MotoGP World Championship

Marc Marquez: Geht es dank „wichtigem“ Doohan-Gespräch voran?

5. Juni 2021

Foto: (c) Motorsport Images

Honda-Werkspilot Marc Marquez ist am Freitag mit Platz 15 ins Wochenende des Grand Prix von Katalonien in Barcelona gestartet.

Damit bewegt sich der vor eineinhalb Monaten in den MotoGP-Rennbetrieb zurückgekehrte Ex-Weltmeister in etwa in dem Bereich des Feldes, in dem er auch vor einer Woche am Freitag zum Italien-Grand-Prix in Mugello zu finden war.

Wenngleich Marquez in Mugello im Rennen am Sonntag früh gestürzt ist, so hatte er an jenem Wochenende ein wichtiges Erlebnis, von dem er glaubt, dass es ihm auf seinem weiteren Weg zurück zur alten Leistungsstärke helfen wird: ein längeres Gespräch mit Mick Doohan.

Doohans Karriere schien nach schwerem Beinbruch infolge seines Sturzes in Assen 1992 schon beendet. Das Bein hätte ihm beinahe amputiert werden müssen. Nach monatelanger Pause aber kämpfte sich der Australier nicht nur zurück auf das Motorrad, sondern er ist erst nach dem Unfall erst so richtig durchgestartet. So wurde Doohan in den Jahren 1994 bis 1998 fünfmal hintereinander 500er-Weltmeister.

Marquez dankbar für "interessantes und wichtiges" Gespräch mit Doohan

1999 musste Doohan seine Karriere nach einem zweiten schweren Unfall dann doch beenden. Dieser zweite Unfall passierte in Jerez in Kurve 4 - exakt an der Stelle, an der im Juli 2020 auch Marquez seinen schweren Unfall hatte. Der Spanier aber hofft, dass er früher oder später zu alter Stärke zurückfinden wird. Ein Gespräch vor wenigen Tagen mit Doohan könnte auf diesem Weg eine wichtige Hilfe sein.

"Ich hatte eine Gelegenheit, mit Mick zu sprechen. Das war sehr interessant und wichtig für mich", sagt Marquez am Freitag in Barcelona mit Blick zurück auf das Mugello-Wochenende, an dem Doohan als Gast vor Ort war.

"Ich schätze all die Ratschläge von Mick Doohan sehr, denn er ist einer meiner Helden und er hat eine ähnliche Situation durchgemacht. Daher kam ich mir wie ein Kind in der Schule vor. Ich habe einfach zugehört und versucht, mich an alles, was er gesagt hat, zu erinnern", so Marquez.

Was genau ihm Doohan mit auf den Weg gegeben hat, will Marquez aber (noch) nicht verraten: "Vielleicht werde ich eines Tages erklären, worüber wir gesprochen haben. Aber es war ein sehr nettes Gespräch und es ist gut, seine Erfahrungen gehört zu haben."

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Marquez in Barcelona mit besserem Gefühl als in Mugello

Bezogen auf die Belastungen für seinen dreimal operierten rechten Oberarm und auch die rechte Schulter, die ihm seit ein paar Wochen mehr Probleme bereitet als der Arm, erkennt Marquez in Barcelona einen Fortschritt gegenüber Mugello.

"Am Ende der langen Gerade, wo hart gebremst wird, spüre ich überhaupt keine Einschränkung. Ich kann dort bremsen, wo ich mir das vorstelle und kann meinen Stil fahren. Wenn sich aber das Bike am Ausgang der Kurven stark bewegt, kann ich es noch nicht richtig kontrollieren", so Marquez.

Die Zeitenliste sagt es noch nicht direkt aus, aber der zurückgekehrte Ex-Weltmeister lässt wissen: "Im Vergleich zum Freitag in Mugello, fühle ich mich schon viel besser. Es stimmt, dass das Resultat das gleiche ist, aber das grundsätzliche Körpergefühl ist besser."

Pol Espargaro am Freitag Top 10, aber schlechter Hoffnung

Während Marquez den Freitag in Barcelona auf P15 abgeschlossen hat, ist es Honda-Teamkollege Pol Espargaro gelungen, gerade so die Top 10 zu erreichen. Nach aktuellem Stand der Dinge müsste er somit am Samstag nicht schon in Q1 ran. Die Entscheidung darüber fällt aber erst im FT3 am Samstagvormittag. Und in Vorausschau auf dieses ahnt der Honda-Neuzugang nichts Gutes.

"Am Vormittag ist mir die Rundenzeit ohne größere Mühe gelungen", spricht Espargaro auf das erste Freie Training (FT1) an, in dem er den dritten Platz belegt hatte. Im FT2 am Nachmittag waren mit Ausnahme eines einzigen Fahrers (Rückkehrer Jorge Martin) alle schneller als im FT1. Espargaro klassierte sich als Zehnter und hat den Tag somit auf P10 abgeschlossen.

"Auch nachmittags lief es eigentlich ganz gut, aber sobald die weichen Hinterreifen [für eine Zeitattacke] aufgezogen werden, finden sie bei Yamaha und Ducati eine halbe Sekunde. Wir hingegen finden diese Zeit einfach nicht", bekennt Espargaro und hofft, diesbezüglich am Montag einen Schritt vorwärts zu kommen. Denn am Tag nach dem Rennen in Barcelona werden alle MotoGP-Teams an gleicher Stelle noch einen Testtag absolvieren.

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