukunft nicht vermissen", gesteht Rossi. "Denn es ist immer anstrengend und harte Arbeit, sowohl körperlich als auch mental. Und es ist schwierig, das ist der harte Teil unseres Jobs. Renn-Wochenenden sind mir da wesentlich lieber."

Nachdem er im Misano-Rennen am Sonntag 17. geworden war, fuhr Rossi am ersten Testtag an gleicher Stelle die elftschnellste Zeit (+0,646 Sekunden). Den Mittwoch beendete er als 19. mit einem Rückstand von 1,258 Sekunden. Das Fazit des 42-Jährigen fällt positiv aus.

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Rossi sieht Fortschritte: "Das Gefühl ist besser"

"Der Test war recht positiv, vor allem der erste Tag war gut", resümiert der Petronas-Yamaha-Pilot. "Am Ende war ich ziemlich schnell unterwegs und in der Lage, besser zu fahren als am Wochenende. Vor allem in der Bremsphase und am Kurveneingang war ich schneller. Die Rundenzeit sah nicht so schlecht aus."

"Wir hatten nicht viel Neues zu testen. Also haben wir uns auf das konzentriert, was wir haben, um die Balance des Bikes zu verbessern. Und das Gefühl ist jetzt tatsächlich besser. Am Mittwoch haben wir dann mit zwei oder drei weiteren kleinen Dingen weitergemacht. Alles war in Ordnung und wir konnten unsere Arbeit zufriedenstellend beenden."

Was ist für ihn in den verbleibenden vier MotoGP-Rennen, darunter ein weiterer Heim-Grand-Prix in Misano Ende Oktober, noch möglich? "Wir hoffen, dass wir stärker sind. Daran arbeiten wir und versuchen, einige Dinge zu verbessern", sagt Rossi. Und er ergänzt: "Aber jetzt hängt es sehr stark von der jeweiligen Strecke ab."

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Was waren wichtige Tests in seiner Laufbahn?

"In zwei Wochen fahren wir in Austin, eine sehr spezielle und schwierige Strecke. Sie ist voller Unebenheiten, bietet wenig Grip - das wird wieder nicht einfach. Aber 2019, als ich das letzte Mal dort war, war ich stark. Mal sehen, wie es dieses Mal laufen wird."

Auf die Frage, welcher MotoGP-Test ihm bis heute am meisten in Erinnerung geblieben ist, erklärt der neunfache Weltmeister: "Die Tests, an die man sich erinnert, sind normalerweise die, bei denen man zum ersten Mal ein neues Motorrad ausprobiert hat. Deshalb erinnere ich mich sehr gut an meinen ersten Test mit einer 250er."

"Aber vor allem auch an den ersten Test mit der Honda 500 in Jerez, mit Jeremy (Burgess) und Bernie (Ansiau, Anm. d. Red.). Ich glaube, das war im November oder Dezember 1999. Das war echt beeindruckend. Und ich erinnere mich auch noch gut an den ersten Test mit der Viertakt-Honda, der in Suzuka nach den 8 Stunden stattfand."

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Rossi schließt zukünftige Test-Auftritte nicht aus

Damals gewann Rossi das 8-Stunden-Rennen zusammen mit Colin Edwards. "Und danach haben wir den Test mit der ersten MotoGP-Maschine gemacht. Das war im August 2001, glaube ich", erzählt er. "Ein weiterer Test, an den ich mich sehr gut erinnere, war der erste mit der Yamaha, in Sepang im Januar 2004."

"Das war das erste Mal, dass ich die M1 ausprobiert habe, auch zusammen mit Jeremy. Ich denke, das waren die besseren Tests in meiner Karriere", meint Rossi rückblickend. Und schließt nicht komplett aus, auch künftig bei einem Test mal wieder auf der MotoGP-Bühne zu erscheinen.

"Wir werden sehen, wie sehr ich das MotoGP-Fahren nach meinem Rücktritt vermisse. Wie schon gesagt, die Tests sind sicher nicht der beste Teil des Jobs. Aber das sage ich jetzt. Denn vielleicht werde ich die MotoGP ja vermissen - und dann würde es mir nichts ausmachen, ab und zu mal einen zu fahren", meint Rossi lachend.

Bei seinem letzten Test als Stammfahrer gab es einen besonderen Zaungast: Vater Graziano. Auch er hat die Nachricht des Rücktritts inzwischen verdaut. "Er wollte, dass ich weitermache. Aber jetzt geht es ihm gut (mit der Entscheidung), und er kam an beiden Tagen vorbei, um ein paar Runden zu sehen", verrät der Altmeister.

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