Marko: „Wenn er Weltmeister werden will, muss er Max schlagen”

5. Juli

Foto: (C) ServusTV/Leo Neumayr

Der Brutalo-Unfall von Zhou Guanyu und das Rennen beim Grand Prix in Silverstone sowie Adi Hütters Mönchengladbach-Bilanz - das waren die Themen des aktuellen Sport-Talks.

Der Motorsportberater von Red Bull verrät, dass es im Team keine Rangordnung gibt und will sich gegen Grenzwerte beim Bouncing wehren. Und Adi Hütter erklärt die Hintergründe der Trennung von Borussia Mönchengladbach. Das waren die wichtigsten Aussagen von „Sport und Talk aus dem Hangar-7“:

Formel 1

„Man kann nicht von einem wunden Punkt sprechen. Jeder Unfall ist anders. Wir haben Geschwindigkeit von über 300 im Schnitt. Aber die FIA reagiert irrsinnig schnell. Aber so ein Unfall wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Aus jedem Unfall wird gelernt.“
Dr. Helmut Marko über den Startunfall von Zhou Guanyu in Silverstone.

„Es gab die Überlegung, das Auto abzustellen, damit wir die Motorleistung für kritischere Situationen aufbewahren. Dann haben wir aber entschieden, weiter zu fahren, solange wir in den Punkterängen sind. “
Dr. Helmut Marko verrät, dass man überlegte, Verstappen aus dem Rennen zu nehmen.

„Der Fehler hat schon angefangen, als man Leclerc nicht reingeholt und ihm keinen frischen Reifensatz gegeben hat. Dann wollte man Sainz sagen, er soll den maximalen Fahrzeugabstand halten. Aber er wollte seinen ersten Rennsieg einfahren. Wenn man das große Ganze sieht, war es eine falsche Entscheidung.“
Christian Klien über die Strategiefehler von Ferrari.

„Man könnte den Funk einschränken und nur den Fahrer dran lassen, ihm aber keine technische Unterstützung geben. Es ist ja teilweise wie in der Fahrschule.“
Dr. Helmut Marko über seinen Vorschlag zur Handhabung des Boxenfunks.

„Wenn du dich irgendwo pudelwohl fühlst, geht’s ein bissl leichter von der Hand. Auch das Paket funktioniert dort.“
Christian Klien über die Chancen von Spielberg-Rekordsieger Verstappen am Red Bull Ring.

„Der Honda-Motor hat einen speziellen Turbolader, der in der Höhenlage von 670 Metern einen kleinen, aber entscheidenden Vorteil hat. Wir haben dort mit dem Honda-Motor unseren ersten Sieg gefeiert. Das war für die Zusammenarbeit ganz entscheidend.“
Dr. Helmut Marko über die Vorzüge des Honda-Motors am Spielberg.

„Es ist ein sehr schmaler Grat. Die Sicherheit muss passen. Bei Mercedes war es stellenweise extrem. Es gibt aber auch Teams, das Problem technisch gelöst haben. Deshalb finde ich es falsch, einzugreifen.“
Christian Klien über diskutierte Interventionen der FIA bei Bouncing.

„Wenn sie dir die Wagenhöhe vorschreiben, schreiben sie dir eigentlich das Setup für das Auto vor. Wir wollen auf keinen Fall, dass das nivelliert wird. Es muss im individuellen Entscheidungsbereich der Teams bleiben.“
Dr. Helmut Marko will sich gegen verordnete Grenzwwerte beim Bouncing wehren.

„Wir haben keine Rangordnung. Es ist ganz simpel: Wenn er Weltmeister werden will, muss er den Max schlagen.“
Dr. Helmut Marko ruft bei Red Bull Racing freie Fahrt aus.

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Fußball

„Leider ist das, was mir in der Sommertransferzeit versprochen wurde, nicht eingehalten worden. Auf Spielerebene hat sich nichts getan. Dann hat sich Max Eberl nach drei Monaten verabschiedet, was mir viel Energie gekostet hat. Es sind auch Fehler von meiner Seite passiert. Auf der anderen Seite haben wir nie spielen können, was wir wollten.“
Adi Hütter über das Missverständnis Mönchengladbach.

„Ich sehe die Aussage von Roland Virkus, dass Borussia Mönchengladbach eine Ballbesitz-Mannschaft ist, nicht kritisch. Man muss aber klar sagen: Dann müsst ihr einen Ballbesitz-Trainer holen. Das bin ich nicht allein. Ich spiele gerne das, was wir in Salzburg, in Bern, in Frankfurt gespielt haben.“
Adi Hütter über den entscheidenden Grund, der zur Trennung führte.

„Es war sowohl in Bern als auch in Frankfurt auch nicht immer alles eitel Wonne. Es gab immer wieder Kritik. Außergewöhnlich war für mich, dass in Gladbach vieles öffentlich gemacht wurde. Das kannte ich vorher nicht, gehört aber im Fußball dazu.“
Adi Hütter über das verbale Nachtreten einiger Gladbach-Spieler.

„Ich kann es total nachvollziehen, dass Robert Lewandowski nach neun Jahren Bayern München sagt, ich möchte noch einmal etwas anderes sehen. Das ist völlig legitim. Nur hat er noch ein Jahr Vertrag. Dieses Alles oder Nichts funktioniert nicht.“
Markus Babbel über die Situation von Robert Lewandwoski.

„Ich bin nicht für alles offen, aber es gibt so viele interessante Dinge. Ich lasse alles auf mich zukommen und sehe dem Ganzen entspannt entgegen.“
Adi Hütter will geduldig auf ein passendes Angebot warten.

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